Safer Internet Day 2026: Stärke und Schutz für Kinder im digitalen Alltag

Der Safer Internet Day am 10. Februar 2026 nimmt die Chancen und Risiken des digitalen Lebens in den Blick und rückt die Förderung von Medienkompetenz in den Fokus. Kinder wachsen heute in einer Welt auf, in der digitale und reale Erfahrungen eng miteinander verbunden sind. Eltern und pädagogische Fachkräfte begleiten sie dabei und bieten zugleich einen verlässlichen Schutzraum. Für sicher und stark ist dieser Tag ein Anlass, Familien und Fachkräfte mit konkreten, alltagstauglichen Impulsen zu unterstützen –, denn Kinder brauchen im digitalen Raum nicht nur technische Hinweise, sondern vor allem Vertrauen, Orientierung und klare Begleitung.

Digitale Kompetenzen als Basis für selbstbewusste und geschützte Kinder

Medienkompetenz zu erlangen bedeutet nicht nur „wissen, wie ein Gerät funktioniert“, sondern sie bedeutet, dass Kinder lernen:

  • Informationen kritisch einzuordnen,
  • eigene Grenzen zu setzen,
  • Risiken zu erkennen und
  • sich sicher und selbstbewusst im Netz zu bewegen.

1) Dialog statt Kontrolle: Gespräche über digitale Welt kultivieren

Ein häufiger Wunsch vieler Eltern ist es, Kinder vor Gefahren zu bewahren. Gleichzeitig kann reine Kontrolle jedoch dazu führen, dass Kinder digitale Räume eher verstecken, als sie gemeinsam zu gestalten. Offene und regelmäßige Gespräche sind hier der Schlüssel, um Vertrauen zu wachsen zu lassen.
Konkrete Idee: Macht wöchentliche Mediengesprächen zu eurem kleinen Ritual: zehn Minuten, um gemeinsam über alles zu sprechen, was online passiert ist.

  • Was fand dein Kind online interessant oder lustig?
  • Gab es etwas, das seltsam oder beunruhigend wirkte?
  • Welche Fragen tauchen auf, und wie kann man gemeinsam Antworten finden?

So entsteht Medienkompetenz im Dialog und nicht als eine von oben diktierte Vorschrift.

2) Gemeinsames Erkunden: Medien nicht nur als Risiko, sondern als Lernraum sehen

Das Internet kann ein Ort zum Lernen, Ausprobieren und kreativ werden sein. Kinder sollten daher nicht nur vor Gefahren gewarnt werden, sondern begleitet entdecken, wie digitale Angebote funktionieren.
Praxis-Tipp: Sitzt gemeinsam mit älteren Kindern an einem Rechner oder Tablet und schaut euch eine neue App, ein Spiel oder einen Video-Kanal an. Stellt Fragen wie:

  • Was gefällt dir an dieser Seite?
  • Welche Informationen sind dort ernst gemeint, und was ist nur Unterhaltung?
  • Wie erkennst du, ob eine Quelle glaubwürdig ist

Durch gemeinsames Erkunden lernen Kinder immer besser, Inhalte selbst einzuschätzen.

Wie können Fake News überprüft werden?

3) Technische Schutz- und Hilfsmittel sinnvoll nutzen

Technische Tools wie Kindersicherungen, Jugendschutz-Einstellungen oder Bildschirmzeit-Limits können den Alltag erleichtern — sie ersetzen aber nicht den dialogischen Blick.
Umsetzungstipps:

  • Legt gemeinsam mit euren Kindern Bildschirmzeit-Regeln fest, die sowohl ihre Bedürfnisse als auch Eltern-Sorgen berücksichtigen.
  • Nutzt Geräte- und App-Einstellungen sinnvoll: z. B. Privatsphäre-Einstellungen, Suchfilter oder Familiensicherungen.
  • Erklärt, warum diese Einstellungen da sind — so wird der Schutz nicht als „Verbot“, sondern als Verantwortungs-Tool verstanden.

Technik kann unterstützen, wenn sie gemeinsam ausgewählt und erklärt wird, statt nur als einseitige Barriere zu fungieren.

4) Regeln gemeinsam aufstellen: Beteiligung stärkt Selbstverantwortung

Kinder und Jugendliche nehmen Regeln besser an, wenn sie an deren Formulierung beteiligt werden. Setzt euch zusammen und entwickelt einen „Familien-Medienkodex“:
Beispiele für solche Regeln:

  • „Wir posten nichts, was jemand anderen verletzen könnte.“
  • „Private Daten gehören nicht in öffentliche Chats.“
  • „Wenn etwas online komisch oder schwer zu verstehen ist, fragen wir und wenden uns an die Eltern.“

Das gemeinsame Festlegen von Regeln fördert Verantwortungsgefühl und stärkt die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.

5) Diese Themen sollten Kinder im digitalen Alltag kennen

a) Fake News und Täuschung
Erklärt euren Kindern, wie Bilder und Nachrichten manipuliert sein können. Zeigt Beispiele und fragt: „Was wirkt echt? Worauf muss man achten?“
b) Umgang mit KI-Bots und Chats
Sprecht darüber, was KI leisten kann und wo Vorsicht nötig ist, besonders bei emotional wirkenden Antworten und beim Teilen persönlicher Informationen.
c) Cybermobbing erkennen und intervenieren
Kinder sollten wissen, wie sie Anzeichen von Mobbing online erkennen und wie sie sich und andere unterstützen können (z. B. durch Ermutigung, Screenshots machen und Hilfe holen).

