Neue EU-Strategie für den Schutz von Kindern im Internet

Neue EU-Strategie für den Schutz von Kindern im Internet

Am 11. Mai 2022 nahm die Europäische Kommission eine neue EU-Strategie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern in der Online-Welt an. Sie soll dazu beitragen, dass digitale Dienste barrierefrei, altersgerecht, informativ und sicher angeboten werden. Auch dient sie dazu, Kinder für eine sichere Internetnutzung zu befähigen und somit besser zu schützen.

Die EU-Kommission stellte sie zusammen mit dem Vorschlag für neue EU-Rechtsvorschriften zum Schutz der Kinder vor sexuellem Missbrauch vor.

Warum beschließt die Kommission eine neue Strategie?

Die neue Strategie ist als Erweiterung der umfassenden EU-Kinderrechtsstrategie um digitale Aspekte zu verstehen. Die digitale Nutzung von Geräten hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Kinder sind mittlerweile viel besser mit der digitalen Technik vertraut, nutzen häufiger das Internet und sind auch im Social-Media-Umfeld aktiv. Die zuletzt im Jahre 2012 ausgearbeitete Strategie für ein besseres Internet für Kinder war somit nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Sie musste an die heutigen Rahmenbedingungen angepasst und erweitert werden.

Neue EU-Strategie für einen besseren Schutz von Kindern im Internet

Neue EU-Strategie für einen besseren Schutz von Kindern im Internet

Grundsätze und Maßnahmen der Strategie zum Schutz von Kindern im Internet

Die neue Strategie für ein besseres Internet für Kinder stützt sich auf drei Säulen und enthält konkrete Maßnahmen für die Umsetzung:

  • Einführung eines EU-Verhaltenskodex für sichere digitale Erfahrungen im digitalen Umfeld und Ausarbeitung einer EU-Norm für die Online-Altersüberprüfung
  • Organisation von Medienkampagnen in Safer-Internet-Zentren für Kinder, Lehrkräfte und Eltern zur Stärkung von digitalen Kompetenzen im Internet, Bereitstellen von Lernmodulen für Lehrkräfte über das Portal betterinternetforkids.eu
  • Mehr kindgeführte Aktivitäten im digitalen Umfeld schaffen, aktive Beteiligung der Kinder fördern und Möglichkeiten für einen Austausch bieten, zum Beispiel durch Schulungen von Kindern für Kinder

Maßnahmen in Bezug auf die Altersüberprüfung

Nach wie vor ist die Altersüberprüfung im Internet ein großes Problem für eine kindgerechte Internetnutzung. Technische Lösungen sind leider oftmals unwirksam und können leicht umgangen werden. Oft müssen Internetnutzer nur ein Geburtsdatum eingeben oder eine Frage beantworten und bekommen danach einen freien Zugang für kritische Inhalte. Die Kommission will eine neue EU-Norm für die Überprüfung des Alters ausarbeiten und Mitgliedstaaten motivieren, um elektronische Identitätsnachweise für Minderjährige auszustellen.

Die Kommission wird die neue Strategie alle zwei Jahre überprüfen und die Zwischenergebnisse veröffentlichen. Außerdem sollen sich Kinder an der Umsetzung der neuen Strategie aktiv beteiligen, indem auch sie diese Strategie alle zwei Jahre bewerten.

Informationen über unsere Kurse für mehr Sicherheit im Internet gibt es auf der Homepage der Bundesgeschäftsstelle.

Sicher und stark gegen Kindesmissbrauch in Mühlheim

Sicher und stark gegen Kindesmissbrauch in Mühlheim

Mühlheim (KP) „Nein, ich will kein Geschenk.“ Lena schüttelt mit dem Kopf. Der Mann in dem schwarzen Auto möchte von der Siebenjährigen wissen, wo die Lutzstraße in Mühlheim ist. Die Beifahrertür ist offen. Sie solle einsteigen. Er hätte eine Überraschung für sie. Der scheinbar freundliche Mann versucht alles, damit Lena zu ihm in den Wagen steigt – vergebens. Lena lässt sich nicht ködern. Er gibt auf und fährt davon – erstmal. Denn Lena hat einen vielleicht folgenschweren Fehler gemacht. Sie hat ihm verraten, auf welchen Spielplatz sie immer geht. „Sie hat sich im Prinzip richtig verhalten, hat genug Abstand zum Wagen gehalten und ist nicht eingestiegen“, erklärt Ralf Schmitz und nimmt die Sonnenbrille ab, „aber ein möglicher Täter wüsste jetzt, wo Lena zu finden wäre.“

Sicher und stark gegen Kindesmissbrauch

Ralf Schmitz von der „Sicher-stark-Initiative“ demonstriert den Kindern in Mühlheim, wie man sich wehren kann.

Mit Ralf Schmitz sicher und stark gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch

Ralf Schmitz ist einer der führenden Präventionsexperten in Deutschland und seit vielen Jahren bundesweit aktiv für die Sicher-Stark-Initiative, die Kinder in speziellen Präventionskursen schult, damit sie keinem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen.

