Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Königswinter (Nordrhein-Westfalen)

Was ist das Wertvollste, was wir haben? Geld? Häuser? Autos? Besitzungen? Beziehungen? Freundschaften?

All diese sind durchaus gute Dinge, die das Leben schöner und einfacher machen. Aber, was bleibt, wenn wir mal nicht mehr sind? Was hinterlassen wir der Welt, wenn wir sie verlassen? Und was ist so wertvoll, dass wir es um nahezu jeden Preis schützen müssen?

Kinder! Kinder sind das, was die Menschheit braucht, denn Kinder bedeuten Zukunft. Sie bedeuten Hoffnung, Träume, Perspektive. Und sie bedeuten Sicherheit. Denn durch sie wird die Menschheit weiterleben und auch überleben.

Kinderschutz und Gewaltprävention

Aber, wer schützt die Kinder? Wir? Zu gern würden wir es und oft versuchen wir es, aber wir wissen auch, dass wir es leider nicht immer tun können. Denn was ist, wenn wir mal nicht da sind? Wenn unsere Kinder alleine sind? Alleine auf dem Schulweg, auf dem Weg zu Freunden und Verwandten oder auch alleine in der Schule. Ja, wer schützt sie dann?

Die Antwort ist sehr einfach.

Sie müssen sich selbst schützen.

Aber wie gelingt dies?

Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Königswinter

Gewaltpräventionskurse für Kinder

Die Sicher-Stark-Organisation will genau das erreichen. Dass Kinder es schaffen, auf sich selbst aufzupassen, auch dann, wenn niemand sonst da ist. Wir wünschen uns eine Welt ohne Gewalt, Mobbing, Übergriffe gegenüber Kindern, aber die Aussichten darauf sehen leider mehr als düster aus und deswegen möchten wir Kindern beibringen, wie sie sich selbst schützen können. Hilfe zur Selbsthilfe, das ist unser Motto.

Leider haben viele Sponsoren durch die Energiekrise, die wichtige finanzielle Unterstützung für die Schulungsmaßnahmen in den Kitas und Grundschulen komplett eingestellt oder stark reduziert, was sehr schade ist und noch mehr Gewalt an den Schulen bedeutet.

Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Königswinter

Im Familienzentrum Königswinter ist es aus eigener Kraft durch den Förderverein gelungen wieder einen Gewaltpräventionskurs auf die Beine zu stellen. Am 06.05.2023 wird in Königswinter eine solche Veranstaltung stattfinden. Es handelt sich dabei um einen Tagesschnupperkurs für Vorschulkinder.

Hier lernen die Kinder, wie sie selbstbewusst und sicher auf gefährliche Situationen reagieren können und diese auch schon im Vorhinein erkennen. Auf spielerische Art und Weise lernen sie es, Nein zu sagen und sich im absoluten Notfall auch körperlich zur Wehr zu setzen. Außerdem lernen sie, wie sie sich auch gegen Mobbing wehren können und wie sie eigene Grenzen stecken und verteidigen.

Angeleitet und unterstützt werden die Teilnehmenden dabei von unserem Sicherheitsexperten Ralf Schmitz, seines Zeichens ehemaliger Polizeitrainer und langjähriger Experte im Bereich Missbrauch und Gewalt.

Für nähere Informationen melden Sie sich gerne beim Veranstalter, dem CJD Familienzentrum Menschenkinder. Die Ansprechpartnerin heißt Frau Klemm oder informieren sich auf der umfangreichen Homepage der Bundesgeschäftstelle Sicher-Stark-Team.

Präventionsarbeit der Sicher-Stark-Initiative: Kinder schützen und stark machen

Schon im letzten Jahr nach der schwierigen Lockdown-Phase konnten wir wieder viele Kinder, Eltern und Fachkräfte erreichen. In den letzten Jahren wurden über 3000 Einrichtungen / Grundschulen durch unser Sicher-Stark-Team geschult. Unsere Mission ist es, Kinder zu schützen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken, damit sie nicht Opfer von Gewalt, Missbrauch, Mobbing oder Übergriffen werden.

Kinder schützen Junge und Mädchen im Web

Das bundesweit tätige Sicher-Stark-Team mit seinem beim deutschen Patentamt geschützten Sicher-Stark-Kinderpräventionskonzept© wird durch hochqualifizierte Fachkräfte aus den Bereichen der Pädagogik, Psychologie, Kindertherapie, Medizin und Polizei vertreten und leitet bereits seit einem Vierteljahrhundert die bundesweiten Sicher-Stark-Veranstaltungen in Kitas, Familienbildungsstätten, Kita plus, Eltern-Kind Zentren, Kindergärten, Elternvereine, Familienzentren, MGZ, WohnzimmerGrundschulen und führt viele Fachkräftefortbildungen durch.

Der Präventionspodcast – Informieren und Kinder schützen

Über 200 Podcastbeiträge sind auf unseren Kanälen (Anchor, Spotify, Amazon Music, NRWision, YouTube, Facebook, Instagram) bereits erschienen.