6) Positive Mediennutzung fördern, anstatt nur Risiken benennen

Medienkompetenz heißt auch, Kinder zu befähigen, Medien bewusst und sinnvoll zu nutzen:
Kreative Projekte: Kinder können z. B. ein eigenes kurzes Video drehen, einen Blog schreiben oder ein digitales Storytelling gestalten. Recherchieren lernen: Gemeinsam sucht ihr Informationen zu einem Thema, vergleicht Quellen und bewertet deren Qualität.
So wird Medienkompetenz zum Werkzeug für Gestaltung und nicht nur für Vermeidung.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

Quellen: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/medienkompetenz/?utm_source

https://www.familienportal.nrw/de/10-bis-16-jahre/gesundheit-kind/sicher-surfen?utm_source

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Autorin: Daniela Schönwald

Warum moderne Erziehung mehr bedeutet als Regeln oder grenzenlose Freiheit

Eltern stehen heute vor einer Herausforderung: Einerseits möchten sie ihre Kinder liebevoll begleiten, sensibel auf Bedürfnisse eingehen und starke Beziehungen aufbauen. Andererseits sollen Grenzen gesetzt, Regeln vermittelt und soziale Normen eingeübt werden. Viele nutzen den Begriff „bedürfnisorientierte Erziehung“. Doch was bedeutet das wirklich? Und wie lässt sich dieser Ansatz mit dem Bedürfnis nach Sicherheit, Orientierung und klarer Struktur verbinden, ohne in Beliebigkeit zu verfallen?
Bedürfnisorientierte Erziehung wird oft missverstanden als „Kinder dürfen alles“ oder „alles wird akzeptiert, Hauptsache das Kind fühlt sich gut“. Doch genau das ist damit nicht gemeint und genau hier liegt die Gefahr, die Eltern oft verunsichert. Bedürfnisorientierung bedeutet nicht grenzenlose Freiheit, sondern achtsame Führung: verstanden als ein Erziehungsstil, der Bedürfnisse wahrnimmt, kommuniziert und mit klaren, altersgerechten Strukturen ergänzt.

Was bedeutet „bedürfnisorientiert“ wirklich?

Der Kern dieses Ansatzes ist einfach, aber tief: Kinder haben Gefühle, Wünsche, Unsicherheiten und diese haben Bedeutung. Bedürfnisorientierte Erziehung besagt, dass Eltern diese Gefühle nicht ignorieren, belächeln oder sofort bestrafen, sondern sie wahrnehmen, benennen und mit dem Kind gemeinsam betrachten.
Das bedeutet etwa:
· Zuhören statt sofort reagieren
· Wahrnehmen statt abwerten
· Erklären statt bestrafen
Das Ziel ist nicht, Kinder in das Chaos zu entlassen, sondern ihnen zu helfen, ihre innere Welt zu verstehen und in äußere Regeln einzuordnen.
Der renommierte Erziehungswissenschaftler Jesper Juul beschreibt das treffend: In einer bedürfnisorientierten Beziehung gehe es darum, Beziehungsqualität herzustellen, nicht um reine Bedürfnisbefriedigung.

Bedürfnisorientiert heißt nicht: „Kinder dürfen alles.“

Ein zentraler Irrtum ist die Annahme, dass Bedürfnisorientierung bedeutet, Kindern alles zu erlauben. Ganz ohne Grenzen, Regeln oder Konsequenzen. Diese Sicht greift jedoch zu kurz. Bedürfnisse sind ein Ausgangspunkt, nicht aber das Ende der Erziehung.
Grenzen sind nicht per se „unerfüllte Bedürfnisse“. Sie sind vielmehr ein notwendiger Bestandteil von Sicherheit und Entwicklung, den Kinder für ihre Orientierung brauchen.
Kinder brauchen:
· Struktur und Verlässlichkeit
· Konsistente Regeln
· Klare Grenzen, die erklären statt verbieten
· Konsequente, aber liebevolle Begleitung
Kinder ohne klare Grenzen werden nicht „freier“ oder „stärker“. Sie erleben vielmehr Unsicherheit: Was ist erlaubt? Was nicht? Was passiert, wenn ich das nicht einhalte?
Bedürfnisorientierung bedeutet daher: Ich nehme die Gefühle und Wahrnehmungen meines Kindes ernst, aber ich begleite es gleichzeitig mit klaren Regeln und einer sicheren Struktur.

Wie setze ich Grenzen, ohne die Bedürfnisse zu ignorieren?

1. Grundbedürfnisse zuerst verstehen
Kinder haben grundlegende Bedürfnisse nach Nähe, Stabilität, Anerkennung und Sicherheit. Wenn ein Kind wütend reagiert, ist nicht primär das Verhalten das Problem, sondern das unerfüllte Gefühl dahinter. Eltern können versuchen, zuerst zu verstehen, bevor sie reagieren.
Beispiel: „Es sieht so aus, als wärst du enttäuscht, weil … Magst du mir erzählen, was du fühlst?“

2. Regeln erklären statt „durchzusetzen“
Kinder verstehen besser, wenn sie den Sinn hinter Regeln erkennen. Ein schlichtes „Du darfst das nicht!“ hilft wenig. Ein „Du darfst das nicht, weil …“ schafft Einsicht.
Beispiel: „Wir gehen gleich essen, deshalb kannst du jetzt nicht weiterspielen.“
So entsteht kein Machtkampf, sondern Verständnis.

3. Konsequenzen sind kein Widerspruch zu Nähe
Konsequenzen können logisch und liebevoll sein. Kinder müssen lernen, dass Handlungen Folgen haben, denn das ist ein Grundprinzip von realer Sicherheit und sozialem Miteinander.
Beispiel: Ein Kind räumt sein Spielzeug nicht weg → Konsequenz: Es wird erst wieder nach dem Aufräumen gespielt. Das ist kein Bestrafen, sondern ein klares, nachvollziehbares Ergebnis.

Bedürfnisorientierte Erziehung und Sicherheit gehen Hand in Hand

Sicher und Stark steht für ganzheitliche Kindersicherheit, nicht nur physisch (z. B. Schulweg, Gefahrenvermeidung), sondern auch psychisch. Bedürfnisorientierte Erziehung ist ein Baustein dieser psychischen Sicherheit.
Kinder, die spüren:

  • „Meine Eltern hören mir zu“,
  • „Ich werde ernst genommen“,
  • „Meine Gefühle zählen“,

… entwickeln ein starkes Selbstwertgefühl. Und genau dieses Selbstwertgefühl macht Kinder robuster gegenüber Mobbing, Gruppendruck, Unsicherheit oder schwierigen Lebensphasen.
Bedürfnisorientierung bedeutet also nicht „Alles ist erlaubt!“, sondern vielmehr: Ich achte dich, aber ich begleite dich mit klaren Leitplanken.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
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Autorin: Daniela Schönwald

Kinderrechte als Bausteine für Demokratie: Warum die Stimmen junger Menschen gehört werden müssen

Jedes Jahr am 20. September rückt der Weltkindertag Kinderrechte und das Leben junger Menschen in den Fokus von Politik und Gesellschaft. Im letzten Jahr (2025) lautete das Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“. Damit verbunden sind nicht nur Feste und Veranstaltungen, sondern auch politische Forderungen, wie z. B. die Kinderrechte endlich in das deutsche Grundgesetz aufzunehmen. Diese Forderung hat in den letzten Jahren wieder an Dynamik gewonnen und wird von vielen Expert:innen, Kinder- und Jugendverbänden sowie politischen Entscheidungsträger:innen unterstützt, weil sie einen grundlegenden Wandel in der Anerkennung und Teilhabe junger Menschen markieren würde.