Der ehemalige Polizeitrainer machte am Samstag die Grundschüler und die Vorschulkinder sicher und stark gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch.

„Es ist wichtig, im Vorfeld etwas zu unternehmen. Kinder dürfen der Gewalt nicht hilflos ausgeliefert sein“, erklärt Schmitz. Wie wichtig so eine Präventionsarbeit ist, zeigt der Fall der erst achtjährigen Kardelen aus Paderborn, die im Januar erst missbraucht und dann umgebracht wurde. So ein entsetzliches Verbrechen könne täglich und überall wieder passieren – auch in Mühlheim. Zwei Mädchen der Grundschule seien schon einmal auf ihrem Schulweg von einem Fremden angesprochen und mit Geschenken geködert worden, berichtet Ralf Schmitz, der schon öfters in Mühlheim Kurse geleitet hat.

Oft kämen die Täter auch aus dem unmittelbaren sozialen Umfeld. In vielen Fällen seien es Verwandte oder Nachbarn. Die Masche sei fast immer gleich. „Sie bauen erst Vertrauen auf und mimen den lieben Onkel. Kinder erkennen die Gefahr meist erst, wenn es zu spät ist“, erklärt Schmitz, der mit dem Expertenteam von Sicher-Stark bundesweit schon über 500 000 Grundschüler aufgeklärt hat.

Die Kinder im Kurs wissen jetzt, wie sie mögliche Gefahren erkennen können. „Wenn mich ein Fremder anspricht, gehe ich einfach weiter und lasse mich auf kein Gespräch ein“, sagt Lena (Name von der Redaktion geändert).

Zahlen zu sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland

Zahlen zu sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland

Das Statista Report Department der weltweit erfolgreichen deutschen Online-Plattform für statistische Daten veröffentlichte am 13.04.2022 die Anzahl der Opfer von sexuellem Missbrauch von Kindern in Deutschland von 2010 bis 2021.

Insgesamt 17.498 Kinder wurden in Deutschland im Jahr 2021 als Opfer von sexueller Gewalt polizeilich erfasst. Das sind 812 Fälle mehr als im Jahr 2020 und 3091 Fälle mehr als im Jahr 2010. Die Dunkelziffer könnte noch deutlich höher liegen, da zum einen nicht alle Übergriffe als Straftaten erfasst werden und zum anderen viele Missbrauchsfälle von den Opfern gar nicht gemeldet werden.

Bei Straftaten gemäß § 176 oder § 176a Strafgesetzbuch droht dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren. Bei sexuellem Missbrauch mit Todesfolge (§ 176b) droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Zahlen zu sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland

Zahlen zu sexuellem Kindesmissbrauch in Deutschland

Die aktuelle Statistik zeigt, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder jedes Jahr zunimmt. 

Die Folgen für die Opfer sind schwerwiegend und beeinflussen oft den gesamten weiteren Lebensverlauf.

Menschen, die in ihrer Kindheit sexuelle Misshandlungen erfahren haben, leiden im späteren Leben häufig an psychischen Beeinträchtigungen. Dazu gehören unter anderem posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Essstörungen, Abhängigkeiten von Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie suizidales Verhalten. Missbrauchsopfer haben häufiger Schwierigkeiten in sexuellen Beziehungen. Diese Auswirkungen beeinträchtigen somit den gesundheitlichen Zustand, aber auch persönliche Beziehungen, das Berufsleben und die Mitwirkung im sozialen Umfeld.

Um steigende Missbrauchszahlen einzudämmen und gravierenden Folgen sexueller Gewalt bei Kindern entgegenzuwirken, sind gezielte vorbeugende Maßnahmen enorm wichtig.

Missbrauchsprävention durch das Angebot der Sicher-Stark-Initiative

Das Sicher-Stark-Team setzt sich präventiv für den Schutz von Kindern ein.

Unter dem Motto „Kinder lernen sich zu wehren! Mut tut gut!“ vermitteln hochqualifizierte Fachexpertinnen und -experten Kindern in Intensivkursen vor Ort wichtige Kompetenzen. Kinder werden für Gefahrensituationen sensibilisiert und in ihrem Handeln gestärkt.

Zusammen mit den Kursleitern trainieren sie das Nein-Sagen, führen Stimm- und Schrei-Übungen durch und wachsen über sich hinaus.

Missbrauchsprävention durch das Angebot der Sicher-Stark-Initiative

Missbrauchsprävention durch das Angebot der Sicher-Stark-Initiative

Durch Rollenspiele und nachgestellte Situationen lernen Kinder Verhaltensmuster zu erkennen und sich selbst zu behaupten. Besonders aufschlussreiche Erkenntnisse bieten dabei die mitgefilmten Testsituationen. Die Kurzleiter besprechen sie anschließend und werten sie mit den Kindern gemeinsam aus.

In multidisziplinären Expertenteams wird sowohl aus polizeilichen als auch aus pädagogischen Gesichtspunkten in den deutschlandweit stattfindenden Sicher-Stark-Präventionskursen geschult, was bislang noch einzigartig in Deutschland ist.

