Gefahren im Netz: Die 10 besten Sicherheitstipps für Eltern

Das Sicher-Stark-Team setzt sich für die Sicherheit von Kindern beim Surfen im Internet ein und stellt Eltern die 10 besten Tipps für eine gefahrenfreie Nutzung von Online-Diensten vor. Wie kannst du als Elternteil Gefahren im Netz vorbeugen und dein Kind schützen?

Tipp 1: Passwort ändern, um Daten zu schützen

Ändere nach Router-Kauf sofort das Passwort und übernehme nicht das voreingestellte Passwort des Herstellers. Das Passwort sollte mindestens 16 Zeichen umfassen und aus Groß-Kleinbuchstaben und Sonderzeichen bestehen.

Mit diesem Passwortgenerator kannst du kostenlos sichere Passwörter erstellen lassen.

Tipp 2: Kein offenes Router-Netz verwenden für sensible Daten 

Auch wenn die Störerhaftung nicht mehr beim Anschlussbetreiber liegt, ist weiterhin Vorsicht geboten, wenn du unverschlüsselte Netze (WIFI) nutzt.

Wenn du dich in Reichweite eines ungesicherten Netzwerkes befindest, bist du in der Lage, dich etwa per Handy, Notebook oder Tablet damit zu verbinden. Der Internetzugang birgt die Gefahr, illegal Dateien herunterzuladen oder zu verbreiten. Das geschieht dann alles im Namen der unvorsichtigen Besitzerin oder des unvorsichtigen Besitzers und des Routers, dessen „Absender“ in Form der IP-Adresse zuzuordnen ist.

Im Prinzip ist das so, als würde jemand ohne Zustimmung der Anschlussnehmerin oder des Anschlussnehmers über dessen Leitung telefonieren. Damit aber nicht genug: Besteht im Netzwerk eine Ordnerfreigabe, sind möglicherweise private Fotos oder die Bilanzen/Steuererklärungen öffentlich verfügbar.

Sicherheitslücke kommt selten allein.

In ungesicherten oder „offenen“ WLANs sind die Einstellungen des Routers häufig im Auslieferungszustand belassen. Damit reichen die bekannten Standardpasswörter, um den Router neu zu konfigurieren und damit die*den nachlässige*n Besitzer*in auszusperren oder auszuspionieren. Deshalb immer sofort ein individuelles Passwort vergeben.

Wähle im Router die Art der Verschlüsselung und gib ein WLAN-Passwort ein.

Tipp 3: Gefahren im Netz vermeiden und Router schützen

Das Wichtigste ist die Verschlüsselung des Funknetzwerkes. Die neuen Router werden alle mit dem WPA2 Standard ausgeliefert. Solltest du noch einen älteren Router nutzen, der nur WPA besitzt, überlege dir, ob du für circa 50 Euro nicht lieber einen neuen Router mit höherem Sicherheitsstandard anschaffst. Besitzt der Router gar kein WPA, solltest du ihn entsorgen, denn eine Verschlüsselung nach veraltetem WEP-Standard ist unsicher. Es gibt einige Ratgeber im Netz, die die WPA-Fähigkeit deines Computers prüfen.

Tipp 4: Mache einen Netzwerk-Check gegen Gefahren im Netz

Nachdem du deinen Router richtig konfiguriert hast, überprüfe die Sicherheit oder
ruf Sicher-Stark an, die dir bei Sicherheitsproblemen auch helfen. Dann können Fachexpert*innen dir das Ergebnis zuschicken. LFD Niedersachsen kann dich hierbei auch unterstützen.

Tipp 5: Überprüfe die personenbezogene Sicherheit   

Falls das Netzwerk den Namen „Müller“ trägt und du weißt, dass die Mieter unter dir
oder deren Kind auf diesen Nachnamen reagieren, darfst du deine Nachbarn auf diesen Zustand aufmerksam machen. Besser ist es, anonyme Netzwerknamen wie z. B. „Wolke24“ im Router zu vergeben, die keine Rückschlüsse auf die Familie geben.

Tipp 6: Schlechte Verbindung in den Räumen beseitigen

Sollte dein Router eine schlechte Verbindungsqualität haben oder dich öfters mit deinen mobilen Geräten aus dem Netz werfen, lohnt sich in der Regel ein Kanalwechsel oder ein Verstärker (Switch). Du solltest immer einen Kanal wählen, der 3 Kanäle von den Nachbarn entfernt ist, nach oben oder nach unten, um keine Frequenzstörungen mit den Nachbarn zu erhalten. Sollte das nicht helfen, greife zu einfachen Verstärkern, die über das Stromnetz angeschlossen werden können.

Tipp 7: Bücher und DVDs von Sicher-Starkt-Team helfen gegen Gefahren im Netz

Auch Lern-DVDs und Bücher helfen, die Sicherheit zu erhöhen. Für Familien mit Kindern hat die Sicher-Stark-Initiative ein 3-teiliges DVD-Set entwickelt, was du direkt bestellen kannst.

Gefahren im Netz
Tipp 8: 77 kostenlose Sicherheitsprogramme 

Lade dir kostenlose Sicherheitsprogramme herunter, um deine Familien-IT zu über-
prüfen. Mit diesen Programmen erhöhst du den Schutz enorm. Du hilfst beim Schutz vor Schadsoftware auf Tablets, Smartphones, iPads und PCs.