Was sind Kinderrechte und warum reden wir darüber?

Die Grundlage der aktuellen Debatte ist die UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der UN-Generalversammlung verabschiedet wurde. Deutschland ratifizierte sie 1992, und seitdem gilt sie als rechtlich bindender Rahmen für Kinderrechte. Die Konvention benennt u. a. Rechte auf Schutz, Förderung, Beteiligung, Bildung, Gesundheit und freie Meinungsäußerung.
Trotz dieser rechtlichen Grundlage bleiben Kinderrechte in Deutschland bisher nicht ausdrücklich im Grundgesetz verankert. Das bedeutet: Zwar sind Kinder formal durch allgemeine Menschenrechte geschützt, doch ihre speziellen Bedürfnisse und Rechte werden nicht im höchsten deutschen Verfassungsdokument ausdrücklich genannt. Viele Expert:innen und Organisationen sehen darin ein Problem: So argumentieren UNICEF Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk und der Deutsche Kinderschutzbund, dass eine explizite Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz langfristig zu einem verbindlicheren Schutz, mehr Teilhabe und einer stärkeren Wahrnehmung der besonderen Lage von Kindern beitragen würde.

Kinder

„Keine Entscheidung ohne Kinder“ – ein neues Verhältnis

Im Zentrum der Debatte steht ein Grundsatz: Kinder und Jugendliche sollten nicht mehr nur als Objekte von Entscheidungen gesehen werden, sondern als Subjekte, die ein originäres Recht auf Mitwirkung, Schutz und Förderung haben. Dieser Gedanke wurde auch zum Weltkindertag 2025 von Holger Paech, dem Kinder- und Jugendbeauftragten des Landes Sachsen-Anhalt, betont. Er erklärte: „Die Beteiligung von jungen Menschen ist kein Kann, sondern ein Muss. Wir sollten uns schnellstens davon trennen, Kinder und Jugendliche als Objekte zu betrachten, für welche die Erwachsenen die Entscheidungen treffen müssen.“
Damit meint er mehr als formale Beteiligung: Es geht um ein grundlegendes Umdenken in Politik, Gesellschaft und Verwaltung – hin zu einem Modell, das Kinder als aktive und ernstzunehmende Mitgestalter ihrer Lebenswirklichkeit anerkennt. Entscheidungen, die junge Menschen betreffen, wie etwa zu Bildung, Gesundheit, Freizeit oder ökologischer Zukunft, sollten nicht ohne ihre Perspektive getroffen werden.

Vom Papier in die Praxis: Was Kinderrechte konkret bedeuten

Kinderrechte im Grundgesetz wären mehr als ein symbolischer Schritt. Sie könnten rechtlich stärkere Schutzmechanismen schaffen, etwa indem Gerichte, Behörden und Gesetzgeber verpflichtet würden, Kinderrechte bei allen Entscheidungen systematisch zu berücksichtigen. In der Praxis würde das bedeuten:

  1. Beteiligung in Schule und Gemeinde: Schüler:innenräte, Jugendparlamente oder partizipative Budgets könnten systematisch in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
  2. Sozialrechtliche Sicherung: Kinderrechte auf Gesundheit, Ernährung und Bildung könnten klarer als staatliche Pflicht definiert werden.
  3. Verbindliche Beteiligungsprozesse: Bei städtischen Planungen, Mobilität, Freizeit- oder Klimaprojekten wäre die Meinung junger Menschen kein „Nice-to- have“, sondern ein verbindliches Element.

Kinderrechtsexpert:innen betonen, dass Partizipation nicht nur ein „schöner Zusatz“ ist, sondern eine zentrale Voraussetzung für demokratisches Lernen und soziale Verantwortung. Junge Menschen, die erleben, dass ihre Meinung zählt, entwickeln ein stärkeres demokratisches Bewusstsein und Handlungskompetenz – Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie.

Argumente für eine Aufnahme ins Grundgesetz

Schutz und Sichtbarkeit: Indem Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden, entsteht eine rechtliche Verpflichtung, Kinder in allen relevanten Bereichen wie z. B. Bildung und Gesundheit zu schützen.
Rechtliche Klarheit: Heute müssen Gerichte und Behörden Kinderrechte aus allgemeinen Grundrechten ableiten. Eine klare Verfassungsnorm würde diesen Schutz eindeutiger machen und Rechtssicherheit schaffen.
Partizipation fördern: Kinder und Jugendliche möchten nicht nur gehört werden, sondern sie wollen aktiv mitgestalten. Eine Verankerung ihrer Rechte würde diese Beteiligung systematisch stärken. Ähnlich argumentieren Abgeordnete des Deutschen Bundestages, wonach Mitbestimmung auch Schulen, Jugendverbände und kommunale Gremien einschließen sollte.
Gesellschaftlicher Konsens: Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz befürwortet. Dieser breite gesellschaftliche Rückhalt zeigt: Viele Menschen sehen den Wert einer strukturellen Reform.

Herausforderungen und Gegenargumente

Natürlich ist eine Verfassungsänderung kein leichter Prozess. Per Gesetzeslage erfordert eine Änderung des Grundgesetzes eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag und Bundesrat. Einige Kritiker:innen argumentieren, dass bestehende Grundrechte bereits einen ausreichenden Schutz bieten und zusätzliche Klauseln im Grundgesetz redundant oder symbolisch seien. Andere warnen, dass eine zu enge Fokussierung auf Kinderrechte bestehende Elternrechte beeinträchtigen könnte.
Diese Argumente zeigen, dass es nicht nur darum geht, Rechte zu formulieren, sondern sie auch sinnvoll umzusetzen, ohne bestehende Schutzmechanismen zu verwässern. Die Diskussion bleibt daher anspruchsvoll, aber sie eröffnet auch einen Dialog darüber, wie Gesellschaft sich die Zukunft der Kinder vorstellen will.