„Kinder im Fokus der Prävention“ am 27. Deutschen Präventionstag

„Kinder im Fokus der Prävention“ am 27. Deutschen Präventionstag

In diesem Jahr findet am 04. und 05. Oktober in Hannover der 27. Deutsche Präventionstag (DPT) statt. Der Jahreskongress wird zum ersten Mal ein spezielles Format haben und steht unter dem ganz besonderen Schwerpunktthema „Kinder im Fokus der Prävention“. Der Start des Kongresses begann bereits im März dieses Jahres mit einem wöchentlichen Online-Angebot.

Der Jahreskongress für Kriminalprävention

Als internationaler und größter europäischer Jahreskongress zur Kriminalprävention und angrenzender Präventionsbereiche findet der Deutsche Präventionstag auch 2022 an zwei aufeinander folgenden Tagen statt. Der Kongress soll Verantwortungsträger aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und Partner der Prävention in einem Diskussionsforum für aktuelle Präventionsfragen zusammenbringen.

In Debatten sollen Lösungen und Empfehlungen für die Praxis erarbeiten werden. Zu den Verantwortungsträgern gehören unter anderem Behörden, Gemeinden, Städte, Justiz, Kinder- und Jugendhilfe, Polizei, Bildungseinrichtungen, Verbände und andere.

„Kinder im Fokus der Prävention“ am 27. Deutschen Präventionstag

„Kinder im Fokus der Prävention“ am 27. Deutschen Präventionstag

Der 27. Deutsche Präventionstag möchte untersuchen, welche präventiven Maßnahmen noch für Kinder getroffen werden können und widmet sich somit der Förderung, den Rechten und dem Schutz der Kinder. Als Grundlage für die Debatten dient ein Gutachten zum genannten Schwerpunktthema des Kongresses, erarbeitet von der Hochschule der Polizei und der öffentlichen Verwaltung Nordrhein-Westfalens. Unter anderem geht es dort um Kinder als Betroffene von physischer und psychischer Gewalt, um sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen sowie um die entsprechende Präventionsarbeit.

Online-Programm und Präsenztagung

Das gewohnte Vor-Ort-Programm der beiden Kongresstage, das im kommenden Herbst stattfindet, wird in diesem Jahr durch ein wöchentliches Online-Programm ergänzt. Von März bis November 2022 geht der DPT jeden Mittwoch von 11 bis 12 Uhr auf Sendung und spricht über tagesaktuelle Themen. Es werden verschiedene Online- und praxisorientierte Vorträge gehalten. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten*innen und Teilnehmende online auszutauschen. Im DTP-Foyer können sich alle Kongressteilnehmende das Programm anschauen. Unter DTP-Aktuell werden News und Reportagen aus dem Feld der Prävention im Videoformat öffentlich zur Verfügung gestellt.

Die Sicher-Stark-Initiative leistet Präventionsarbeit für den Schutz von Kindern. Alle aktuellen Projekte und Schulungen können auf der Homepage der Bundesgeschäftsstelle eingesehen werden.

 

Die EU-Kommission sagt dem sexuellen Kindesmissbrauch den Kampf an

Die EU-Kommission sagt dem sexuellen Kindesmissbrauch den Kampf an

Die Kommission verkündete am 11. Mai 2022 die neuen Rechtsvorschriften auf EU-Ebene zur Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch im Internet. Demnach sollen Anbieter von Online-Diensten verpflichtet werden Inhalte, die für sexuellen Kindesmissbrauch genutzt und verbreitet werden, aufzufinden, zu melden und diese zu entfernen.

Wozu brauchen wir die neue Verordnung?

Bisher gibt es keine einheitlichen EU-Vorschriften für Anbieter von Online-Diensten. Die derzeitigen Regelungen basieren auf einer freiwilligen Aufdeckung und Meldung durch die Unternehmen. Nur wenige Anbieter melden regelmäßig gefährliche Inhalte auf ihren Plattformen. Viele Anbieter ergreifen jedoch gar keine Maßnahmen. Kinder werden dadurch in der Online-Welt nicht ausreichend geschützt.

Die gegenwärtige Übergangsverordnung vom 14. Juli 2021 läuft aus. Neue Vorschriften sollen bestimmt werden, damit Online-Dienste nicht für den sexuellen Missbrauch von Kindern genutzt werden. Als zentrale Maßnahme der Zwischenlösung diente die Überwachung von laufenden Chats, um nach gefährlichen Inhalten zu suchen. Dies sorgte für massive Kritik bei den IT-Firmen, da damit aus ihrer Sicht das digitale Briefgeheimnis verletzt werde.

Die EU-Kommission sagt dem sexuellen Kindesmissbrauch den Kampf an

Die EU-Kommission sagt dem sexuellen Kindesmissbrauch den Kampf an

Nun soll die Übergangslösung vom letzten Jahr durch die neue Verordnung ersetzt werden, sobald das EU-Parlament und der Rat den Vorschlag annehmen.