Klicke auf das Bild, um es dir anzuhören!  Kinder schützen Podcast

Vorträge und Kurse von Sicher-Stark-Expertenteams

Unsere Klassiker: Frühkindliche Mediennutzung: Vortrag, nur 10,- Euro pro Teilnehmer oder Kindergartenkurse: 7 Euro pro Teilnehmer + Nebenkosten.

Wir möchten dir außerdem unseren aktuellen Newsletter ans Herz legen, der dich mit tollen Informationen bereichert.

Wir freuen uns, wenn du unsere News und Podcasts im Internet verbreitest, teilst und likst.

Prävention ist besser als Therapie!

Unser zentrales Reservierungssystem für Fachkräfteworkshops, Vorträge/ Webinare und Sicher-Stark-Kita-Kurse hat sich in den letzten Wochen bereits wieder gefüllt und es sind bis Mai 2023 schon alle Termine  vergeben. Es muss leider mit Wartezeiten gerechnet werden.

Wofür steht das Sicher-Stark-Team?

Die Sicher-Stark-Initiative steht für eine der führenden Non-Profit-Organisationen auf dem Gebiet der Gewaltprävention in Familienzentren, Kitas und Grundschulen sowie für moderne zielgerichtete Kommunikation und hochkarätige Präventionsexpert*innen. In Deutschland ist das Sicher-Stark-Team längst eine feste Größe, wenn es um anspruchsvolle Veranstaltungen zum sensiblen Bereich des Kinderschutzes geht. Mit pädagogisch und polizeilich hochqualifizierten Expertinnen und Experten führt das Sicher-Stark-Team in ganz Deutschland Präventionskurse, Fachkräftefortbildungen, Webinare und Vorträge für Kinder durch und leistet somit seinen Beitrag zum Kinderschutz. Über 500.000 Kinder, Eltern und Fachkräfte konnten bereits deutschlandweit geschult werden.

Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Wiehl (Nordrhein-Westfalen)

Es passiert viel auf der Welt. Und vieles davon ist leider überhaupt nicht von der guten Seite. Gerade momentan bekommen wir es scheinbar von allen Seiten gleichzeitig zu spüren, wie schlimm es auf der Welt sein kann. Zuerst Corona, jetzt der Krieg in der Ukraine, Inflation und die Angst vor den steigenden Energiekosten…

Und für Eltern tun sich angesichts der steten Zunahme von Gewalt gegenüber Kindern noch mehr Abgründe auf. Was tue ich, wenn mein Kind Gewalt erlebt und ich bin nicht da? Was kann ich tun, um mein Kind zu schützen? Kann ich das überhaupt und wenn nicht, was soll ich dann tun?

Der Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Wiehl ist einer von vielen, der Kinder stark macht.

Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Wiehl

Gewaltprävention durch Sicher-Stark-Team

Wir von Sicher-Stark haben uns zum Ziel gesetzt, auf diese letzten Fragen einzugehen und zu zeigen, dass es Lösungen gibt. Lösungen, die wir mit den Eltern, Kindern, Erzieherinnen und Erziehern gemeinsam erreichen können. Denn, es stimmt, kein Elternteil der Welt kann immer und überall auf sein Kind aufpassen. Und das muss es auch nicht.

Denn, wenn wir es schaffen, unseren Kindern das richtige Handwerkszeug an die Hand zu geben, werden sie in gefährlichen Situationen von sich aus wissen, was zu tun ist und können entsprechend handeln. Es wird ihnen nicht nur Sicherheit geben, sondern auch ihr Selbstbewusstsein fördern und ihre Persönlichkeit reifen lassen.

Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder in Wiehl

Und deswegen bieten wir wieder einen Gewaltpräventionskurs an und zwar in Wiehl.

Am 17.01.2023 werden sich hier 20 Vorschulkinder mit unserem Sicherheitsexperten  treffen und mit verschiedenen Techniken von ihm lernen, wie sie gefährliche Situationen erkennen und dann entsprechend reagieren können.

Mithilfe von konfliktlösenden und realitätsbezogenen Rollenspielen, Stimm- und Schreitraining und einfachen Regeln im Umgang mit Fremden werden die Kinder spielerisch an dieses ernste Thema heran- und eingeführt.

Nicht nur Gewaltprävention, auch das Thema Mobbing wird nicht außen vor gelassen und für den absoluten Notfall gibt es auch einfache Techniken zur Selbstverteidigung.

Wo findet der Gewaltpräventionskurs für Vorschulkinder statt?

Der Veranstalter ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Rhein.-/Oberberg, Ohlerhammer 14, 51674 Wiehl. Zuständig für diese Veranstaltung ist Frau Kleese.

Auf unserer Website findest du weitere Informationen über unsere Gewaltpräventionskurse in den Kindertageseinrichtungen.