Beteiligung stärken: Praxisbeispiele und Initiativen

Ein konkreter Ansatz jenseits der Verfassungsdebatte sind niedrigschwellige Beteiligungsprojekte. In Sachsen-Anhalt wurde zum Beispiel ein Fördertopf für Kinder- und Jugendprojekte eingerichtet, der Initiativen mit 500 bis 1.000 Euro unterstützt. Er soll junge Menschen ermutigen, eigene Ideen für gesellschaftliche Teilhabe umzusetzen und ihnen die Struktur bieten, diese aktiv zu leben.
Solche Projekte – sei es ein Jugendstadtrat, ein Schulprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung oder ein Mitmach-Festival – leisten einen Beitrag zur gelebten Demokratie. Sie zeigen: Beteiligung ist kein abstraktes Konzept, sondern kann im Alltag von Kindern und Jugendlichen stattfinden.

Quelle: https://www.magdeburg-klickt.de/beauftragter-zum-weltkindertag-kinderrechte-ins-grundgesetz-beteiligung-junger-menschen-bereichert-unsere-demokratie/

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Kindern täglich zuhören: Warum 30 Minuten echte Aufmerksamkeit so wichtig sind

In einer Zeit, in der Bildschirm-Kommunikation, Termine und Alltagsstress den Takt vorgeben, wächst bei vielen Familien das Gefühl, nicht genug Zeit miteinander zu verbringen. Kinder fühlen das. Auch sie erleben, wie schnell Worte vorbeirauschen, wie oft Aufmerksamkeit geteilt wird zwischen Arbeit, Chats und Medien. Vor diesem Hintergrund gibt der Jugendexperte Florian Böll eine einfache, aber kraftvolle Empfehlung: Eltern sollten täglich mindestens 30 Minuten aktiv und ohne Ablenkungen ihren Kindern zuhören. Das Ziel ist nicht bloß Zeitmanagement, sondern echte, zwischenmenschliche Präsenz.
Diese Empfehlung ist kein Trend-Slogan, sondern ein Versuch, Eltern auf das Fundament jeder gesunden Entwicklung hinzuweisen: Beziehung, Erreichbarkeit, Resonanz. In der Forschung gilt aktives Zuhören als zentrale Säule für Bindung, Vertrauen und die emotionale Entwicklung von Kindern.

Warum Zuhören heute so selten und gleichzeitig so wertvoll ist

Eltern verbringen mehr Zeit mit ihren Kindern als frühere Generationen, doch die Qualität dieser Zeit unterscheidet sich oft von der reinen Anwesenheit. Zwischen Essenszubereitung, Handy, Homeoffice und digitalen Unterbrechungen findet echte Kommunikation häufig nur noch nebenbei oder gar nicht mehr statt. Die Konsequenz davon ist, dass Kinder zwar viel „gemeinsame Zeit“ erleben, jedoch ohne echte Verbindung. Dabei sind echte Gespräche ein wichtiger Teil der emotionalen Nahrung, die Kinder brauchen, um Selbstbewusstsein, Frustrationstoleranz, soziale Kompetenz und Kritikfähigkeit zu bilden. Wenn Eltern zuhören, zeigen sie: Du bist wichtig. Deine Meinung zählt. Deine Gefühle sind hörenswert.
Studien zeigen, dass nicht nur die Dauer des Zuhörens entscheidend ist, sondern auch die Qualität. Eltern, die aufmerksam, akzeptierend und verständnisvoll zuhören, fördern Nähe und Autonomie zugleich.

Was bedeutet „wirklich zuhören“?

Zuhören heißt mehr, als stumm neben dem Kind zu sitzen. Es bedeutet:

  • Blickkontakt halten, weg vom Bildschirm
  • Körperliche Präsenz – z. B. in Augenhöhe, auf gleicher Sitzebene
  • Emotionen benennen: „Du wirkst traurig, weil …“ statt direkt zu korrigieren
  • Rückfragen stellen: „Was meinst du damit? Wie fühlst du dich dabei?“
  • Aktiv wiedergeben, was das Kind gesagt hat: „Also du sagst …?“

Ein solches Zuhören wirkt nicht nur unterstützend, sondern beziehungsstärkend.

Warum gerade 30 Minuten am Tag?

Die konkrete Empfehlung von etwa 30 Minuten täglich ist bewusst gewählt: Sie ist lang genug, um Raum für echte Gespräche zu schaffen, aber kurz genug, um realistisch im Familienalltag umsetzbar zu sein. Sie kann über mehrere Momente verteilt werden, wie zum Beispiel:

  • Nach dem Schul- oder Kita-Tag, wenn Kinder Erlebnisse verarbeiten
  • Beim gemeinsamen Essen ohne Handy
  • Vor dem Schlafengehen, wenn Alltagsthemen zur Ruhe kommen

Wichtig ist nicht die exakte Stoppuhr, sondern der Qualitätsrahmen: Zeiten, in denen Eltern wirklich zuhören, ohne dabei das nächste Meeting im Kopf zu haben oder nebenher Nachrichten zu tippen, schaffen Raum für echte Verbindungen.

Praktische Wege, um täglich 30 Minuten umzusetzen

1. Medienfreie Zonen einführen
Gemeinsame Zeit ohne Bildschirme, Laptop oder Handy schafft einen Raum für Gespräche und Aufmerksamkeit. Das kann am Esstisch, im Auto oder vor dem Schlafengehen sein.

2. Kleine Rituale etablieren
· Abendrunde: Was war heute schön / schwierig?
· Tagesende-Check-in: Drei Dinge nennen – zwei gute, eine herausfordernde
· Spaziergang-Dialoge: Beim Gehen fällt vielen Kindern das Reden leichter.

3. Zuhören trainieren
Eltern können sich Techniken aneignen:
· Wiederholtes Zusammenfassen („Also du meintest …“)
· Nachfragen, ohne zu unterbrechen
· Gefühle benennen („Ich höre, du bist enttäuscht …“) Solche Übungsformen schaffen echte Kommunikation, die über kurze Austausche hinausgeht.