Wichtige Akteure der neuen Verordnung

Mit dem neuen Gesetzesvorschlag werden Anbieter von Online-Diensten verpflichtet, gezielt gefährliches Material auf ihren Plattformen zu ergründen. Sie müssen den Missbrauch ihrer Daten kontrollieren, kritische Inhalte aufdecken, melden und entfernen bzw. sperren. Damit soll das bestehende Gesetzt über digitale Dienste durch spezielle Regelungen ergänzt werden, die allein den Online-Kindesmissbrauch betreffen.

Als Dienstanbieter im Netz gelten vorrangig Hosting-Dienste, Messaging-Dienste, App-Stores und Internetzugangsanbieter.

Ein neues unabhängiges EU-Zentrum für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs wird die Diensteanbieter in ihren Aufgaben unterstützen und Meldungen auswerten. Dies ist eine Agentur, die als Schnittstelle zwischen den Online-Dienstanbietern und den Strafverfolgungsbehörden zu verstehen ist. Das EU-Zentrum stellt eine Datenbank mit Indikatoren bereit, die helfen sollen, sexuellen Kindesmissbrauch in der digitalen Welt zu erkennen. Das EU-Zentrum soll Unternehmen, Behörden, aber auch Missbrauchsopfer unterstützen.

Inhalte der neuen Rechtsvorschriften

  • Anbieter müssen das Risiko bewerten, inwiefern ihre Dienste für die Verbreitung von Material über sexuellen Kindesmissbrauch genutzt werden könnten.
  • Eine nationale Behörde soll die Risikobewertung überprüfen und bei Bedarf eine genauere Ermittlung veranlassen, eine sogenannte Anordnung beantragen.
  • Bei der Aufdeckung soll möglichst wenig in die Privatsphäre von Unternehmen eingegriffen werden. Ausschließlich Indikatoren für sexuellen Kindesmissbrauch sollen maßgebend beim Aufdecken helfen.
  • Anbieter müssen aufgedeckte Inhalte an das EU-Zentrum melden.
  • Das gefährliche Material muss umgehend entfernt oder der Zugang zu Medien gesperrt werden.
  • App-Stores müssen sicherstellen, dass Kinder keinen Zugang zu Apps erhalten, die Grooming (Kontaktaufnahme zu Kindern, begleitet von Missbrauchsabsichten) ermöglichen.
  • Gerichte und unabhängige Behörden sollen Anordnungen zur Aufdeckung überprüfen und Falscherkennungen vermeiden, bevor Strafverfolgungsbehörden und Europol eingeschaltet werden.

Was bringt die neue Verordnung?

Mit dieser Verordnung wird ein wichtiger Schritt für den Schutz aller europäischen Kinder im Netz getan. Eine bedeutende Veränderung durch diese Vorschriften bringt die Entwicklung vom reaktiven zum proaktiven System im Kampf gegen Kindesmissbrauch im Internet. Eine starke Rolle erhält das EU-Zentrum, das alle Beteiligten mit relevantem Fachwissen, Instrumenten und Technologien versorgt und die Transparenz des Prozesses verantwortet.

Schutz vor Online-Kriminellen

Medienerziehung und Sicherheit im Internet bilden auch bei der präventiven Arbeit vom Sicher-Stark-Team einen wichtigen Schwerpunkt. In unserem Leitfaden für Eltern und Lehrkräfte, um ihre Kinder im Internet zu schützen! finden Sie umfassende Informationen und Tipps für eine sichere Internetnutzung.

Weitere Fragen beantwortet die Bundesgeschäftstelle.

 

Wie können Fake News überprüft werden?

Wie können Fake News überprüft werden?

Rasante Verbreitung von Informationen durch das Internet birgt Gefahren in sich. Häufig werden Meldungen nicht oder nicht genau überprüft. Vor allem in sozialen Netzwerken ist die sogenannte virale Verbreitung kaum aufzuhalten. Fake News beeinflussen die öffentliche Meinung. Sie tauchen meist in kontroversen politischen und gesellschaftlichen Debatten auf. Wie können Fake News überprüft werden?

Private Nutzer lassen sich durch spektakuläre Verlautbarungen leicht täuschen. Geleitet von Emotionen machen sie sich oft keine Gedanken über die Hintergründe und den Wahrheitsgehalt der Meldungen. Verzerrte Wahrheiten können durch irrtümliche Verbreitung entstehen. Die gezielte Desinformation ist jedoch besonders gefährlich, da hier bewusst falsche Nachrichten übermittelt werden, um bestimmte Wirkungen auf den Leser zu erzeugen.

Wie können Fake News überprüft werden?

So verbreiten zum Beispiel extremistische Gruppierungen Falschmeldungen, um neue Anhänger für sich zu gewinnen. Falsche Nachrichten werden in Umlauf gebracht, um bei anderen Menschen Schaden anzurichten. Sie können politische, wirtschaftliche, ideologische und persönliche Motive haben. Aber auch aus Spaß und Belustigung werden Fake News erzeugt, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Nachrichtenmeldungen überprüfen

Junge digitalaffine Menschen und auch Kinder müssen in diesem Kontext aufgeklärt und geschützt werden. Es ist wichtig, dass sie lernen, mit Nachrichtenmeldungen bewusst und kritisch umzugehen.

