„Kinder sicher und stark machen!“ – Fachkräftefortbildung des SICHER‑STARK‑TEAM erfolgreich in Kamp‑Lintfort abgeschlossen

Kamp‑Lintfort, 20. April 2026 – Mitarbeitende der Inklusiven Kindertagesstätte Alte Schule Hoerstgen e.V. in Kamp‑Lintfort haben erfolgreich an der Fachkräftefortbildung des SICHER‑STARK‑TEAM teilgenommen. Unter dem Titel „Kinder sicher und stark machen! Prävention von Gewalt, Mobbing und sexuellem Missbrauch“ wurden Fachkräfte umfassend für den sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt geschult.

Ziel der Fortbildung war es, die Teilnehmenden zu sensibilisieren, ihre Handlungssicherheit zu stärken und praxistaugliche Strategien für den Kita‑Alltag zu vermitteln. Die Fortbildung richtete sich an Erzieherinnen und Erzieher sowie pädagogische Fachkräfte der Inklusiven Kindertagesstätte Alte Schule Hoerstgen e.V. (Molkereistr. 22, 47475 Kamp‑Lintfort) und schloss mit einer Teilnahmebestätigung ab.

Inhalte und Schwerpunkte

  • Täterstrategien: Die Teilnehmenden erhielten fundierte Einblicke in typische Vorgehensweisen und Manipulationstechniken von Täterinnen und Tätern, um Übergriffe frühzeitig erkennen und verhindern zu können.
  • Erkennen von Anzeichen: Praktische Hinweise zur Beobachtung und Interpretation von Verhaltensänderungen bei Kindern wurden vermittelt, inklusive Unterscheidung zwischen altersgemäßen Verhaltensweisen und möglichen Hinweisen auf Gewalterfahrungen.
  • Gesprächsführung: Es wurden altersgerechte und kindzentrierte Gesprächsstrategien eingeübt, die es Fachkräften ermöglichen, sensibel auf Kinder einzugehen, die mögliche Übergriffe ansprechen oder Anzeichen zeigen.
  • Rechtliche Grundlagen: Die Fortbildung behandelte die relevanten rechtlichen Aspekte, Meldepflichten und Dokumentationsanforderungen, damit Fachkräfte ihre Verantwortung rechtssicher wahrnehmen können.
  • Möglichkeiten und Grenzen der Intervention: Teilnehmende lernten, wann und wie interveniert werden kann, welche professionellen Netzwerke und Unterstützungsangebote einzubinden sind und wo rechtliche/ethische Grenzen liegen.
  • Präventive Maßnahmen im Kita‑Alltag: Konkrete Präventionskonzepte und Maßnahmen zur Stärkung von Schutzfaktoren für Kinder wurden vorgestellt und auf die Alltagspraxis in der Kita übertragen.

Die Fachkräfteweiterbildung verzichtete auf reine Theorievermittlung und setzte auf praxisnahe, interaktive Methoden: Fallbeispiele, Rollenspiele, Gruppenarbeit sowie Reflexionsphasen ermöglichten die direkte Anwendung des Gelernten. So konnten die Teilnehmenden konkrete Handlungsanleitungen für verschiedene Alltagssituationen entwickeln und erproben.
Die Fortbildung wurde geleitet von Seminarleiter Ralf Schmitz. Die Kitaleitung, Frau von Baal, unterstützte die Veranstaltung organisatorisch und betonte die Bedeutung kontinuierlicher Fortbildung im Bereich Gewaltschutz und Prävention.

Bedeutung für die Kita und die Region. Die erfolgreiche Teilnahme stärkt die Schutzkompetenz der Inklusiven Kindertagesstätte Alte Schule Hoerstgen e.V. und trägt direkt zur Sicherheit und zum Wohlbefinden der betreuten Kinder bei. Durch die Vermittlung von präventiven Maßnahmen und rechtssicheren Handlungsanweisungen wird ein wichtiger Beitrag zur Schaffung eines sicheren Umfelds geleistet. Die Fortbildung ist Teil der fortlaufenden Qualitätsentwicklung in der Kita und setzt ein klares Zeichen für Prävention und Schutz in der Region Kamp‑Lintfort.

Frau von Baal, Leitung der Inklusiven Kindertagesstätte Alte Schule Hoerstgen e.V.: „Die Fortbildung war für unser Team ein wichtiger Schritt, um Kinder noch besser zu schützen. Die praxisnahen Inhalte und Übungen geben uns konkrete Werkzeuge an die Hand, um im Kita‑Alltag sicher und verantwortungsvoll zu handeln.“

Ralf Schmitz, Seminarleiter vom Sicher-Stark-Team: „Prävention beginnt im Alltag. Es ist entscheidend, dass Fachkräfte nicht nur theoretisches Wissen besitzen, sondern auch praktische Gesprächsführung und Handlungsschritte sicher anwenden können. Genau das haben wir in diesem Seminar trainiert.