Zeitliche Herausforderungen im Alltag überwinden

Moderne Familien stehen oft unter Zeitdruck, Pendelstress, Arbeitsanforderungen, digitalen Ablenkungen und schulischen Verpflichtungen. Doch echte Gespräche brauchen keine perfekten Rahmenbedingungen, sondern einfach Präsenz. Das kann auch in kleinen Zeitfenstern gelingen.
Wichtig ist, sich als Elternteil regelmäßig zu fragen: Wann habe ich selbst den Raum, meinem Kind mit voller Aufmerksamkeit zu begegnen? Das kann ein Gespräch am Morgen sein, bevor der Tag beginnt. Oder ein Austausch am Nachmittag, nach der Schule. Je mehr Eltern zuhören, desto mehr signalisieren sie: Deine Welt und deine Sicht zählt. Und genau das stärkt Kinder in ihrer Fähigkeit, später selbst Haltungen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und Beziehungen aufzubauen.

Quelle: https://www.derstandard.de/story/3000000287772/jugendexperte-eltern-sollten-ihren-kindern-30-minuten-am-tag-zuhoeren

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Autorin: Daniela Schönwald

„Sicher-Stark“ bietet einzigartiges Präventionsprogramm zum Schutz von Kindern vor Gewalt

Mit altersgerechten Trainings stärkt die Organisation Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Handlungssicherheit.

Die Organisation „Sicher-Stark“ erweitert ihr Angebot zur Gewaltprävention und startet einen Workshop für Kinder im Grundschulalter. Ziel des Programms ist es, Kinder frühzeitig zu stärken, sie für Grenzüberschreitungen zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungsstrategien an die Hand zu geben, um sich in schwierigen Situationen zu behaupten.

Die Kurse richten sich an Eltern, Schulen, Kitas und Einrichtungen, die Kinder frühzeitig stärken und schützen möchten. Die mehrtägigen Kurse werden von speziell ausgebildeten, hauptberuflichen Präventionsexpertinnen und -experten durchgeführt. Zum Team gehören unter anderem Polizistinnen und Polizisten, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Kindertherapeutinnen und -therapeuten. Ziel ist es, Kinder altersgerecht, praxisnah und nachhaltig auf Gefahrensituationen vorzubereiten.

Kinder erleben heute vielfältige Herausforderungen – in der Grundschule, im sozialen Umfeld und zunehmend auch im digitalen Raum. Viele Konflikte, Grenzverletzungen oder Übergriffe bleiben lange unentdeckt oder werden von Kindern nicht als solche erkannt. Prävention bedeutet daher nicht, Angst zu machen, sondern Kinder handlungsfähig zu machen.

„Was uns von anderen Anbietern unterscheidet, ist, dass wir realitätsbezogene Selbstverteidigung durchführen“, erklärt der Experte für Internetsicherheit und Medienkompetenz Ralf Schmitz. Mit dem bewährten Programm möchte die Organisation „Sicher-Stark“ Kinder darin unterstützen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen und selbstbewusst für sich einzustehen.

Weitere Informationen zu den Kursangeboten finden Sie hier: https://www.sicher-stark-team.de/kursangebote.cfm

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Cybermobbing im Wandel: Vorsicht vor KI-Missbrauch

Anonyme Chatnachrichten und die Verbreitung von Fotos sind nach wie vor reale Gefahren der Onlinelandschaft. Hinzu kommt nun jedoch das Potenzial verfälschter Bilder, Videos und Texten. Künstliche Intelligenz bietet realistischere Darstellungen als je zuvor und sorgt damit auch für ein neues Risiko für Kinder und Jugendliche, die die Gefahr von KI nicht entsprechend einschätzen können.

Für Eltern bedeutet diese Entwicklung eine neue Verantwortung. KI-Inhalte sind für Erwachsene wie für Kinder oft kaum als Fälschung erkennbar. Opfer fühlen sich ausgeliefert, während Täter die Wirkung ihres Handelns unterschätzen oder es als „Spaß“ abtun. Ohne Aufklärung und klare Regeln entsteht so ein gefährlicher Raum, in dem Cybermobbing neue Dimensionen annimmt.

Wie können Fake News überprüft werden?

Die Schulleitung der Oberschule im Landkreis Oldenburg ist entsetzt über die Ausmaße, die Streitigkeiten in Zeiten von KI annehmen können: „Ein aktueller Trend sind Fotos, die mit sogenannten Nudify-Apps angefertigt werden. Dabei wird eine bekleidete Person mittels KI in eine nackte verwandelt. Das sieht täuschend echt aus.“ Situationen wie diese könnten mit zunehmendem Realismus von Künstlicher Intelligenz schweren Schaden anrichten.

Eltern sind daher gefordert, das Thema KI aktiv in die Medienerziehung einzubeziehen. Gespräche über den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Werkzeugen, klare Grenzen und ein offenes Ohr für die Sorgen der Kinder sind wichtiger denn je. Wegsehen oder Verbote allein reichen nicht aus.

Das Sicher-Stark-Team unterstützt Eltern, Grundschulen und pädagogische Fachkräfte dabei, Kinder frühzeitig für die Risiken von Cybermobbing und KI-Missbrauch zu sensibilisieren. Mit praxisnahen Kursen, Webinaren und Vorträgen werden konkrete Handlungsmöglichkeiten vermittelt, um Kinder zu schützen und sie zu einem respektvollen Umgang im digitalen Raum zu befähigen. Mehr dazu finden Sie unter den Kursangeboten auf der Sicher-Stark-Homepage: https://www.sicher-stark-team.de/kursangebote.cfm

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Trend-Diagnose ADHS? 

Immer mehr Nutzer auf TikTok sprechen über ihre ADHS-Symptome, ohne eine offizielle Diagnose erhalten zu haben.

Die Schnelllebigkeit von Social-Media, kurzen Videos und Doomscrolling sorgt zunehmend für eine geringe Aufmerksamkeitsspanne von Kindern und Jugendlichen. Selbst Erwachsene beobachten dieses Phänomen bei sich selbst und sorgen sich nun um ihre Fähigkeit, Filme am Stück zu beenden oder ein Buch zu lesen.

Da ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – unter anderem mit Phänomenen wie diesen verknüpft ist, diagnostizieren sich viele Menschen selbst mit der Störung, obwohl auch viele andere Faktoren zu einer geringen Aufmerksamkeit führen können.

kinder

Die Ironie des Diagnose-Trends besteht darin, dass zwar immer mehr Menschen das Gefühl haben, Teil des ADHS-Spektrums zu sein, und doch immer noch viele der realen Symptome unerkannt bleiben. Insbesondere Frauen und Mädchen leiden oft unter unerkanntem ADHS, da sich die Ausprägung im Alltag stark von denen von Männern und Jungs unterscheidet.