  • spektakuläre Nachrichten und einseitige Berichterstattung hinterfragen
  • Quellen prüfen, wie Impressum, Angaben zum Autor, Erscheinungsdatum
  • Informationen über andere Beiträge auf der betreffenden Internetseite mit site:internetseite.de googeln
  • was über die Internetseite selbst in anderen Quellen berichtet wird mit „internetseite.de“-site:internetseite.de googeln
  • Fakten über spezielle Internetportale checken
  • Bildrecherche: umgekehrte Bildersuche von Google, Überprüfung von digitalen Veränderungen von Bildern auf FotoForensics
  • Videocheck: englischsprachiges Tool TinEye, Videorecherche über Bilderrückwärtssuche mithilfe von Screenshots und Videos als YouTube-Links mit YouTube Data Viewer von Amnesty International
Wie können Fake News überprüft werden?

Wie können Fake News überprüft werden?

Welche Internetportale überprüfen Fake News?

  • hoaxmap.org: Fake News als Gerüchte, abgebildet auf einer Deutschlandkarte, nach Schlagwort, Ort, Zeit suchen
  • Faktenfinder: aktuelle Nachrichten werden von ARD-Journalisten zur tatsächlichen Faktenlage überprüft
  • #Faktenfuchs:, Nachrichten werden vom Bayerischen Rundfunk aus dem In- und Ausland in kurzen Artikeln überprüft
  • SWR-Faktenfinder: ein Browserspiel, in dem Newsfeeds spielerisch überprüft und Recherchemöglichkeiten vorgegeben werden
  • First Draft News: gemeinnützige Journalisten-Plattform zur Überprüfung von Gerüchten, Bildern und Videos in sozialen Netzwerken
  • Mimikama: österreichischer Verein zur Überprüfung von Falschmeldungen in Twitter, Facebook und Whats App zur Aufklärung von Internetmissbrauch, Abofallen, Fishing, Fake-Gewinnspiele, schädliche Links
  • Correktiv: Infos zu gesellschaftlich debattierten Themen werden von der gemeinnützigen Redaktion überprüft, mit Berichten über die Recherche der Redaktion
  • Faktenchecks der dpa: Deutsche Presse-Agentur bewertet Behauptungen mit Intention, faktenbasierte Meinungen zu bilden, und vermittelt Recherche-Techniken.

Sicher-Stark-Team für die Sicherheit im Internet

Kinder sind für falsche Nachrichten besonders empfänglich, da sie neugierig sind, nach Orientierung und Vorbildern suchen. Fake News rufen in ihnen häufig starke, negativ behaftete Emotionen hervor. Sie vertrauen oft Meinungsführern in sozialen Netzwerken.

Kritisches Hinterfragen gelingt Kindern besser, wenn sie diese Fähigkeit bereits im Kindesalter trainieren. Sie müssen den sicheren Umgang mit digitalen Medien und Internet lernen. Hierfür sind vor allem Eltern und Bildungseinrichtungen verantwortlich.

Wie können Fake News überprüft werden?

Sicher-Stark-Online-Kurse nehmen zu!

Das Sicher-Stark-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte über die Gefahren im Web aufzuklären und den richtigen Umgang damit zu schulen. Seit über 20 Jahren wird in Medienkompetenzschulungen mit umfangreichem Equipment sicheres Nutzungsverhalten mit Beteiligten gelernt. Kinder können einen Internetführerschein machen und sich vor Gefahren der medialen Nutzung schützen.

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Um den Kindern in ihrer Umgebung einen sicheren Umgang mit gefährlichen Situationen zu vermitteln, wird die Theodor-Heuss-Schule in Bad Soden am 05.05.2022 einen Tagesschnupperkurs von Sicher-Stark für Mädchen und Jungen in der Altersgruppe der 3. Klasse veranstalten.

Die Eltern sind herzlich eingeladen, dabei zu sein und sie werden auch immer wieder aktiv in die einzelnen Lektionen miteingebunden. Der Kurs wird um 9:00 Uhr beginnen und um 13:00 Uhr schließen.

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Worum geht es in diesem Kurs?

In erster Linie geht es darum, dass Kinder lernen in gefährlichen Situationen richtig zu handeln. Solche Situationen können beispielsweise Dinge wie versuchte Entführungen oder Missbrauch sein oder auch ganz alltäglich erscheinende ‘‘Kleinigkeiten‘‘, wie Hänseleien oder Beleidigungen, aber auch Mobbing oder körperliche Gewalt durch Gleichaltrige auf dem Schulhof.

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Gewalt gehört für viele Kinder leider zum Alltag, das heißt Konfliktsituationen werden zunehmend mit körperlichen Auseinandersetzungen gelöst. Konflikte können immer dann entstehen, wenn viele Kinder aufeinander treffen, unterschiedliche Bedürfnisse haben und diese mit anderen abstimmen müssen, sowie in der Grundschule.