Gefahren im Netz: Die 10 besten Sicherheitstipps für Eltern

Das Sicher-Stark-Team setzt sich für die Sicherheit von Kindern beim Surfen im Internet ein und stellt Eltern die 10 besten Tipps für eine gefahrenfreie Nutzung von Online-Diensten vor. Wie kannst du als Elternteil Gefahren im Netz vorbeugen und dein Kind schützen?

Tipp 1: Passwort ändern, um Daten zu schützen

Ändere nach Router-Kauf sofort das Passwort und übernehme nicht das voreingestellte Passwort des Herstellers. Das Passwort sollte mindestens 16 Zeichen umfassen und aus Groß-Kleinbuchstaben und Sonderzeichen bestehen.

Mit diesem Passwortgenerator kannst du kostenlos sichere Passwörter erstellen lassen.

Tipp 2: Kein offenes Router-Netz verwenden für sensible Daten 

Auch wenn die Störerhaftung nicht mehr beim Anschlussbetreiber liegt, ist weiterhin Vorsicht geboten, wenn du unverschlüsselte Netze (WIFI) nutzt.

Wenn du dich in Reichweite eines ungesicherten Netzwerkes befindest, bist du in der Lage, dich etwa per Handy, Notebook oder Tablet damit zu verbinden. Der Internetzugang birgt die Gefahr, illegal Dateien herunterzuladen oder zu verbreiten. Das geschieht dann alles im Namen der unvorsichtigen Besitzerin oder des unvorsichtigen Besitzers und des Routers, dessen „Absender“ in Form der IP-Adresse zuzuordnen ist.

Im Prinzip ist das so, als würde jemand ohne Zustimmung der Anschlussnehmerin oder des Anschlussnehmers über dessen Leitung telefonieren. Damit aber nicht genug: Besteht im Netzwerk eine Ordnerfreigabe, sind möglicherweise private Fotos oder die Bilanzen/Steuererklärungen öffentlich verfügbar.

Sicherheitslücke kommt selten allein.

In ungesicherten oder „offenen“ WLANs sind die Einstellungen des Routers häufig im Auslieferungszustand belassen. Damit reichen die bekannten Standardpasswörter, um den Router neu zu konfigurieren und damit die*den nachlässige*n Besitzer*in auszusperren oder auszuspionieren. Deshalb immer sofort ein individuelles Passwort vergeben.

Wähle im Router die Art der Verschlüsselung und gib ein WLAN-Passwort ein.

Tipp 3: Gefahren im Netz vermeiden und Router schützen

Das Wichtigste ist die Verschlüsselung des Funknetzwerkes. Die neuen Router werden alle mit dem WPA2 Standard ausgeliefert. Solltest du noch einen älteren Router nutzen, der nur WPA besitzt, überlege dir, ob du für circa 50 Euro nicht lieber einen neuen Router mit höherem Sicherheitsstandard anschaffst. Besitzt der Router gar kein WPA, solltest du ihn entsorgen, denn eine Verschlüsselung nach veraltetem WEP-Standard ist unsicher. Es gibt einige Ratgeber im Netz, die die WPA-Fähigkeit deines Computers prüfen.

Tipp 4: Mache einen Netzwerk-Check gegen Gefahren im Netz

Nachdem du deinen Router richtig konfiguriert hast, überprüfe die Sicherheit oder
ruf Sicher-Stark an, die dir bei Sicherheitsproblemen auch helfen. Dann können Fachexpert*innen dir das Ergebnis zuschicken. LFD Niedersachsen kann dich hierbei auch unterstützen.

Tipp 5: Überprüfe die personenbezogene Sicherheit   

Falls das Netzwerk den Namen „Müller“ trägt und du weißt, dass die Mieter unter dir
oder deren Kind auf diesen Nachnamen reagieren, darfst du deine Nachbarn auf diesen Zustand aufmerksam machen. Besser ist es, anonyme Netzwerknamen wie z. B. „Wolke24“ im Router zu vergeben, die keine Rückschlüsse auf die Familie geben.

Tipp 6: Schlechte Verbindung in den Räumen beseitigen

Sollte dein Router eine schlechte Verbindungsqualität haben oder dich öfters mit deinen mobilen Geräten aus dem Netz werfen, lohnt sich in der Regel ein Kanalwechsel oder ein Verstärker (Switch). Du solltest immer einen Kanal wählen, der 3 Kanäle von den Nachbarn entfernt ist, nach oben oder nach unten, um keine Frequenzstörungen mit den Nachbarn zu erhalten. Sollte das nicht helfen, greife zu einfachen Verstärkern, die über das Stromnetz angeschlossen werden können.

Tipp 7: Bücher und DVDs von Sicher-Starkt-Team helfen gegen Gefahren im Netz

Auch Lern-DVDs und Bücher helfen, die Sicherheit zu erhöhen. Für Familien mit Kindern hat die Sicher-Stark-Initiative ein 3-teiliges DVD-Set entwickelt, was du direkt bestellen kannst.