Tipp 9: WLAN- Funkstörungen beseitigen

Nachdem du deinen Router richtig konfiguriert hast, überprüfe die Sicherheit oder
ruf Sicher-Stark an, die dir bei Sicherheitsproblemen gern helfen. Fachexpert*innen schicken dir das Ergebnis direkt zu. Auch hier kann LFD Niedersachsen zusätzlich unterstützen.

Tipp 10: Webinare und Kurse von der Sicher-Stark-Initiative helfen, die Sicherheit zu erhöhen 

Kläre deine Kinder frühzeitig auf oder lass sie an unseren Kinderwebinaren im Netz teilnehmen, damit sie lernen Gefahren im Netz zu erkennen und sich zu schützen.

Tag der Toleranz 2022: Wer sind die typischen Mobbingopfer in der Grundschule?

Jedes Jahr am 16. November erinnert die UNESCO an den internationalen Tag der Toleranz. Vor 27 Jahren haben die Mitgliedstaaten gemeinsam die Prinzipien der Toleranz ausgearbeitet und unterzeichnet. Damit sollte die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker unterstützt werden für mehr Akzeptanz und Frieden zwischen den Menschen. Jedes Jahr soll die Öffentlichkeit an die Gefahren der Intoleranz erinnert werden, damit Menschen einander offener, sensibler und bewusster begegnen.

Zu den unterzeichneten Prinzipien gehören unter anderem Respekt und Anerkennung von

  • jeglichen Ausdrucksformen des Menschseins,
  • der allgemeingültigen Menschenrechte,
  • der persönlichen Freiheit sowie
  • eigener und fremder Überzeugungen.

Die typischen Mobbingopfer

Toleranz und Mobbing in den Schulen: Wer sind die typischen Mobbingopfer?

Dass diese Prinzipien der Toleranz immer wieder verletzt werden, vor allem an den Schulen, ist leider traurige Realität. Tagtäglich werden in unseren Grundschulen Mobbingtaten begangen und häufig trifft es diejenigen, die wehrloser als andere erscheinen, sich nicht trauen und nicht für sich einstehen können.

Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt. Psychische Gewalt kann genauso gefährlich werden und weitreichende Schäden bei Kindern anrichten. Schüler, die gemobbt werden, werden systematisch und wiederholt angegriffen und somit von der Gruppe ausgegrenzt und isoliert. Mobbinghandlungen konzentrieren sich auf wenige Opfer oder auf eine Einzelperson. Wir erklären dir, wer zum typischen Mobbingopfer werden kann.

Das sind die typischen Mobbingopfer

Wenn wir an mögliche Mobbingopfer bei Kindern denken, dann erscheint uns wahrscheinlich im ersten Moment ein Bild von einem zurückhaltenden, ruhigen und zierlichen Kind mit wenig Selbstvertrauen, dem es schwerfällt, sich durchzusetzen und für sich einzustehen.

Tatsache ist jedoch, dass heutzutage jedes Kind Mobbingangriffen zum Opfer fallen kann, unabhängig davon, ob es schüchtern oder selbstbewusst ist. Vor allem durch einen systematischen, enormen Gruppendruck können auch selbstbewusste Kinder gemobbt werden.

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass vor allem solche Kinder zu Mobbingopfern werden, die sich wenig zutrauen, ihre Grenzen nicht kennen und deshalb Angst haben, sich zu wehren. Besonders gefährdet sind Kinder, die nicht wissen, wie und wo sie Unterstützung bekommen können, die sich nicht trauen, mit jemandem darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen.

Kinder stärken, damit sie nicht zu Mobbingopfern werden!

Das Sicher-Stark-Team, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern dabei zu helfen, als starke, selbstbewusste Persönlichkeiten heranzuwachsen. Die Organisation leistet seit Jahren präventive Arbeit gegen Mobbing und klärt Kinder, Eltern sowie pädagogische Fachkräfte auf, damit sich Kinder im schulischen Umfeld sicher und gewaltfrei entwickeln können.

Sicherheitstrainings vermitteln Kindern wichtige Kompetenzen, damit sie auf Mobbingattacken angemessen reagieren, sich wehren und rechtzeitig Unterstützung holen können. Gemeinsam mit hoch qualifizierten Sicher-Stark- Expert*innenlernen Kinder in den Präventionskursen durch praktische Übungen, wie sie ihre eigenen Grenzen erkennen, wahren und selbstsicher auftreten, damit sie nicht Opfer werden.

Die Sicher-Stark-Organisation gibt zahlreiche Tipps für Erzieher*innen, Grundschullehrer*innen und Eltern, wie sie Mobbing frühzeitig erkennen und dagegen handeln können, damit Kinder nicht zu Mobbingopfern werden.

Anzeichen für Kindesmissbrauch: Wie erkennst du ihn?

Sexueller Missbrauch gehört ohne Zweifel zu den schrecklichsten Dingen, die Kindern widerfahren können. Es kann jedem Kind in jedem Alter passieren, in nahezu jedem Umfeld, ob zu Hause, in der Schule, im Sportverein oder einfach auf dem Nachhauseweg und zu jeder Zeit. Und mit dem Schrecken und dem zwangsläufigen Traumata für das Kind legt sich sehr häufig auch ein leiser Schrecken auf die Angehörigen. Denn, warum habe ich nichts davon bemerkt? Wie konnte so etwas passieren? Und, hätte ich es nicht erahnen müssen? Auf diese Anzeichen für Kindesmissbrauch solltest du unbedingt achten.