Aus diesem Hintergrund ist ein früher Ansatz gewaltpräventiver Maßnahmen sinnvoll und notwendig, sowie es das Sicher-Stark Team seit Jahren an den circa 17000 Grundschulen umsetzt. Schon in der Kita und Grundschule zeigt sich dieser Ansatz oben beschriebenes Verhalten.

Wie werden die Lektionen vermittelt?

In erster Linie geht es darum, dass die Mädchen und Jungen Selbstbewusstsein entwickeln. Denn nur ein Mensch, der sich seines Selbst und seiner Grenzen bewusst ist, kann dieses Selbst und diese Grenzen dann auch aktiv verteidigen. Dies passiert mithilfe von Rollenspielen, in denen einerseits die Trainer oder mitgebrachte Dummies wie Handpuppen in die Rolle der Täter schlüpfen und den Kindern so in einem sicheren Rahmen den richtigen Umgang mit Gefahren deutlich machen. Andererseits lernen die Kinder aber auch im Spiel miteinander, ihre Grenzen richtig zu setzen und zu verteidigen. Die Kinder lernen auch, sich in einem altersgerechten Rahmen körperlich zur Wehr zu setzen, falls dies erforderlich ist und wie sie mögliche Gefahren erkennen und vermeiden können. Kurz, es geht darum, den Mädchen und Jungen das Handwerkszeug auf den Weg zu geben, damit sie unbeschadet ihr Leben wirklich genießen können.

Deshalb werden folgende Trainingsschwerpunkte gesetzt:

  • Kooperation, Sozialverhalten und Verantwortungsgefühl
  • Sensibilisierung von Gewalt, Definition und Formen der Gewalt
  • Einhaltung von Schulregeln
  • Sensibilisierung für das Thema Gefühle
  • Handlungsstrategien in Gewaltsituationen mit Rollenspiele
  • Körpersprache Mimik und Gestik in der Grundschule
  • Kommunikation, Einsatz von korrekter (An)Sprache und Stimme
  • Umgang mit Beleidigung und  Provokationen
  • Viele Spiele  um faires Kämpfen und Ringen und Raufen zu lernen
  • Umgang mit Ausgrenzung, Ablehnung, Verurteilungen
  • Viele Rollenspiele und Einzelwünsche der Grundschule
Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Theodor-Heuss-Schule schützt Kinder in Bad Soden

Alle Kinder werden kindgerecht geschult und nehmen mit viel Spaß an diesen Sicher-Stark-Training teil.

Wer leitet den Kurs?

Im Sicher-Stark-Team arbeiten nur Psychologen, Therapeuten, Ärzte, Polizeibeamte Doktoren und Pädagogen um die sowohl die polizeiliche als auch die pädagogische Schiene an der Grundschulen / Kitas zu vermitteln. Dies ist bislang in Deutschland einzigartig.  Die Kursleiter in Bad Soden sind Ralf Schmitz, das vielleicht bekannteste Gesicht von Sicher-Stark, ein ausgebildeter Polizeibeamter mit langjähriger Selbstverteidigungserfahrungen und mehrere Trainerlizenzen und Wolfgang Overkamp, seines Zeichens Familientherapeut und Supervisor und selbst Vater von drei Söhnen.

Wo kann ich mich/mein Kind/ein Kind anmelden?

Das es sich um eine Schulveranstaltung handelt, können diesmal nur die Kinder an dieser Grundschule daran teilnehmen. Die Schulleitung und /oder die Präventionsberater des Sicher-Stark-Team  beraten über die landesweite Hotlinenummer gerne andere Grundschulen in Deutschland oder Eltern bei der Umsetzung dieses bundesweit, einzigartigen, Sicher-Stark-Präventionprojekts und gibt hilfreiche Tipps. Unter der Hotline 0180-55501333 sind die Präventionsberater 7 Tage in der Woche erreichbar.

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz der Kinder

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz der Kinder

Eigene Grenzen kennen und verteidigen – eine Kompetenz, die Kindern Orientierung und Sicherheit gibt.

Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Grenzen. Genau diese dienen ihm als Schutzschild im Umgang mit kritischen Situationen im Lebensalltag und in der Kommunikation mit anderen Menschen. Kinder sollten daher so früh wie möglich lernen ihre persönlichen Grenzen zu erkennen und sie zu verteidigen.

Grenzen schützen und geben Sicherheit. Grenzen sind Regeln, die Eltern ihren Kindern beibringen, um Ihnen einen geschützten Rahmen zu schaffen und sie dadurch als eigenständige Persönlichkeiten zu stärken.

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz  der Kinder

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz  der Kinder

Wie und wann entwickeln Kinder das Bewusstsein für Grenzen?

Bereits im Alter von etwa drei Jahren entwickeln Kinder nach und nach die Fähigkeit ihre Emotionen entsprechend sozial akzeptierter Verhaltensnormen zu regulieren.

Sie erwerben auch die volitionalen Kompetenzen, also die Fähigkeit, durch eigene Willenskraft konkrete Ziele und Ergebnisse zu erreichen.

Erst die Fähigkeit zur Selbstregulation ermöglicht es Kindern Grenzen zu verstehen und Regeln zu befolgen.