Während Jungs häufig hyperaktive Tendenzen zeigen und sich im Unterricht schwer konzentrieren, sind Mädchen häufig verträumt oder geistig abwesend. Die AOK spricht davon, dass Mädchen oft Bewältigungsstrategien entwickeln, die ihnen einen Umgang mit ihren Symptomen ermöglichen. Gleichzeitig treten ADHS-Symptome bei Frauen regelmäßig mit Angststörungen und depressiven Verstimmungen auf, weshalb hier oft andere Diagnosen gestellt werden.

Auch wenn ADHS aktuell häufig ohne professionelle Unterstützung diagnostiziert wird, sollten Symptome bei Kindern ernst genommen und überprüft werden. Es handelt sich nicht nur um eine potenzielle Beeinträchtigung in der Schule, sondern auch im Alltag der Kinder. Folgen davon sind unter anderem starke Versagensängste und Unsicherheiten, die das fortlaufende Leben der betroffenen Person prägen können.

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Wie viele Weihnachtsgeschenke brauchen Kinder wirklich?

Sinnvolle Geschenkemengen und was hinter der Geschenkeflut steckt

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Familien eine schöne, aber auch stressige Zeit. Wunschzettel werden lang, Ideen entstehen beim Stöbern im Netz und irgendwann türmt sich unter dem Weihnachtsbaum eine beeindruckende Anzahl an Paketen. Aber wie viele Geschenke machen Kinder wirklich glücklich? Und wie kann Weihnachten gefeiert werden, ohne dass die reine Menge an Geschenken im Mittelpunkt steht?
Laut Statistiken finden Kinder in Deutschland durchschnittlich drei bis fünf Geschenke unter dem Weihnachtsbaum – inklusive Beiträge von Eltern, Großeltern und anderen Verwandten. Die dafür aufgewendeten Beträge liegen im Bereich von etwa 131 bis 148 Euro pro Kind.
Doch die tatsächliche Zufriedenheit der Kinder hängt nicht von der Anzahl der Geschenke ab. Viel wichtiger sind durchdachte, liebevolle Präsente und gemeinsame Erlebnisse, die Kindern das Gefühl geben: Ich werde gesehen, wertgeschätzt und verstanden.

Die Geschenkeflut hinterfragen: Qualität vor Quantität

Weihnachtsgeschenke sind ein Ausdruck von Zuneigung, sie sind aber ebenso Teil eines kulturellen Konsums. Dabei geht es nicht nur um materielle Dinge: Sie stehen symbolisch für Liebe, Gemeinschaft und Aufmerksamkeit.
Doch zu viele Geschenke haben eine Kehrseite. Studien zeigen, dass große Mengen von Spielsachen oft nicht langfristig genutzt werden. Ein erheblicher Teil bleibt sogar ungeöffnet oder wird kaum beachtet.
Zudem kann ein Überfluss an Geschenken dazu führen, dass Kinder den Wert einzelner Geschenke nicht wahrnehmen. Psycholog*innen warnen davor, dass zu viele Geschenke zu stärkeren Erwartungen und späterem Bedürfnisdenken beitragen können – ein Effekt, der sich auch später im Leben bemerkbar machen kann, z. B. im Konsumverhalten.
Das bedeutet nicht, dass Weihnachten ohne Geschenke stattfinden muss. Es bedeutet vielmehr, achtsam zu überlegen: Was möchten wir wirklich schenken und warum?

Altersgerechte Orientierung: Wie viele Geschenke machen Sinn?

Es gibt keine starre Regel, die für alle Familien gilt. Doch Expert*innen empfehlen, sich an der Entwicklungsphase des Kindes zu orientieren. Eine häufig genutzte, praxisnahe Faustregel – auch in internationalen Ratgebern – sieht so aus:

• Babys und Kleinkinder (0–2 Jahre): 1–2 sinnvolle Geschenke, z. B. sensorische Spielsachen oder Bücher
• Kleinkinder (3–4 Jahre): 3–4 altersgerechte, vielfältige Geschenke
• Kinder im Grundschulalter (5–10 Jahre): 4–6 gut ausgewählte Präsente
• Ältere Kinder & Jugendliche: 2–4 Geschenke, oft mit Fokus auf gemeinsame Erlebnisse oder nützliche Dinge
Diese Orientierung hilft dabei, den Fokus weg von bloßer Masse und hin zu Qualität, Bedeutung und echtem Nutzen zu lenken.

Bewusste Geschenke gestalten – Ideen jenseits von Überfluss
🎁 Wertvoll statt viel

Es lohnt sich, Geschenke so auszuwählen, dass sie Interessen, Fähigkeiten und Neugier der Kinder ansprechen und nicht nur kurzfristige Freude erzeugen. Beispiele:
• Eine spannende Buchreihe statt vieler kleiner Gimmicks
• Kreativsets, die länger beschäftigten und Fähigkeiten fördern
• Gemeinsame Gutscheine für Erlebnisse (z. B. Zoo, Theater, Ausflug)
• Spielsachen, die soziales Spielen unterstützen oder Bewegung fördern

Solche Geschenke vermitteln mehr als kurzfristige Freude: Sie schaffen Erinnerungen, Entwicklung und Verbundenheit.

🎄 Die „5-Geschenke-Regel“

Ein einfaches, bewährtes Modell ist die sogenannte 5-Geschenke-Regel:
1. Etwas, das sich das Kind wünscht (Want)
2. Etwas, das es braucht (Need)
3. Etwas zum Tragen (Wear)
4. Etwas zum Lesen (Read)
5. Etwas zum Erleben (Do)
Diese Struktur hilft Eltern, bewusst und abwechslungsreich auszuwählen und ein Gleichgewicht zwischen materiellen und emotionalen Aspekten zu schaffen.

Warum weniger manchmal mehr ist

Die Psychologie hinter dem Schenken zeigt: Kinder sind glücklich mit wenigen, durchdachten Geschenken. Sie freuen sich länger über Dinge, die sie interessieren, und nicht nur über eine große Anzahl von Paketen.
Und auch für Eltern kann diese Fokussierung entlastend sein: Statt sich im Kaufrausch zu verlieren, wird Weihnachten zu einer Zeit der Intention, der Nähe und der Bewusstheit.