Die Kita plant, das Thema Schutzkonzepte und Prävention regelmäßig in Teamfortbildungen zu verankern und die Zusammenarbeit mit lokalen Beratungsstellen und Fachstellen weiter auszubauen. Weitere Schulungen für unterschiedliche Mitarbeitendengruppen sind vorgesehen, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein fachübergreifendes Team aus der Pädagogik, der Psychologie und der IT zusammen mit ehemaligen Polizeikräften für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Fachkräfte-Weiterbildungen, Elterntrainings und Webinare an. Mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In der analogen wie in der digitalen Welt.
Mehr Informationen finden Sie unter: www.sicher-stark-team.de.

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
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(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
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Kinder stärken und schützen

Gewaltpräventionskurse in der Städtischen Kindertagesstätte Rubenstraße in Duisburg

Am 5. Mai 2026 finden in der Städtischen Kindertagesstätte Rubenstraße in Duisburg zwei Schnuppertageskurse zur Gewaltprävention statt. Die Kurse werden vom Sicher-Stark-Team durchgeführt und richten sich sowohl an Kinder als auch an deren Eltern.
In enger Zusammenarbeit mit der Kitaleitung, Violetta Seifert, werden an den beiden Tagen insgesamt zwei Kurseinheiten angeboten. Pro Kurs nehmen rund 20 Kinder teil, parallel dazu sind jeweils etwa 40 Eltern eingebunden. Ziel ist es, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen altersgerechte Strategien im Umgang mit Konflikten und herausfordernden Situationen zu vermitteln.

Im Mittelpunkt der Kurse stehen praxisnahe Methoden, die gezielt auf die Bedürfnisse von Kindern im Kitaalter abgestimmt sind. Spielerische Übungen und alltagsnahe Situationen helfen dabei, das Selbstbewusstsein der Kinder zu fördern und ihnen Sicherheit im eigenen Verhalten zu geben. Dabei lernen sie unter anderem, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und klar zu kommunizieren.
Ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung ist auch die Einbindung der Eltern. Sie erhalten Einblicke in die Inhalte der Kurse und erfahren, wie sie ihre Kinder im Alltag weiter stärken und begleiten können. Ziel ist es, Kinder nicht nur punktuell zu fördern, sondern ihnen langfristig Sicherheit und Handlungskompetenz mitzugeben.
Mit den Schnuppertageskursen setzt die Städtische Kindertagesstätte Rubenstraße gemeinsam mit dem Sicher-Stark-Team ein klares Zeichen für frühzeitige Prävention. Denn Kinder, die gestärkt werden, entwickeln mehr Selbstvertrauen und sind besser in der Lage, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

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Fünf Sätze, die Kinder stark für die Schule machen

Wie Sprache Selbstvertrauen, Resilienz und Sicherheit im Alltag prägt

Der Schulalltag stellt Kinder täglich vor neue Herausforderungen. Leistungsdruck, soziale Dynamiken, Konflikte auf dem Pausenhof oder Unsicherheiten im Unterricht gehören für viele zum Alltag. Während Erwachsene solche Situationen oft gut einordnen können, fehlen Kindern häufig noch die Strategien, mit diesen Anforderungen umzugehen.
Was dabei oft unterschätzt wird: Die Worte, die Kinder von ihren Bezugspersonen hören, prägen ihr Selbstbild nachhaltig. Sprache wirkt wie ein innerer Kompass. Sie beeinflusst, wie Kinder sich selbst sehen, wie sie mit Fehlern umgehen und ob sie sich Herausforderungen zutrauen. Gerade im Schulkontext kann dieser innere Dialog entscheidend sein. Kinder, die sich verstanden und unterstützt fühlen, gehen anders mit Druck und Konflikten um als Kinder, die vor allem Kritik oder Unsicherheit erleben.

Warum Worte mehr bewirken als Regeln

Eltern versuchen oft, ihre Kinder durch Regeln, Erklärungen oder gut gemeinte Ratschläge zu unterstützen. Doch in stressigen Situationen greifen Kinder selten auf komplexe Erklärungen zurück. Was jedoch bleibt, sind einfache, klare Botschaften – Sätze, die sich einprägen und innerlich abrufbar sind. Diese Sätze wirken wie mentale Anker. Sie geben Orientierung, wenn ein Kind unsicher ist, sich überfordert fühlt oder Angst hat, zu scheitern. Gleichzeitig vermitteln sie ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit: „Ich bin nicht allein. Ich kann das schaffen.“
Für die Präventionsarbeit ist genau das zentral. Kinder, die ein stabiles inneres Gefühl von Selbstwirksamkeit entwickeln, sind weniger anfällig für Überforderung, Rückzug oder problematische Verhaltensmuster.