Gefahren im Netz
Tipp 8: 77 kostenlose Sicherheitsprogramme 

Lade dir kostenlose Sicherheitsprogramme herunter, um deine Familien-IT zu über-
prüfen. Mit diesen Programmen erhöhst du den Schutz enorm. Du hilfst beim Schutz vor Schadsoftware auf Tablets, Smartphones, iPads und PCs.

Tipp 9: WLAN- Funkstörungen beseitigen

Nachdem du deinen Router richtig konfiguriert hast, überprüfe die Sicherheit oder
ruf Sicher-Stark an, die dir bei Sicherheitsproblemen gern helfen. Fachexpert*innen schicken dir das Ergebnis direkt zu. Auch hier kann LFD Niedersachsen zusätzlich unterstützen.

Tipp 10: Webinare und Kurse von der Sicher-Stark-Initiative helfen, die Sicherheit zu erhöhen 

Kläre deine Kinder frühzeitig auf oder lass sie an unseren Kinderwebinaren im Netz teilnehmen, damit sie lernen Gefahren im Netz zu erkennen und sich zu schützen.

Tag der Toleranz 2022: Wer sind die typischen Mobbingopfer in der Grundschule?

Jedes Jahr am 16. November erinnert die UNESCO an den internationalen Tag der Toleranz. Vor 27 Jahren haben die Mitgliedstaaten gemeinsam die Prinzipien der Toleranz ausgearbeitet und unterzeichnet. Damit sollte die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker unterstützt werden für mehr Akzeptanz und Frieden zwischen den Menschen. Jedes Jahr soll die Öffentlichkeit an die Gefahren der Intoleranz erinnert werden, damit Menschen einander offener, sensibler und bewusster begegnen.

Zu den unterzeichneten Prinzipien gehören unter anderem Respekt und Anerkennung von

  • jeglichen Ausdrucksformen des Menschseins,
  • der allgemeingültigen Menschenrechte,
  • der persönlichen Freiheit sowie
  • eigener und fremder Überzeugungen.

Die typischen Mobbingopfer

Toleranz und Mobbing in den Schulen: Wer sind die typischen Mobbingopfer?

Dass diese Prinzipien der Toleranz immer wieder verletzt werden, vor allem an den Schulen, ist leider traurige Realität. Tagtäglich werden in unseren Grundschulen Mobbingtaten begangen und häufig trifft es diejenigen, die wehrloser als andere erscheinen, sich nicht trauen und nicht für sich einstehen können.

Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt. Psychische Gewalt kann genauso gefährlich werden und weitreichende Schäden bei Kindern anrichten. Schüler, die gemobbt werden, werden systematisch und wiederholt angegriffen und somit von der Gruppe ausgegrenzt und isoliert. Mobbinghandlungen konzentrieren sich auf wenige Opfer oder auf eine Einzelperson. Wir erklären dir, wer zum typischen Mobbingopfer werden kann.

Das sind die typischen Mobbingopfer

Wenn wir an mögliche Mobbingopfer bei Kindern denken, dann erscheint uns wahrscheinlich im ersten Moment ein Bild von einem zurückhaltenden, ruhigen und zierlichen Kind mit wenig Selbstvertrauen, dem es schwerfällt, sich durchzusetzen und für sich einzustehen.

Tatsache ist jedoch, dass heutzutage jedes Kind Mobbingangriffen zum Opfer fallen kann, unabhängig davon, ob es schüchtern oder selbstbewusst ist. Vor allem durch einen systematischen, enormen Gruppendruck können auch selbstbewusste Kinder gemobbt werden.

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass vor allem solche Kinder zu Mobbingopfern werden, die sich wenig zutrauen, ihre Grenzen nicht kennen und deshalb Angst haben, sich zu wehren. Besonders gefährdet sind Kinder, die nicht wissen, wie und wo sie Unterstützung bekommen können, die sich nicht trauen, mit jemandem darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen.

Kinder stärken, damit sie nicht zu Mobbingopfern werden!

Das Sicher-Stark-Team, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern dabei zu helfen, als starke, selbstbewusste Persönlichkeiten heranzuwachsen. Die Organisation leistet seit Jahren präventive Arbeit gegen Mobbing und klärt Kinder, Eltern sowie pädagogische Fachkräfte auf, damit sich Kinder im schulischen Umfeld sicher und gewaltfrei entwickeln können.

Sicherheitstrainings vermitteln Kindern wichtige Kompetenzen, damit sie auf Mobbingattacken angemessen reagieren, sich wehren und rechtzeitig Unterstützung holen können. Gemeinsam mit hoch qualifizierten Sicher-Stark- Expert*innen lernen Kinder in den Präventionskursen durch praktische Übungen, wie sie ihre eigenen Grenzen erkennen, wahren und selbstsicher auftreten, damit sie nicht Opfer werden.

Die Sicher-Stark-Organisation gibt zahlreiche Tipps für Erzieher*innen, Grundschullehrer*innen und Eltern, wie sie Mobbing frühzeitig erkennen und dagegen handeln können, damit Kinder nicht zu Mobbingopfern werden.