Gespräche statt Erwartungsdruck

Ein weiterer Aspekt, den viele Eltern kaum berücksichtigen, ist der Erwartungsdruck. Wenn Kinder zu viele Wünsche äußern oder ständig Listen verlängert werden, steigt die Erwartung, dass Weihnachten vor allem ein Konsumerlebnis sein muss.
Eltern können dem aktiv begegnen, indem sie im Vorfeld mit ihren Kindern darüber sprechen:
· Wie viele Geschenke sind fair?
· Was ist uns als Familie wirklich wichtig?
· Welche Erfahrungen möchten wir an Weihnachten teilen?

Solche Gespräche schaffen Klarheit und helfen, dass Kinder den Fokus weniger auf Masse und mehr auf Bedeutung, Gemeinschaft und Achtsamkeit richten.

Nachhaltigkeitsaspekte und Konsumkritik

In Zeiten wachsender Konsumgesellschaft wird auch die ökologische Perspektive wichtiger. Zu viele Geschenke bedeuten nicht nur Überforderung für Kinder, sondern auch Ressourcenverbrauch, Platzprobleme und langfristige Belastung für Familien.
Ein bewusster Umgang mit Geschenken hin zu weniger, dafür nachhaltigen, wiederverwendbaren oder sogar selbstgemachten Präsenten kann ein wertvoller Teil der Erziehung in Richtung Verantwortungsgefühl und Achtsamkeit sein.

Weihnachten sollte vor allem eines sein: ein Fest der Nähe, der Freude und der Erfahrung, gemeinsam wertvolle Zeit zu verbringen. Kinder erinnern sich nicht an die Berge von Päckchen, sondern sie erinnern sich an die Stimmung, das Zusammensein und die Liebe, die an diesem Tag spürbar wird.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

Quellen: https://www.bz-berlin.de/ratgeber/weihnachtsgeschenke-kinder-menge

https://www.thesun.co.uk/news/32290036/parents-kids-toys-christmas/?

https://www.netmums.com/child/when-kids-have-more-they-value-them-less-the-exact-amount-of-presents-kids-should-get-at-christmas-by-age?

https://www.littleotterhealth.com/blog/how-many-gifts-for-kids?

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Autorin: Daniela Schönwald

Kinder stärken statt formen: Wie Eltern Potenziale entdecken und Selbstwert fördern

Jedes Kind trägt ein einzigartiges Potenzial in sich: Fähigkeiten, Interessen, eine eigene Art, die Welt zu sehen. Diese Potenziale zu erkennen und zu fördern kann den Unterschied machen zwischen einem Kind, das weiterfragt und ausprobiert, und einem Kind, das sich zurückzieht oder vorsichtig wird. Studien zeigen: Eine positive, vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung fördert langfristig das Selbstwertgefühl und soziale Kompetenzen. Wenn Eltern sich auf die Entwicklung dieser Potenziale einlassen, unterstützen sie nicht nur Talente, sondern auch Resilienz und Selbstbewusstsein. Aber wie erkennen Eltern die Talente und Potenziale bei den Kindern?

Offen beobachten statt Erwartungen projizieren

Viele Eltern haben eine Vorstellung davon, was „gut“ ist, wie z. B. gutes Benehmen und gute Noten. Doch echte Stärken zeigen sich oft ganz anders: Begeisterung bei Kreativem, Ausdauer beim Bauklötze-Turm, Geduld beim Zuhören, Hilfsbereitschaft im Alltag, Freude an Bewegung oder Musizieren. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen, ohne sofort zu bewerten. Wann wirkt Ihr Kind lebendig, neugierig und motiviert? Solche Beobachtungen sind erste Hinweise auf echte Stärken. Fachleute nennen das einen „ressourcenorientierten Ansatz“, anstatt auf Defizite zu schauen.

Ausprobieren & offen bleiben

Stärken entwickeln sich oft durch Erfahrung. Indem Eltern ihren Kindern unterschiedliche Möglichkeiten geben. Durch Musik, Sport, Kreativität oder soziales Engagement kann sich zeigen, wo das Kind wirklich aufblüht. Manchmal sind Talente nicht sofort sichtbar, sondern wachsen durch Förderung und Raum zum Entdecken. Dieses spielerische Erkunden erlaubt Kindern, sich selbst besser kennenzulernen und etwas herauszufinden.

Bewusst wahrnehmen & benennen

Wenn Eltern die kleinen Erfolge und Schritte ihres Kindes wahrnehmen und benennen, wie etwa: „Ich hab gesehen, wie konzentriert du beim Malen warst“ oder „Du hast so ruhig deinem kleinen Bruder zugehört“, dann entsteht Wertschätzung. Kinder lernen: Ich bin wichtig, so wie ich bin und nicht nur, wenn ich Leistung bringe. Dieses ehrliche Feedback fördert Selbstwert und Vertrauen.

Wie Eltern Stärken gezielt fördern: 7 alltagstaugliche Strategien

  1. Raum für Vielfalt schaffen
    Bieten Sie Ihrem Kind regelmäßig unterschiedliche Erfahrungen auf Gebieten wie Kunst, Musik, Bewegung, Natur, Gemeinschaft, Experimente an. Vielleicht liegt das Verstehen nicht allein in Schulwissen, sondern in Kreativität, Handwerk oder Empathie.
  2. Interesse zeigen & Fragen stellen
    Zeigen Sie echtes Interesse: „Was hat dir daran gefallen?“, „Was möchtest du als Nächstes ausprobieren?“. Solche Fragen signalisieren: Du bist wichtig, deine Gedanken zählen.
  3. Erfolge feiern — ohne Leistungsdruck
    Ein „Gut gemacht!“ für das Zuhören, das Teilen von Süßigkeiten und das ehrliche Bemühen stärkt. Eltern sollten aber nicht nur Leistung loben, sondern Haltung und Einsatz. Das vermittelt dem Kind, dass es immer wertvoll ist und nicht nur dann, wenn es Wettkämpfe gewinnt oder gute Noten nach Hause bringt.
  4. Verantwortung & Selbstwirksamkeit ermöglichen
    Kinder brauchen kleine, altersgerechte Aufgaben und Verantwortung. Das stärkt das Gefühl: Ich kann etwas bewegen. Ob im Haushalt, bei Freund*innen oder in kleinen Projekten – Selbstwirksamkeit fördert gleichzeitig Selbstvertrauen.
  5. Fehler als Lernchance sehen
    Fehler sind keine Makel, sondern wichtige Erfahrungen. Wenn Eltern kindlichen Fehlern mit Ruhe und Verständnis begegnen, lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst anzunehmen. Druck und Perfektionszwang sind eher ein Hindernis.
  6. Werte durch das Vorleben vermitteln
    Was Eltern tun, wirkt lauter als Worte. Wer respektvoll, empathisch und verantwortungsbewusst mit anderen Menschen, Tieren oder der Natur umgeht, zeigt dem Kind, was wirklich zählt. Das formt Charakter, Selbstwert und Haltung.
  7. Fehler und Rückschläge begleiten, anstatt sie zu vermeiden
    Kein Leben ist konfliktfrei und gerade durch Rückschläge wachsen Stärke und Bewusstsein. Eltern, die auch in Unsicherheit Halt vermitteln, zeigen Kindern: Ich unterstütze dich — egal, was kommt. Das stärkt Bindung und Selbstbewusstsein nachhaltig.