Anzeichen fuer Kindesmissbrauch

Welche Anzeichen deuten auf einen Kindesmissbrauch hin?

Gerade diese letzte Frage ist besonders prekär, denn oft werden einem gerade im Nachhinein einige Anzeichen klar, von denen man denkt, dass sie einen doch fast darauf hätten stoßen müssen. Nur, im Nachhinein ist es leider zu spät. Und deswegen sind hier einige Warnzeichen, die ein Hinweis darauf sein können, ob Ihr Kind oder ein Ihnen bekanntes Kind betroffen ist.

  • Da wäre zum einen Furcht und Alpträume. Ein Kind, das sich auf einmal ängstlich zeigt, wo es sich vorher völlig normal verhalten hat oder nachts von Alpträumen geplagt wird, sollte uns aufmerksam und wachsam machen, um die Ursache dieser Schreckgespenster zu finden.
  • Dann ist da noch eine Reihe von anderen psychischen Symptomen. Zieht Ihr Kind sich immer mehr zurück, leidet es gar unter depressiven Verstimmungen oder einem übermäßigen Kontrollzwang? Oder wird es auf einmal aggressiv, seltsam gewaltbereit und antisozial, wo es vorher überhaupt nicht dazu geneigt hat? Auch dies können Anzeichen für sexuellen Missbrauch sein.
  • Ebenso wie Schmerzen. Wenn ein Kind auf einmal anfängt über Schmerzen zu klagen, wo es überhaupt keine körperlichen Hinweise darauf gibt, steckt da meistens eine verborgene psychische Belastung dahinter, beispielsweise Missbrauchserfahrungen.
  • Auch die Schule kann ein guter Hinweis sein. Kinder, die auf einmal Probleme im Bereich des Lernens oder des Schulbesuchs entwickeln, sollte man diesbezüglich  genauer beobachten.
  • Auch Kinder, die auf einmal wieder einnässen oder einkoten zeigen deutlich, dass etwas nicht stimmt und sollten deswegen das aufmerksame Beobachten ihres Umfelds auf sich ziehen.

Herausforderung bei der Identifikation von möglichen Anzeichen. Was ist zu tun?

Bei all diesen Hinweisen gilt es aber auch zu sagen, dass es keine eindeutigen Anzeichen, die bei jedem Kind, das Opfer von sexuellem Missbrauch geworden ist, auftritt. Jeder Mensch und jedes Kind ist anders und so reagiert auch jedes Kind anders auf sexuellen Missbrauch.

Sollten Sie Verdachtsmomente haben, ist es ratsam, erst einmal weiter zu beobachten und dann gegebenenfalls mit dem Kind zu sprechen, natürlich abhängig vom Alter und der Entwicklungsstufe. Auch sollte es schon im Vorhinein ein gewisses Vertrauensverhältnis zu dem Kind geben, denn vertrauten Menschen erzählt man eher von derartigen Dingen, als Fremden. Kennt man das Kind nicht genug, kann man auch Menschen ansprechen, die es gut kennen, wie den Eltern oder Geschwistern. Aber vor allem gilt es, die Augen und Ohren offenzuhalten, denn, wie die Dunkelziffer in diesem Bereich beweist, wird leider zu wenig als zu oft richtig hingeschaut oder hingehört.

Bei uns kannst du dich auch darüber informieren, wer die typischen Täter sind, die sexuellen Kindesmissbrauch begehen.

Das Sicher-Stark-Team leistet präventive Arbeit und schult Eltern, Kinder und Fachkräfte darin, sexuellen Kindesmissbrauch und Gewalttaten zu verhindern. Unsere Präventionskurse finden in den Kindergärten, Grundschulen sowie im privaten Umfeld statt. Hochqualifizierte Experten nehmen die Teilnehmer an die Hand, vermitteln wichtige Kompetenzen und machen unsere Kinder stark.

 

Sexueller Missbrauch von Kindern – Wer sind die Täter*innen?

Sexueller Missbrauch von Kindern ist eine schreckliche Sache und sehr oft wird der Fokus nur auf die Opfer gerichtet. Aber, wer sind die TäterInnen?

Laut der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs sind 75-90 % der Täter männlich und somit 10-25% weiblich, wobei sich die männlichen Täter eher Mädchen als Opfer aussuchen und die Täterinnen eher Jungen. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass es auch deshalb so wenig weibliche Täterinnen in der Statistik gibt, weil sexueller Missbrauch nach wie vor als „Männerdomäne“ gilt und Frauen nicht so leicht verdächtigt werden.

sexueller Missbrauch von Kindern, E-Bike im Wald

Sexueller Missbrauch von Kindern: Motive der Tater*innen

Die Motive für die Taten sind vielfältig. Internationalen Studien zufolge sticht besonders der Wunsch nach Macht und das Gefühl der Überlegenheit nach der Tat für die Täter*innen heraus. Bei manchen kommt zusätzlich noch ein sexuelles Interesse an dem Kind, sogenannte Pädosexualität hinzu. Andere wiederum sind selbst sexuell missbraucht worden und wollen so die Kontrolle zurückerobern. Die Annahme, dass alle Täter*innen psychisch krank seien, ist falsch und nimmt diesen zum Teil die Schuldfrage ab.