In dieser Entwicklungsphase sollen Eltern und entsprechende Bezugspersonen Kinder stetig begleiten, wichtige Regeln und persönliche Grenzen gemeinsam erarbeiten.

Wie lernen Kinder sichere Regeln und persönliche Grenzen kennen?

Es ist wichtig neue Regeln dem Alter entsprechend langsam einzuführen, um Kleinkinder nicht zu überfordern. Sie müssen klar und deutlich formuliert und Konsequenzen müssen erklärt werden, wenn die Regeln nicht befolgt werden.

Jede Regel, die für die Sicherheit der Kinder wichtig ist, soll regelmäßig mit ihnen geübt werden. Eltern und verantwortliche Bezugspersonen halten sich in ihrer Vorbildfunktion an dieselben Regeln und leben sie den Kindern vor.

Damit Kinder ihre persönlichen Grenzen entdecken und verstehen lernen, müssen Eltern viel unterstützende Arbeit leisten. Indem Eltern ihre eigenen Grenzen aufzeigen, kommen Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen in Berührung. Mit der Zeit lernen sie, dass jeder Mensch selbst entscheidet wie er seine persönlichen Grenzen setzt.

Die Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen und diese verteidigen zu können, erlangen Kinder am besten, wenn sie als eigenständige, selbstbewusste Persönlichkeiten mit einem starken Selbstwertgefühl entwickelt werden.

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz  der Kinder

Sicher-Stark-Initiative für den Schutz  der Kinder

Kompetenzvermittlung durch Sicher-Stark-Team

Als wichtige Instanzen für die Vermittlung von Kompetenzen fungieren vor allen Dingen die Eltern, aber auch der Kindergarten und später die Schule. Genau hier setzt die Sicher-Stark-Initiative mit ihrem präventiven Konzept an. Sie vermittelt den Kindern und ihren Eltern, aber auch den Fachkräften in den jeweiligen Einrichtungen das Wissen und relevante Instrumente, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, sie vor körperlicher und seelischer Gewalt zu schützen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

In Sicher-Stark-Kindergartenkursen lernen schulreife Kinder durch verschiedene praktische Übungen in Rollenspielen und Trainings wie sie Gefahrensituationen erkennen und ihre persönlichen Grenzen schützen können.

Für Fachkräfte entwickelte das Sicher-Stark-Team Fortbildungsangebote zur Prävention von Gewalt, Mobbing und sexuellem Missbrauch an Kitas und Grundschulen, die neueste Didaktik und Methoden vermitteln, um Kinder stark zu machen.

Das Sicher-Stark-Hörbuch empfiehlt sich als erste wertvolle Informationsquelle für alle Eltern, die ihre Kinder von Anfang an sicher durch den Alltag begleiten wollen. Hier gibt es unter anderem viele wichtige Hinweise, Ratschläge und Handlungsempfehlungen im Umgang mit kritischen Situationen. Aber es geht auch darum, wie Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden können.

Kerstin Claus – Die Frau gegen den Missbrauch

Kerstin Claus – Die Frau gegen den Missbrauch

Kerstin Claus ist seit dem 01.04.2022 die neue unabhängige Beauftragte der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Sie ist die erste Frau in diesem Amt und Nachfolgerin von Johannes-Wilhelm Rörig, der Ende Februar 2022 dieses Amt nach mehr als zehn Jahren niedergelegt hat. Aber wer ist diese Frau?

Kindesmissbrauch verhindern mit Kerstin Claus

Kindesmissbrauch verhindern mit Kerstin Claus                                    Copyright ©Barbara Dietl

Kerstin Claus, geboren 1969 in München, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Die Journalistin und Politikberaterin ist seit 2015 Mitglied im Betroffenenrat des unabhängigen Beauftragten, dessen Amt sie nun übernommen hat. Außerdem ist sie seit 2019 im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen tätig. Sie ist Mitglied in der Partei die Pinken/BÜNDNIS21, die am 23. Januar 2021 gegründet wurde und sich selbst als liberal-konservativ bezeichnet. 2021 kandidierte sie für die Grünen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz.

Das rege Engagement gegen Kindesmissbrauch kommt nicht von ungefähr, denn Frau Claus ist in jungen Jahren selbst Opfer sexueller Gewalt geworden. Den Täter, einen evangelischen Pfarrer, hat sie 2003 und 2010 angezeigt, allerdings wurde aufgrund der Verjährungsfrist kein Verfahren eingeleitet. Die Evangelische Kirche beließ den Mann im Amt und versetzte ihn nur an eine andere Stelle. Deswegen gilt Frau Claus‘ besonderes Augenmerk den Missbrauchsskandalen in den beiden Kirchen, allerdings ohne ihren Blick einzig darauf zu beschränken.

Sie will sich für mehr Entschlossenheit zum Handeln einsetzen, mehr Schutz und Aufklärung, sodass Kindesmissbrauch früher erkannt und verhindert werden kann. Dazu möchte sie eine zielgerichtete Zusammenarbeit des Bundes mit den Ländern und Kommunen erreichen. Auch sollen Betroffene weiterhin in diese Arbeit miteingebunden werden, da dies schon in der Vergangenheit die Aufarbeitung und Prävention gut vorangebracht hat.