Anzeichen für Kindesmissbrauch: Wie erkennst du ihn?

Sexueller Missbrauch gehört ohne Zweifel zu den schrecklichsten Dingen, die Kindern widerfahren können. Es kann jedem Kind in jedem Alter passieren, in nahezu jedem Umfeld, ob zu Hause, in der Schule, im Sportverein oder einfach auf dem Nachhauseweg und zu jeder Zeit. Und mit dem Schrecken und dem zwangsläufigen Traumata für das Kind legt sich sehr häufig auch ein leiser Schrecken auf die Angehörigen. Denn, warum habe ich nichts davon bemerkt? Wie konnte so etwas passieren? Und, hätte ich es nicht erahnen müssen? Auf diese Anzeichen für Kindesmissbrauch solltest du unbedingt achten.

Anzeichen fuer Kindesmissbrauch

Welche Anzeichen deuten auf einen Kindesmissbrauch hin?

Gerade diese letzte Frage ist besonders prekär, denn oft werden einem gerade im Nachhinein einige Anzeichen klar, von denen man denkt, dass sie einen doch fast darauf hätten stoßen müssen. Nur, im Nachhinein ist es leider zu spät. Und deswegen sind hier einige Warnzeichen, die ein Hinweis darauf sein können, ob Ihr Kind oder ein Ihnen bekanntes Kind betroffen ist.

  • Da wäre zum einen Furcht und Alpträume. Ein Kind, das sich auf einmal ängstlich zeigt, wo es sich vorher völlig normal verhalten hat oder nachts von Alpträumen geplagt wird, sollte uns aufmerksam und wachsam machen, um die Ursache dieser Schreckgespenster zu finden.
  • Dann ist da noch eine Reihe von anderen psychischen Symptomen. Zieht Ihr Kind sich immer mehr zurück, leidet es gar unter depressiven Verstimmungen oder einem übermäßigen Kontrollzwang? Oder wird es auf einmal aggressiv, seltsam gewaltbereit und antisozial, wo es vorher überhaupt nicht dazu geneigt hat? Auch dies können Anzeichen für sexuellen Missbrauch sein.
  • Ebenso wie Schmerzen. Wenn ein Kind auf einmal anfängt über Schmerzen zu klagen, wo es überhaupt keine körperlichen Hinweise darauf gibt, steckt da meistens eine verborgene psychische Belastung dahinter, beispielsweise Missbrauchserfahrungen.
  • Auch die Schule kann ein guter Hinweis sein. Kinder, die auf einmal Probleme im Bereich des Lernens oder des Schulbesuchs entwickeln, sollte man diesbezüglich  genauer beobachten.
  • Auch Kinder, die auf einmal wieder einnässen oder einkoten zeigen deutlich, dass etwas nicht stimmt und sollten deswegen das aufmerksame Beobachten ihres Umfelds auf sich ziehen.

Herausforderung bei der Identifikation von möglichen Anzeichen. Was ist zu tun?

Bei all diesen Hinweisen gilt es aber auch zu sagen, dass es keine eindeutigen Anzeichen, die bei jedem Kind, das Opfer von sexuellem Missbrauch geworden ist, auftritt. Jeder Mensch und jedes Kind ist anders und so reagiert auch jedes Kind anders auf sexuellen Missbrauch.

Sollten Sie Verdachtsmomente haben, ist es ratsam, erst einmal weiter zu beobachten und dann gegebenenfalls mit dem Kind zu sprechen, natürlich abhängig vom Alter und der Entwicklungsstufe. Auch sollte es schon im Vorhinein ein gewisses Vertrauensverhältnis zu dem Kind geben, denn vertrauten Menschen erzählt man eher von derartigen Dingen, als Fremden. Kennt man das Kind nicht genug, kann man auch Menschen ansprechen, die es gut kennen, wie den Eltern oder Geschwistern. Aber vor allem gilt es, die Augen und Ohren offenzuhalten, denn, wie die Dunkelziffer in diesem Bereich beweist, wird leider zu wenig als zu oft richtig hingeschaut oder hingehört.

Bei uns kannst du dich auch darüber informieren, wer die typischen Täter sind, die sexuellen Kindesmissbrauch begehen.

Das Sicher-Stark-Team leistet präventive Arbeit und schult Eltern, Kinder und Fachkräfte darin, sexuellen Kindesmissbrauch und Gewalttaten zu verhindern. Unsere Präventionskurse finden in den Kindergärten, Grundschulen sowie im privaten Umfeld statt. Hochqualifizierte Experten nehmen die Teilnehmer an die Hand, vermitteln wichtige Kompetenzen und machen unsere Kinder stark.

 

Sexueller Missbrauch von Kindern – Wer sind die Täter*innen?

Sexueller Missbrauch von Kindern ist eine schreckliche Sache und sehr oft wird der Fokus nur auf die Opfer gerichtet. Aber, wer sind die TäterInnen?