Wo findet Missbrauch statt?

Täter*innen findet man in allen Gesellschaftsschichten. Oft sind es die sogenannten „normalen“ Menschen mit einem durchschnittlichen Leben und unauffälligem Lebenswandel. Sie kommen zudem meist aus dem Umfeld des Opfers, sei es aus der Familie, dem Freundes- oder Bekanntenkreis oder auch Einrichtungen wie der Schule oder dem Sportverein. Ein großer Teil der Täter*innen befindet sich im direkten Familienkreis. So zeigte eine repräsentative Studie aus dem Jahr 2020, dass in 48 % der Fälle der eigene Vater, Stief- oder Pflegevater der Täter ist. Der Rest teilte sich u. a. in Brüder, Onkel oder Großväter, während in 10 % der Fälle die Mutter die Täterin war. Oft ist es so, dass die Mütter von dem Missbrauch wussten, aber nicht eingriffen oder ihn einfach duldeten. Nur 6 % der Täter*innen sind dem Opfer unbekannt.

Täter*innen und deren Vorgehen

Die meisten TäterInnen erschleichen sich das Vertrauen des Kindes mithilfe von emotionaler Zuwendung und/oder Geschenken. Bei Widerspruch greifen viele zu Manipulationen, indem sie dem Kind das Gefühl geben, dass es keine Wahl hätte oder sie sich sonst von ihm abwenden werden. In manchen Fällen wird auch zu grober Gewalt gegriffen. Gleichzeitig sind Kinder in einem gewissen Alter aber auch sehr neugierig und noch ziemlich unschuldig, Eigenschaften, die Täter*innen gerne für sich ausnutzen. Hier ist frühzeitige Aufklärung in Kita und Grundschule sehr wichtig.

Das Sicher-Stark-Team klärt Kinder und Bezugspersonen über präventive Maßnahmen zum Kindesmissbrauch auf. Mehr dazu kannst du in unserem Bericht „Wie können Eltern sexuellen Missbrauch vorbeugen?“ nachlesen.

Krieg in der Ukraine! Wie können wir unsere Kinder schützen?

Unsere Sicht auf die Sicherheit der Welt ist am 24.02.2022 zutiefst erschüttert worden. Denn seit diesem Datum herrscht Krieg. Und zwar nicht irgendwo auf dieser Welt, sondern hier in Europa, nur durch ein paar Länder von uns entfernt. Am 24.02. dieses Jahres hat Wladimir Putin, der russische Präsident, seine Armee in die Ukraine einmarschieren lassen und seitdem herrscht dort Krieg. Die Bilder verfolgen uns, sie sind überall. Bilder von zerstörten Städten, von Waffen und Panzern, Explosionen und Feuergefechten, von Leichen und flüchtenden Menschen. Dazu die permanenten Meldungen aus den Nachrichten, die Diskussionen im Fernsehen über Waffen und Waffenlieferungen und vor allem darüber, ob wir hier überhaupt noch sicher sind. Und all diese Meldungen, Bilder und Neuigkeiten treffen nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder. Es hat nicht nur unser Grundvertrauen erschüttert, sondern erschüttert auch das ihre. Aber, wie geht man als Eltern richtig mit seinen Kindern in einer solchen Situation um? Wie können wir unsere Kinder schützen?

Kinder schützen - Kind spielt im Herbstlaub

Unterschätze dein Kind nicht!

Zuerst einmal sollte man die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit von Kindern, niemals unterschätzen. Kinder sind oft erstaunlich gut darin, Dinge zu verpacken und zu verarbeiten, an denen wir Erwachsenen fast verzweifeln. Deshalb sollte man seine Kinder, auch was diesen Krieg angeht, nicht in Watte packen, sondern offen und ehrlich mit ihnen über diese Dinge sprechen. Schenke deinem Kind Zeiten, in denen es über die eigenen Ängste und Sorgen sprechen kann, nimm es, seine Gedanken und Gefühle ernst.

Ehrliche, aber positive Antworten

Gib ihm ehrliche, aber positive Antworten auf seine Fragen. Wenn es beispielsweise Angst davor hat, dass der Krieg hier nach Deutschland kommt, sag ihm ehrlich, dass man das nicht zu hundert Prozent ausschließen kann, dass es aber doch sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich ist. Lenke seinen Blick auf das, was die Welt dagegen tut und wie andere Länder den Geflüchteten Hilfe und Obdach geben.

Ein geregelter Tagesablauf

Versuche außerdem einen normalen Alltag mit festen Abläufen beizubehalten. Essen, Schlafen, in die Schule oder den Kindergarten gehen, gemeinsam lachen und spielen, all das sind Dinge, die deinem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität vermitteln, etwas, was sie mehr denn je brauchen. Animiere dein Kind zu Dingen, die ihm Spaß machen, wie sich mit Freunden zu treffen oder Hobbys nachzugehen. Denn wir alle wissen, dass es unmöglich ist, sich zu freuen und Spaß zu haben und gleichzeitig Angst zu empfinden. Und genauso funktioniert das auch bei Kindern.