Die Sicher-Stark-Organisation wünscht Frau Claus viel Erfolg und gute Arbeit bei Ihrem neuen Amt.

Kinder wurden in Vettweiß stark und sicher gemacht!

Das „Sicher-Stark-Team“ trainiert in Vettweiß Selbstschutz: Vorbereitung auf Gefahren

Zülpich / Vettweiß  Einen „Sicher-Stark-Tag“ für Kinder veranstaltete die Kita St. Gereon Vettweiß e.V. Die Vorschulkinder im Alter von 5 bis 6 Jahren wurden auf Konflikt- und Gefahrensituationen im Alltag vorbereitet.

Niemand ist bekannter in Sachen Gewaltprävention bei den Grundschulen als Ralf Schmitz. Er ist Deutschlands führender Experte auf diesem Gebiet und war einen Tag in Vettweiß.

Hörbuch "Achtung starkes Kind!"

Hörbuch „Achtung starkes Kind!“ im Sicher-Stark-Shop

Was er zu diesem Thema weiß, hat er nicht nur in der Praxis gezeigt, sondern auch in seinen vielen Hörbüchern „Achtung! Starkes Kind!“ publiziert.

Die Kinder und die als Beobachter anwesenden Vertreter des Fördervereins spürten von Anfang an die fachliche und menschliche Kompetenz des eingespielten und hochprofessionellen Trainers, was sich harmonisch mit den zwei eingeteilten Erzieherinnen ergänzte. Dabei kam nie der Eindruck eingefahrener Wege auf, was die oftmals spontanen Reaktionen des Experten zeigte.

Kinder wurden in Vettweiß stark und sicher gemacht! Das "Sicher-Stark-Team" trainiert in Vettweiß Selbstschutz: Vorbereitung auf Gefahren

Kinder wurden in Vettweiß stark und sicher gemacht!
Das „Sicher-Stark-Team“ trainiert in Vettweiß Selbstschutz: Vorbereitung auf Gefahren

Nach dem „Kennenlernen und Warmwerden“ beschäftigten sich die Kinder mit den Sicher-Stark-Plakaten mit kindgerechten Zeichnungen und Mut-tut-gut-Sätzen des vierstündigen Schnupperkurses. Danach sahen sie sich einen gut gemachten Lehrfilm an.

Die Vorschulkinder konnten die Bewältigung von Gefahrensituationen am eigenen Körper – zum Beispiel mit „allzu kinderfreundlichen“ Autofahrern – hautnah erleben. Hintergrund hierfür ist die Erkenntnis, dass Menschen nicht begreifen und erlernen können, was sie nicht selbst fühlen und erleben – fast jeder hat diese Erkenntnis schon zu Hause an der heißen Herdplatte machen können. Diese Situationen prägen sie positiv für die nächsten Lebensjahre.

So lernten die Jungen und Mädchen, wie sie sich in einem bedrohlichen Ernstfall fühlen und dennoch handlungsfähig bleiben. Diese Methode ist bislang noch einzigartig in Deutschland und wird nur vom Sicher-Stark-Team in den Kitas und Grundschulen in Deutschland umgesetzt. Die Kinder konnten auf diese Weise ihre persönlichen Stärken kennenlernen und abspeichern.

In Gesprächsrunden ging man dann auf die diversen Fragen der Kinder ein – auch die sensiblen Themenbereiche „Berührungen“ und „Wie verhalte ich mich im Internet oder bei Mobbing“ wurden einfühlsam behandelt.

Weiterer Baustein des Sicher-Stark-Trainings sind verschiedene Selbstverteidigungstechniken. Die Kinder erfuhren einiges über den eigenen Körper und die für eine Gegenwehr verletzbaren Körperstellen, absolvierten mit viel Spaß ein Stimm- und Schrei-Training und lernten ihre Hemmungen gegenüber bestimmten Erwachsenen zu überwinden; auch im Streit mit älteren Mitschülern.

Kinder wurden in Vettweiß stark und sicher gemacht! Das "Sicher-Stark-Team" trainiert in Vettweiß Selbstschutz: Vorbereitung auf Gefahren

Kinder wurden in Vettweiß stark und sicher gemacht!
Das „Sicher-Stark-Team“ trainiert in Vettweiß Selbstschutz: Vorbereitung auf Gefahren

Für den Fall, dass „Nein“-Sagen nicht ausreicht, übte man andere Tricks, die im Notfall eingesetzt werden dürfen.

Wie die Eltern berichten, haben die Kinder das Gelernte sofort verinnerlicht und voller Begeisterung zu Hause umgesetzt und vorgeführt.  Bereits einige hundert positive Rückmeldungen liegen der Bundesgeschäftsstelle vor. Die Vorschulkkinder, die am Sicher-Stark-Training teilnahmen, berichteten vom großen Spaß, den sie hatten.

Über die bundesweite Servicenummer  0180-55501333 (0,14 Cent/Min.) erhalten Eltern und Einrichtungen weitere Informationen unter www.sicher-stark-team.de