Laut der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs sind 75-90 % der Täter männlich und somit 10-25% weiblich, wobei sich die männlichen Täter eher Mädchen als Opfer aussuchen und die Täterinnen eher Jungen. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass es auch deshalb so wenig weibliche Täterinnen in der Statistik gibt, weil sexueller Missbrauch nach wie vor als „Männerdomäne“ gilt und Frauen nicht so leicht verdächtigt werden.

sexueller Missbrauch von Kindern, E-Bike im Wald

Sexueller Missbrauch von Kindern: Motive der Tater*innen

Die Motive für die Taten sind vielfältig. Internationalen Studien zufolge sticht besonders der Wunsch nach Macht und das Gefühl der Überlegenheit nach der Tat für die Täter*innen heraus. Bei manchen kommt zusätzlich noch ein sexuelles Interesse an dem Kind, sogenannte Pädosexualität hinzu. Andere wiederum sind selbst sexuell missbraucht worden und wollen so die Kontrolle zurückerobern. Die Annahme, dass alle Täter*innen psychisch krank seien, ist falsch und nimmt diesen zum Teil die Schuldfrage ab.

Wo findet Missbrauch statt?

Täter*innen findet man in allen Gesellschaftsschichten. Oft sind es die sogenannten „normalen“ Menschen mit einem durchschnittlichen Leben und unauffälligem Lebenswandel. Sie kommen zudem meist aus dem Umfeld des Opfers, sei es aus der Familie, dem Freundes- oder Bekanntenkreis oder auch Einrichtungen wie der Schule oder dem Sportverein. Ein großer Teil der Täter*innen befindet sich im direkten Familienkreis. So zeigte eine repräsentative Studie aus dem Jahr 2020, dass in 48 % der Fälle der eigene Vater, Stief- oder Pflegevater der Täter ist. Der Rest teilte sich u. a. in Brüder, Onkel oder Großväter, während in 10 % der Fälle die Mutter die Täterin war. Oft ist es so, dass die Mütter von dem Missbrauch wussten, aber nicht eingriffen oder ihn einfach duldeten. Nur 6 % der Täter*innen sind dem Opfer unbekannt.

Täter*innen und deren Vorgehen

Die meisten TäterInnen erschleichen sich das Vertrauen des Kindes mithilfe von emotionaler Zuwendung und/oder Geschenken. Bei Widerspruch greifen viele zu Manipulationen, indem sie dem Kind das Gefühl geben, dass es keine Wahl hätte oder sie sich sonst von ihm abwenden werden. In manchen Fällen wird auch zu grober Gewalt gegriffen. Gleichzeitig sind Kinder in einem gewissen Alter aber auch sehr neugierig und noch ziemlich unschuldig, Eigenschaften, die Täter*innen gerne für sich ausnutzen. Hier ist frühzeitige Aufklärung in Kita und Grundschule sehr wichtig.

Das Sicher-Stark-Team klärt Kinder und Bezugspersonen über präventive Maßnahmen zum Kindesmissbrauch auf. Mehr dazu kannst du in unserem Bericht „Wie können Eltern sexuellen Missbrauch vorbeugen?“ nachlesen.

Krieg in der Ukraine! Wie können wir unsere Kinder schützen?

Unsere Sicht auf die Sicherheit der Welt ist am 24.02.2022 zutiefst erschüttert worden. Denn seit diesem Datum herrscht Krieg. Und zwar nicht irgendwo auf dieser Welt, sondern hier in Europa, nur durch ein paar Länder von uns entfernt. Am 24.02. dieses Jahres hat Wladimir Putin, der russische Präsident, seine Armee in die Ukraine einmarschieren lassen und seitdem herrscht dort Krieg. Die Bilder verfolgen uns, sie sind überall. Bilder von zerstörten Städten, von Waffen und Panzern, Explosionen und Feuergefechten, von Leichen und flüchtenden Menschen. Dazu die permanenten Meldungen aus den Nachrichten, die Diskussionen im Fernsehen über Waffen und Waffenlieferungen und vor allem darüber, ob wir hier überhaupt noch sicher sind. Und all diese Meldungen, Bilder und Neuigkeiten treffen nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder. Es hat nicht nur unser Grundvertrauen erschüttert, sondern erschüttert auch das ihre. Aber, wie geht man als Eltern richtig mit seinen Kindern in einer solchen Situation um? Wie können wir unsere Kinder schützen?

Kinder schützen - Kind spielt im Herbstlaub

Unterschätze dein Kind nicht!

Zuerst einmal sollte man die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit von Kindern, niemals unterschätzen. Kinder sind oft erstaunlich gut darin, Dinge zu verpacken und zu verarbeiten, an denen wir Erwachsenen fast verzweifeln. Deshalb sollte man seine Kinder, auch was diesen Krieg angeht, nicht in Watte packen, sondern offen und ehrlich mit ihnen über diese Dinge sprechen. Schenke deinem Kind Zeiten, in denen es über die eigenen Ängste und Sorgen sprechen kann, nimm es, seine Gedanken und Gefühle ernst.