Der Umgang mit den Medien

Und was das Internet, Fernsehen und andere Medien betrifft … Verbiete deinem Kind nicht den Umgang damit, aber achte darauf, dass es nicht zu viel und vor allem kindgerechte Informationen konsumiert. Gute, kindgerecht verpackte Informationen findest du beispielsweise bei LOGO https://www.zdf.de/kinder/logo und bei Neuneinhalb https://kinder.wdr.de/tv/neuneinhalb/index.html.

Und noch ein ganz wichtiger Punkt zum Abschluss: Sei auch ehrlich mit dir selbst! Es ist in Ordnung, wenn auch du manchmal Angst hast oder dir Sorgen machst. Versuche nicht, dies krampfhaft vor deinem Kind zu verbergen, sondern sei auch darin ehrlich, denn so fasst dein Kind noch mehr Vertrauen zu dir und lernt, dass es gute und richtige Möglichkeiten gibt, mit den eigenen Ängsten umzugehen.

Ganztagsschulkongress 2022 in Leipzig

„Zukunft Ganztag: Weiterdenken – Weiterentwickeln – Weitergehen“ – das Motto für den Ganztagsschulkongress

Die letzten Jahre haben Eltern, Kindern und auch Lehrern eine Menge abverlangt. Die Pandemie, Homeschooling und Homeoffice, der stets andauernde Prozess der Digitalisierung und die seit 2015 gewachsene Notwendigkeit der Integration von Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern, mit anderen Werten und Kulturen – all das brachte und bringt eine Menge Stress und auch Schwierigkeiten mit sich. Lösungen und Möglichkeiten im Hinblick auf diese aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen sind unter anderem Thema im Ganztagsschulkongress 2022 in Leipzig.

Und deswegen findet der Ganztagsschulkongress in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft Ganztag: Weiterdenken – Weiterentwickeln – Weitergehen“ statt. Drei Tage lang, vom 09.11.2022 bis zum 11.11.2022, werden in Leipzig verschiedene Themen behandelt, mit dem Ziel, dass neue Ideen entstehen und gute Entwicklungen in Ganztagsschulen angestoßen werden.

Ganztagsschulkongress 2022

Agenda Ganztagsschulkongress

Vorträge mit Workshops werden sich abwechseln, in denen die verschiedenen neuen Wege auch praktisch erforscht und erfahrbar gemacht werden. Gleichzeitig dürfen die Teilnehmer*innen auch verschiedene Ganztagsschulen in der Umgebung besichtigen, um sich direkt vor Ort für eigene Schulen inspirieren zu lassen. Herausragende Themen werden Diversität und Inklusion sein, ebenso wie Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Genauso wie das Anwerben der richtigen Fachkräfte und Sponsoren. Eine genaue Aufzählung aller Themen, ebenso wie die genauen Tagespläne, Preise etc. finden sich auf der Seite www.ganztagsschulkongress2022.de.

Gesellschaftliche Herausforderungen auch bei Sicher-Stark-Team im Fokus

Die Sicher-Stark-Organisation ist eine der führenden Non-Profit-Organisationen auf dem Gebiet der Gewaltprävention in Familienzentren, Kitas, Kita plus, Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten und Grundschulen. Sie steht für moderne, zielgerichtete Kommunikation und hochkarätige Präventionsexperten. In Deutschland ist das Sicher-Stark-Team längst eine feste Größe, wenn es um anspruchsvolle Veranstaltungen zu dem sensiblen Bereich des Kinderschutzes geht. Mit pädagogisch und polizeilich hoch qualifizierten Expert*innen führt das Sicher-Stark-Team in ganz Deutschland Präventionskurse, Fachkräftefortbildungen, Webinare und Vorträge für Kinder durch und leistet somit seinen Beitrag zum Kinderschutz. Über 500.000 Kinder, Eltern und Fachkräfte haben bereits deutschlandweit an den Schulungen teilgenommen.

Wie können Eltern sexuellen Missbrauch vorbeugen?

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen lässt bei vielen Eltern die Frage aufkommen, wie sie derartigen Dingen vorbeugen können. Dazu hat die unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs Kerstin Claus einige konkrete Schritte veröffentlicht.

Wie können also Eltern sexuellen Missbrauch konkret vorbeugen?

Ein wichtiger Punkt in dieser Hinsicht ist es, dem eigenen Kind von klein auf die Selbstbestimmung über den eigenen Körper anzuerziehen. Dazu gehört, dass es lernt, seinen Körper so anzunehmen wie er ist, indem man mit Bestätigung begegnet. Gleichzeitig sollte man abfällige Bemerkungen über die Körper anderer vermeiden und auf einen respektvollen Umgang untereinander achten. Kinder lernen durch Beobachten und so ist es wichtig, dass die Eltern auch untereinander respektvoll miteinander umgehen. Außerdem ist es wichtig, dass das Kind sehr früh lernt, dass es sich nicht anfassen lassen muss, wenn es das nicht will, auch nicht von Verwandten, die es nur „nett meinen“.

sexuellen Missbrauch vorbeugen, Kind an der Hand

Sexuellen Missbrauch durch Aufklärung vorbeugen

Auch die sexuelle Bildung spielt eine wichtige Rolle. Gerade in der sexualisierten Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche heutzutage aufwachsen, ist es wichtig, dass sie von den eigenen Eltern und in der Schule aufgeklärt werden, damit sie sich in diesem Bereich ihres Lebens zurechtfinden. Gleichzeitig lernen die Kinder durch Aufklärung, dass es erwachsene Ansprechpartner gibt, an die sie sich wenden können, falls sie einmal in schwierige Situationen kommen oder Fragen haben.