Fünf Sätze, die Kinder im Schulalltag stärken

Es braucht keine langen Gespräche, um Kinder zu stärken. Oft sind es wenige, klare Botschaften, die langfristig wirken. Entscheidend ist, dass sie authentisch sind und regelmäßig im Alltag vorkommen.

  1. „Du darfst Fehler machen, denn daraus lernst du.“
    Fehler gehören zum Lernen dazu. Kinder, die das verinnerlichen, haben weniger Angst vor dem Scheitern und trauen sich eher, neue Dinge auszuprobieren.
  2. „Ich bin da, egal was passiert.
    Dieser Satz vermittelt Sicherheit und Verlässlichkeit. Kinder wissen: Auch wenn etwas schiefläuft, verlieren sie nicht die Unterstützung ihrer Bezugspersonen.
  3. „Du kannst das schaffen.“
    Zutrauen stärkt Selbstvertrauen. Wenn Kinder erleben, dass ihnen etwas zugetraut wird, entwickeln sie eher den Mut, Herausforderungen anzunehmen.
  4. „Was brauchst du gerade?“
    Diese Frage lenkt den Blick auf die eigenen Bedürfnisse. Kinder lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen und Unterstützung aktiv einzufordern.
  5. „Wir finden gemeinsam eine Lösung.“
    Probleme werden nicht allein gelassen, sondern gemeinsam bewältigt. Das stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern auch die Fähigkeit, konstruktiv mit Schwierigkeiten umzugehen.

Was diese Sätze im Inneren bewirken

Solche Aussagen sind mehr als bloße Worte. Sie formen den inneren Dialog eines Kindes. Aus äußeren Botschaften werden mit der Zeit innere Überzeugungen.
Ein Kind, das immer wieder hört, dass Fehler erlaubt sind, entwickelt eine andere Haltung zum Lernen. Es wird weniger von Angst gesteuert und ist offener für neue Erfahrungen. Ein Kind, das Verlässlichkeit erlebt, fühlt sich auch in herausfordernden Situationen sicherer. Diese innere Stabilität ist eine wichtige Grundlage für Resilienz. Sie hilft Kindern, Rückschläge zu verarbeiten, Konflikte zu bewältigen und sich nicht von äußeren Einflüssen verunsichern zu lassen.

Zwischen Leistungsdruck und Selbstwert

Schule ist heute für viele Kinder nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum, in dem sie sich ständig vergleichen. Noten, Bewertungen und soziale Dynamiken können Druck erzeugen. In diesem Umfeld wird die Rolle der Eltern noch wichtiger. Sie sind ein Gegenpol zu äußeren Erwartungen. Während Schule Leistung bewertet, können Eltern den Fokus auf Entwicklung, Anstrengung und Persönlichkeit legen. Das bedeutet nicht, Anforderungen zu senken oder Probleme zu ignorieren. Es bedeutet vielmehr, Kinder nicht auf ihre Leistung zu reduzieren. Ein Kind ist mehr als seine Note und genau diese Botschaft braucht es, um ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Prävention beginnt mit Beziehung

Für die Arbeit von Sicher-Stark zeigt sich darin ein zentraler Grundsatz: Schutz und Prävention beginnen nicht erst bei konkreten Gefahren, sondern in der Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern. Kinder, die sich gesehen und ernst genommen fühlen, entwickeln mehr Selbstvertrauen und ein besseres Gespür für sich selbst. Sie lernen, Grenzen wahrzunehmen, Bedürfnisse zu äußern und sich in schwierigen Situationen Hilfe zu holen. Diese Fähigkeiten sind entscheidend – nicht nur im Schulalltag, sondern auch im Umgang mit Konflikten, Gruppendruck oder unsicheren Situationen.
Kinder stark machen – durch Sprache.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein fachübergreifendes Team aus der Pädagogik, der Psychologie und der IT zusammen mit ehemaligen Polizeikräften für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Fachkräfte-Weiterbildungen, Elterntrainings und Webinare an. Mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In der analogen wie in der digitalen Welt.
Mehr Informationen finden Sie unter: www.sicher-stark-team.de.

Quelle: https://www.eltern.de/schulkind/saskia-niechzial–diese-3-saetze-machen-dein-kind-stark-fuer-die-schule-14070856.html

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Autorin: Daniela Schönwald