Ehrliche, aber positive Antworten

Gib ihm ehrliche, aber positive Antworten auf seine Fragen. Wenn es beispielsweise Angst davor hat, dass der Krieg hier nach Deutschland kommt, sag ihm ehrlich, dass man das nicht zu hundert Prozent ausschließen kann, dass es aber doch sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich ist. Lenke seinen Blick auf das, was die Welt dagegen tut und wie andere Länder den Geflüchteten Hilfe und Obdach geben.

Ein geregelter Tagesablauf

Versuche außerdem einen normalen Alltag mit festen Abläufen beizubehalten. Essen, Schlafen, in die Schule oder den Kindergarten gehen, gemeinsam lachen und spielen, all das sind Dinge, die deinem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität vermitteln, etwas, was sie mehr denn je brauchen. Animiere dein Kind zu Dingen, die ihm Spaß machen, wie sich mit Freunden zu treffen oder Hobbys nachzugehen. Denn wir alle wissen, dass es unmöglich ist, sich zu freuen und Spaß zu haben und gleichzeitig Angst zu empfinden. Und genauso funktioniert das auch bei Kindern.

Der Umgang mit den Medien

Und was das Internet, Fernsehen und andere Medien betrifft … Verbiete deinem Kind nicht den Umgang damit, aber achte darauf, dass es nicht zu viel und vor allem kindgerechte Informationen konsumiert. Gute, kindgerecht verpackte Informationen findest du beispielsweise bei LOGO https://www.zdf.de/kinder/logo und bei Neuneinhalb https://kinder.wdr.de/tv/neuneinhalb/index.html.

Und noch ein ganz wichtiger Punkt zum Abschluss: Sei auch ehrlich mit dir selbst! Es ist in Ordnung, wenn auch du manchmal Angst hast oder dir Sorgen machst. Versuche nicht, dies krampfhaft vor deinem Kind zu verbergen, sondern sei auch darin ehrlich, denn so fasst dein Kind noch mehr Vertrauen zu dir und lernt, dass es gute und richtige Möglichkeiten gibt, mit den eigenen Ängsten umzugehen.

Ganztagsschulkongress 2022 in Leipzig

„Zukunft Ganztag: Weiterdenken – Weiterentwickeln – Weitergehen“ – das Motto für den Ganztagsschulkongress

Die letzten Jahre haben Eltern, Kindern und auch Lehrern eine Menge abverlangt. Die Pandemie, Homeschooling und Homeoffice, der stets andauernde Prozess der Digitalisierung und die seit 2015 gewachsene Notwendigkeit der Integration von Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern, mit anderen Werten und Kulturen – all das brachte und bringt eine Menge Stress und auch Schwierigkeiten mit sich. Lösungen und Möglichkeiten im Hinblick auf diese aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sind unter anderem Thema im Ganztagsschulkongress 2022 in Leipzig.

Und deswegen findet der Ganztagsschulkongress in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft Ganztag: Weiterdenken – Weiterentwickeln – Weitergehen“ statt. Drei Tage lang, vom 09.11.2022 bis zum 11.11.2022, werden in Leipzig verschiedene Themen behandelt, mit dem Ziel, dass neue Ideen entstehen und gute Entwicklungen in Ganztagsschulen angestoßen werden.

Ganztagsschulkongress 2022

Agenda Ganztagsschulkongress

Vorträge mit Workshops werden sich abwechseln, in denen die verschiedenen neuen Wege auch praktisch erforscht und erfahrbar gemacht werden. Gleichzeitig dürfen die Teilnehmer*innen auch verschiedene Ganztagsschulen in der Umgebung besichtigen, um sich direkt vor Ort für eigene Schulen inspirieren zu lassen. Herausragende Themen werden Diversität und Inklusion sein, ebenso wie Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Genauso wie das Anwerben der richtigen Fachkräfte und Sponsoren. Eine genaue Aufzählung aller Themen, ebenso wie die genauen Tagespläne, Preise etc. finden sich auf der Seite www.ganztagsschulkongress2022.de.

Gesellschaftliche Herausforderungen auch bei Sicher-Stark-Team im Fokus

Die Sicher-Stark-Organisation ist eine der führenden Non-Profit-Organisationen auf dem Gebiet der Gewaltprävention in Familienzentren, Kitas, Kita plus, Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten und Grundschulen. Sie steht für moderne, zielgerichtete Kommunikation und hochkarätige Präventionsexperten. In Deutschland ist das Sicher-Stark-Team längst eine feste Größe, wenn es um anspruchsvolle Veranstaltungen zu dem sensiblen Bereich des Kinderschutzes geht. Mit pädagogisch und polizeilich hoch qualifizierten Expert*innen führt das Sicher-Stark-Team in ganz Deutschland Präventionskurse, Fachkräftefortbildungen, Webinare und Vorträge für Kinder durch und leistet somit seinen Beitrag zum Kinderschutz. Über 500.000 Kinder, Eltern und Fachkräfte haben bereits deutschlandweit an den Schulungen teilgenommen.