Kinder sollten möglichst früh lernen, ihre eigenen Gedanken und Gefühle auszudrücken, auch oder gerade wenn diese anderen Wahrnehmungen widersprechen. Ein und dieselbe Situation kann bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Gedanken und Gefühle auslösen und gerade bei Kindern sollte man das Sprechen darüber fördern. Dies kann durch die aktive Wahrnehmung und auch Wertschätzung der Meinung des Kindes sein. Auch hier gilt, dass Kinder von ihren Eltern lernen und diese ihnen deswegen ein möglichst authentisches Verhalten vorleben sollten. Gerade im Bereich des Internets und der sozialen Medien ist es sehr wichtig, dass Kinder lernen, dass nicht alles, was ihnen andere Personen online erzählen, der Wahrheit entspricht. So kann sich das vermeintlich gleichaltrige Kind als Jugendlicher entpuppen oder auch das Mädchen als ein erwachsener Mann.

Gerade im Bereich von Missbrauch sollten Kinder lernen, dass es Erwachsene gibt, die Unrecht haben. Es besteht immer die Möglichkeit zum Widerspruch, allerdings gilt auch hier, dass Widerspruch ein Recht, aber keine Pflicht ist. Am Ende entscheidet das Kind, was es wie sagen möchte und was nicht.

Sexuellen Missbrauch vorbeugen: Vertrauen und Schuldfrage

Offenes Reden in der Familie fördert die Fähigkeit, auch schlechte Dinge erzählen zu können. Eltern sollten ihren Kindern beibringen, dass Unrecht immer Unrecht bleibt, ganz gleich, wer oder wie es begangen wurde. Und Geheimnisse, die Unrecht sind, darf man verraten.

Vertrauen ist der wichtigste Punkt. Ein Kind muss wissen, dass es den Eltern vertrauen kann. Gleichzeitig sollten diese dem Kind aber auch die Möglichkeit anderer Vertrauenspersonen, wie Verwandten oder auch Lehrkräften, vermitteln. Denn, wenn das Kind um die vielfältigen Personen weiß, mit denen es reden kann, ist es wahrscheinlicher, dass es sich einer im Notfall öffnet.

Auch die „Schuldfrage“ gilt es zu klären. Das missbrauchte Opfer ist nie schuld, auch wenn es sich in riskante Situationen oder durch ein bestimmtes Auftreten in Gefahr begeben hat.

Auch das Sicher-Stark-Team klärt auf

Zum Schluss ist es noch wichtig, Kinder über den sexuellen Missbrauch aufzuklären, so wie es das Sicher-Stark-Team schon seit vielen Jahren macht.  Dies kann man mit dem Einsetzen des Grundschulalters beginnen, aber man sollte darauf achten, nur Informationen an das Kind heranzutragen, die dieses auch verkraften kann. Jüngere Kinder sollte man nur dann über ein solches Thema informieren, wenn sie konkrete Fragen dazu haben.

Wir schützen Ihre Kinder: Sicher-Stark-Kurse in 500 Städten

Wir schützen gemeinsam mit Ihnen Ihre Kinder

In den letzten Monaten sind wieder viele Sicher-Stark-Kurse durchgeführt worden. Die Sicher-Stark-Veranstaltungen wurden bereits in über 500 Städten umgesetzt und wöchentlich kommen neue Städte hinzu.

Schützen Sie auch Ihre Kinder frühzeitig, denn jedes Kind, das missbraucht wird, ist ein Kind zu viel.

Laut Bundeskriminalamt haben die Zahlen alarmierend zugenommen.

Wir schützen ihre Kinder

Gerade jetzt ist es wichtig, Kinder zu schützen, denn starke Kinder können sich wehren und werden nicht Opfer von Missbrauch und Gewalt!

Sollten auch Sie Ihr Kind schützen wollen, so besuchen Sie doch einfach unsere umfangreichen Kursangebote und buchen

Die hochqualifizierten Sicherheits-Experten-Teams sind sehr gefragt in Deutschland, so dass es zu Wartezeiten kommt. Buchen Sie schon jetzt einen der verfügbaren Termine für 2023 in unserem Reservierungssystem. Wir freuen uns auf Sie!

Unsere bundesweiten Präventionsberater*innen helfen Ihnen gerne unter unserer landesweiten Hotline-Nummer 0180-55501333* oder per E-Mail.

Unsere Initiative

Die Sicher-Stark-Organisation ist eine der führenden Non-Profit-Organisationen auf dem Gebiet der Gewaltprävention in Familienzentren, Kitas, Kita plus, Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten und Grundschulen und steht für moderne, zielgerichtete Kommunikation und hochkarätige Präventionsexperten. In Deutschland ist das Sicher-Stark-Team längst eine feste Größe, wenn es um anspruchsvolle Veranstaltungen zu dem sensiblen Bereich des Kinderschutzes geht. Mit pädagogisch und polizeilich hoch qualifizierten Experten führt das Sicher-Stark-Team in ganz Deutschland Präventionskurse, Fachkräftefortbildungen, Webinare sowie Vorträge für Kinder durch und leistet somit seinen Beitrag zum Kinderschutz. Über 500.000 Kinder, Eltern und Fachkräfte konnten bereits deutschlandweit geschult werden.

Sicherheit auf dem Schulweg

Ist der „böse Fremde“ wirklich immer böse und immer fremd?

Es geht auf den Herbst zu. Die Tage werden kürzer und selbst wenn die Sonne scheint, regnet es oder es ist verhangen. Eine zuweilen sehr unangenehme, kalte Zeit, in der man sich am liebsten mit Kuscheldecke und einer Tasse heißen Tee in der eigenen Wohnung vergraben möchte. Aber das geht natürlich nicht.

Eltern müssen arbeiten, Kinder müssen zur Schule. Und genau hier liegt bei vielen Eltern die Angst: Mein Kind, das vielleicht gerade in diesem Jahr erst in die Schule gekommen ist, soll ich jetzt alleine da rausgehen lassen? In diese Welt, auf einen Weg, den ich nicht mehr kontrollieren kann? Was ist, wenn ihm was passiert? Und was ist, wenn ich nicht rechtzeitig da bin, um zu helfen? Was ist, wenn …? Fragen über Fragen, Ängste über Ängste türmen sich vor den Eltern auf und zurück bleiben nur riesige Fragezeichen. Aber auch auf diese Fragezeichen gibt es Antworten. Was brauchen Kinder für mehr Sicherheit auf dem Schulweg?

Sicherheit auf dem Schulweg

Sicherheit auf dem Schulweg

Tipps vom Sicher-Stark-Team zur Sicherheit auf dem Schulweg

Ja, es stimmt, die eigenen Kinder nach und nach loszulassen und in die Welt da draußen zu entlassen, kostet Kraft und auch Nerven, aber dafür ist es umso wichtiger. Denn nur so lernen Kinder, sich auch in unsicheren Situationen zurechtzufinden und richtig und gut damit umzugehen. Aber gleichzeitig stimmt es natürlich auch, dass wir Menschen leider nicht mit der Fähigkeit, immer alles richtig zu machen, auf die Welt kommen. Nein, wir brauchen andere Menschen, die uns helfen. Und ganz besonders Kinder brauchen in solchen Situationen ihre Eltern, die ihnen sagen und zeigen, wie sie sich in schwierigen Situationen richtig verhalten können. Dass sie ihre eigenen Grenzen kennen und verteidigen sollten – eine Kompetenz, die Kindern Orientierung und Sicherheit gibt. Deswegen gibt es vom Sicher-Stark-Team viele Tipps, wie man sein Kind richtig auf die Gefahren der Welt da draußen vorbereiten kann. Auch Sicherheitskurse sind hier sehr hilfreich.

  • Der „böse Fremde“ ist nicht immer böse und fremd.

Sicher, es steckt schon was hinter dem bösen, unheimlichen Fremden, der sich an Kinder heranmachen will. Aber leider stimmt dieses Klischee sehr oft nicht. Missbrauch findet häufig im engen Bekannten-, Freundes- und auch Familienkreis statt und so ist es durchaus möglich, dass das Kind den „Fremden“ doch kennt. Und auch das Wort „böse“ trifft es sehr oft nicht, denn, wie man es selbst ja auch schon erlebt, tarnt sich das Böse gerne als etwas Gutes und auch Nettes. Geben Sie Ihrem Kind deswegen besser klare Leitsätze an die Hand, wie z. B. „Ich fahreund gehe mit niemandem mit und ich gehe in keine anderen Wohnungen“ oder sie vereinbaren ein Familienpasswort.

  • Das Wort „Nein“ ist wichtig.

Geben Sie Ihrem Kind die Erlaubnis „Nein“ zu sagen. Und zwar nicht nur gegenüber Fremden, sondern gerade auch im engsten Familienkreis, beispielsweise, wenn die liebe Tante vorbeikommt, die das Kind immer abknutschen will. Denn, wenn ein Kind lernt, dass sein „Nein“ ein „Nein“ ist, stärkt dies das Selbstbewusstsein und lässt es auch in Gefahrensituationen instinktiv das Richtige tun.

  • „Mein Körper gehört mir, es ist nicht meine Schuld, ich darf mir Hilfe holen.“

Kinder brauchen klare Worte, an die sie sich halten können. Und deswegen gilt auch hier, vermitteln sie Ihrem Kind, dass es über sich selbst bestimmen darf. Dass es nicht feige ist, wegzurennen, wenn es ein ungutes Gefühl hat. Dass es sich keine Schuld geben muss, wenn ihm was passiert, was ihm unangenehm ist. Und dass es sich vor allem auch Hilfe holen darf. Seien Sie offen und ehrlich mit Ihrem Kind, nehmen Sie es ernst und es wird sich in entscheidenden Situationen auch an Sie wenden, weil es weiß, dass es Ihnen vertrauen kann.

  • „Ich muss gar nichts.“

Kinder sind nicht verpflichtet, Erwachsenen zu helfen, wenn diese sie nach dem Weg fragen oder ähnliches. Und Auskunft über ihre eigene Adresse, Schule etc. sollte sowieso tabu sein.