Wie können Eltern sexuellen Missbrauch vorbeugen?

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen lässt bei vielen Eltern die Frage aufkommen, wie sie derartigen Dingen vorbeugen können. Dazu hat die unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs Kerstin Claus einige konkrete Schritte veröffentlicht.

Wie können also Eltern sexuellen Missbrauch konkret vorbeugen?

Ein wichtiger Punkt in dieser Hinsicht ist es, dem eigenen Kind von klein auf die Selbstbestimmung über den eigenen Körper anzuerziehen. Dazu gehört, dass es lernt, seinen Körper so anzunehmen wie er ist, indem man mit Bestätigung begegnet. Gleichzeitig sollte man abfällige Bemerkungen über die Körper anderer vermeiden und auf einen respektvollen Umgang untereinander achten. Kinder lernen durch Beobachten und so ist es wichtig, dass die Eltern auch untereinander respektvoll miteinander umgehen. Außerdem ist es wichtig, dass das Kind sehr früh lernt, dass es sich nicht anfassen lassen muss, wenn es das nicht will, auch nicht von Verwandten, die es nur „nett meinen“.

sexuellen Missbrauch vorbeugen, Kind an der Hand

Sexuellen Missbrauch durch Aufklärung vorbeugen

Auch die sexuelle Bildung spielt eine wichtige Rolle. Gerade in der sexualisierten Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche heutzutage aufwachsen, ist es wichtig, dass sie von den eigenen Eltern und in der Schule aufgeklärt werden, damit sie sich in diesem Bereich ihres Lebens zurechtfinden. Gleichzeitig lernen die Kinder durch Aufklärung, dass es erwachsene Ansprechpartner gibt, an die sie sich wenden können, falls sie einmal in schwierige Situationen kommen oder Fragen haben.

Kinder sollten möglichst früh lernen, ihre eigenen Gedanken und Gefühle auszudrücken, auch oder gerade wenn diese anderen Wahrnehmungen widersprechen. Ein und dieselbe Situation kann bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Gedanken und Gefühle auslösen und gerade bei Kindern sollte man das Sprechen darüber fördern. Dies kann durch die aktive Wahrnehmung und auch Wertschätzung der Meinung des Kindes sein. Auch hier gilt, dass Kinder von ihren Eltern lernen und diese ihnen deswegen ein möglichst authentisches Verhalten vorleben sollten. Gerade im Bereich des Internets und der sozialen Medien ist es sehr wichtig, dass Kinder lernen, dass nicht alles, was ihnen andere Personen online erzählen, der Wahrheit entspricht. So kann sich das vermeintlich gleichaltrige Kind als Jugendlicher entpuppen oder auch das Mädchen als ein erwachsener Mann.

Gerade im Bereich von Missbrauch sollten Kinder lernen, dass es Erwachsene gibt, die Unrecht haben. Es besteht immer die Möglichkeit zum Widerspruch, allerdings gilt auch hier, dass Widerspruch ein Recht, aber keine Pflicht ist. Am Ende entscheidet das Kind, was es wie sagen möchte und was nicht.

Sexuellen Missbrauch vorbeugen: Vertrauen und Schuldfrage

Offenes Reden in der Familie fördert die Fähigkeit, auch schlechte Dinge erzählen zu können. Eltern sollten ihren Kindern beibringen, dass Unrecht immer Unrecht bleibt, ganz gleich, wer oder wie es begangen wurde. Und Geheimnisse, die Unrecht sind, darf man verraten.

Vertrauen ist der wichtigste Punkt. Ein Kind muss wissen, dass es den Eltern vertrauen kann. Gleichzeitig sollten diese dem Kind aber auch die Möglichkeit anderer Vertrauenspersonen, wie Verwandten oder auch Lehrkräften, vermitteln. Denn, wenn das Kind um die vielfältigen Personen weiß, mit denen es reden kann, ist es wahrscheinlicher, dass es sich einer im Notfall öffnet.

Auch die „Schuldfrage“ gilt es zu klären. Das missbrauchte Opfer ist nie schuld, auch wenn es sich in riskante Situationen oder durch ein bestimmtes Auftreten in Gefahr begeben hat.

Auch das Sicher-Stark-Team klärt auf

Zum Schluss ist es noch wichtig, Kinder über den sexuellen Missbrauch aufzuklären, so wie es das Sicher-Stark-Team schon seit vielen Jahren macht.  Dies kann man mit dem Einsetzen des Grundschulalters beginnen, aber man sollte darauf achten, nur Informationen an das Kind heranzutragen, die dieses auch verkraften kann. Jüngere Kinder sollte man nur dann über ein solches Thema informieren, wenn sie konkrete Fragen dazu haben.