Eine letzte Empfehlung für die Sicherheit auf dem Schulweg

Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihrem Kind das alles richtig vermitteln können, suchen Sie sich Hilfe. Es gibt viele Kurse, auch hier von Sicher-Stark, in denen Ihren Kindern auf altersgerechte Weise und trotz allem mit viel Spaß vermittelt wird, wo ihre Grenzen sind und wie sie diese auch verteidigen können. Gute Kurse erkennen Sie an diesen Qualitätsmerkmalen und daran, dass dort hauptberufliche Fachleute, wie beispielsweise PolizistInnen, PsychologInnen, PädagogInnen etc. mit den Kindern und Eltern zusammenarbeiten, um Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit zu stärken.  Körperliche Abwehrtechniken sind auch ganz wichtig zu erlernen. Zudem sollten auch Sie als Eltern in das Geschehen miteingebunden werden, denn damit Ihr Kind zu einer starken Persönlichkeit wird, braucht es vor allem Sie als Coach.

Deutscher Kindertag 2022: Was wird für den Kinderschutz getan?

Heute, am 20. September, feiert Deutschland den deutschen Kindertag. Es darf wieder getobt, gespielt und getanzt werden, denn an diesem Tag stehen in Deutschland die Kinder im Mittelpunkt. In vielen Großstädten werden wieder zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen organisiert, um auf Themen wie Kinderschutz und Kinderrechte aufmerksam zu machen. Was wird in Europa und in Deutschland für den Kinderschutz getan?

Deutscher Kindertag 2022: Kinderschutz auf EU-Ebene

Eine wichtige Arbeit für den Kinderschutz leisten weltweit, in Europa und in unserem Land Staatsorgane sowie soziale Organisationen und Initiativen, die sich tagtäglich für starke Kinder und für Gerechtigkeit einsetzen. Wir haben darüber berichtet, dass die EU-Kommission am 11. Mai 2022 eine neue EU-Strategie zum Schutz und Stärkung von Kindern in der Online-Welt präsentierte. Dazu gehörte auch der Vorschlag über neue Rechtsvorschriften zum Schutz der Kinder vor sexuellem Missbrauch. Die vorgeschlagenen Rechtsvorschriften würden dazu beitragen, dass der Technologiesektor mehr Verantwortung übernimmt und die vorhandenen Mittel nutzt, um die Ausbeutung von Kindern im Netz zu bekämpfen.

Im Zuge dessen entstand eine wichtige Kampagne www.kindersicherheitineuropa.com, um diesen Vorschlag europaweit zu unterstützen und den EU-Gremien zu signalisieren, dass die vorgeschlagenen Rechtsvorschriften wichtig und notwendig sind und die Menschen darauf warten, dass die Gesetzgeber handeln. Die Kampagne ruft Internetnutzer*innen dazu auf, folgenden Hashtag in den sozialen Medien zu verwenden und somit auf das Thema in der Online-Welt aufmerksam zu machen: #OnlineSicherheitFürKinderJetzt“.

Deutscher Kindertag 2022

Deutscher Kindertag 2022

Kinderschutz in Deutschland

In Deutschland gibt es neben dem Jugendamt und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe gemeinnützige Kinderschutz-Organisationen, die durch Sponsoring und ehrenamtlichen Einsatz vieler Unterstützer*innen für mehr soziale Sicherheit der Kinder kämpfen, präventive Maßnahmen ergreifen, die Kinder vor Gewalt und Kindesmisshandlung schützen und kompetenten Umgang mit Medien vermitteln. Dazu gehörten zum Beispiel der Kinderschutzbund, die Kinderschutzzentren, die junge gemeinnützige Initiative SCHAU HIN! und viele andere Organisationen, die eine wertvolle Arbeit für unsere Kinder machen.

Auch das Sicher-Stark-Team als Non-Profit-Organisation macht Kinder sicher und stark. Mit seinem Programm leistet es präventive Arbeit mit dem Ziel, Kinder vor Gewalt, Mobbing, Entführung, Internetgefahren und Missbrauch zu schützen. Für ihr Angebot setzt die Sicher-Stark-Initiative bei der frühzeitigen Stärkung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der Kinder an, um ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern. All das fängt zu Hause, im privaten Umfeld, in der Kita und in der Schule an. Deshalb unterstützen genau an dieser Stelle hoch qualifizierte, pädagogisch und polizeilich ausgebildete Expert*innen aus dem Sicher-Star-Team und schulen präventiv Fachkräfte, Eltern und Kinder in ihrem gewohnten Umfeld. Dafür werden praktische Übungen und theoretische Wissensvermittlung eingesetzt. Um all das zu ermöglichen, unterstützen außerdem über 250 ehrenamtliche Mitarbeitende bei der Umsetzung des Projekts mit.

Zum Angebot von Sicher-Stark-Team zählen zahlreiche deutschlandweit stattfindende Kurse, Vorträge, Fachkräftefortbildung und Einzelcoaching in Kindereinrichtungen, Familienzentren, Schulen und im privaten Wohnumfeld. Die Bundesgeschäftsstelle bietet außerdem Webinare, Broschüren, Eltern- und Kinder-DVDs und Online-Ratgeber im eigenen Online-Shop an. Themenschwerpunkte sind präventive Maßnahmen gegen Mobbing und sexuellen Kindesmissbrauch sowie Internetsicherheit. Sponsoren und  Unterstützer*innen sind immer herzlich willkommen und können über das Kontaktformular an die zuständige Abteilung weitergeleitet werden.