Quellen: https://cps.ca/en/documents/position/positive-parenting?tm_source=chatgpt.com

https://greatergood.berkeley.edu/article/item/how_to_be_a_strength_based_parent?tm_source=chatgpt.com

Die Sicher-Stark-Initiative zählt seit fast drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Anlaufstellen in Deutschland, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen arbeitet bundesweit daran, Kinder sicherer zu machen – im analogen Alltag ebenso wie in der digitalen Welt. Durch praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare vermittelt die Initiative Wissen, Kompetenz und Selbstvertrauen und unterstützt Familien dabei, Sicherheit früh und nachhaltig aufzubauen. Ein zentraler Ansatz der Sicher-Stark-Arbeit ist dabei, nicht nur äußerliche Gefahren abzuwenden, sondern die innere Stärke der Kinder zu fördern. Selbstwert, Selbstwirksamkeit und emotionale Klarheit sind Schlüsselfaktoren dafür, dass Kinder sich behaupten, Grenzen setzen und Hilfe holen können. Kinder, die ihre eigenen Fähigkeiten kennen, ihre Gefühle wahrnehmen und Verantwortung übernehmen dürfen, sind weniger manipulierbar, weniger verletzlich und treten insgesamt sicherer auf.
In Kombination mit gezielten Präventions- und Sicherheitskursen entsteht so ein ganzheitliches Schutzkonzept: Sicherheit + Selbstbewusstsein + Handlungskompetenz.

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Autorin: Daniela Schönwald

7 alltagstaugliche Strategien, mit denen Eltern den Selbstwert ihrer Kinder stärken

Ein gesundes Selbstwertgefühl gehört zu den wichtigsten Schutzfaktoren für Kinder. Es hilft ihnen, Herausforderungen zu meistern, Rückschläge zu verkraften, Konflikte zu lösen und sich in der Welt sicher zu fühlen. Selbstbewusste Kinder können klarer kommunizieren, sich besser abgrenzen und sind weniger anfällig für Mobbing oder riskantes Verhalten. Doch wie entsteht Selbstwert eigentlich und was können Eltern konkret tun, um ihn zu fördern?
Viele glauben, Selbstbewusstsein wachse vor allem durch Lob, gute Leistungen oder Erfolge. Tatsächlich entsteht ein stabiler Selbstwert aber im Alltag: durch Verlässlichkeit, echtes Interesse, Zugehörigkeit, emotionale Sicherheit und das Gefühl, wirksam zu sein. Hier sind sieben Strategien, die Eltern sofort anwenden können – ohne Druck, ohne Perfektionismus und ohne zusätzliche To-dos.

  1. Beziehung vor Erziehung: Emotionale Bindung als Basis

    Bevor Kinder lernen, sich selbst zu vertrauen, müssen sie jemandem vertrauen können. Daher ist eine sichere Bindung der wichtigste Motor für einen gesunden Selbstwert. Was bedeutet das im Alltag?
    · Blickkontakt, wenn das Kind etwas erzählt
    · Berührungen wie eine Hand auf der Schulter
    · echtes Zuhören statt „nebenbei reagieren“
    · Interesse an Gefühlen und nicht nur an Ergebnissen
    Kinder brauchen das Gefühl, wichtig zu sein, auch ohne dafür Leistung erbringen zu müssen.
    Tipp: Jeden Tag 10 Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit wirken stärker als jede große Unternehmung.

  2. Realistisches Lob statt Dauer-Bejubelung

    Überhöhtes oder inflationäres Lob wie: „Du bist der Beste!“ oder „Das hast du perfekt gemacht!“ kann Kinder sogar unter Druck setzen. Es vermittelt: „Ich muss perfekt sein, um gut genug zu sein.“

    Stärkendes Lob hingegen ist:
    · konkret z. B.: „Du bist lange an der Aufgabe drangeblieben, obwohl es schwierig war.“
    · verhaltensbezogen statt personenbezogen
    · ehrlich und nicht überzogen

    Der Glauben daran, Probleme aus eigener Kraft lösen zu können, stärkt das Selbstbewusstsein.

  3. Kinder dürfen Fehler machen und daraus lernen

    Fehler sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Lernschritte. Kinder, die Fehler machen dürfen, entwickeln Mut, Kreativität und innere Stärke. Eltern können das fördern, indem sie:
    · Misslungenes nicht dramatisieren
    · sich selbst beim Fehler-machen zeigen
    · lösungsorientiert begleiten
    · Erfolge nicht mit Perfektion verknüpfen

    Eine einfache Frage stärkt enorm:„Was hast du heute Neues ausprobiert?“ Das signalisiert: Der Mut zählt und nicht nur das Ergebnis.

  4. Verantwortung übertragen – aber altersgerecht

    Kinder brauchen Gelegenheiten, Verantwortung zu übernehmen. Dadurch wachsen Selbstvertrauen und Kompetenz. Wichtig ist, dass Aufgaben nicht überfordern, sondern Erfolgserlebnisse ermöglichen.

    Geeignete Beispiele:
    · Tisch decken
    · kleine Entscheidungen treffen, wie z. B.: „Was ziehe ich heute an?“
    · Geld für eine kleine Besorgung verwalten
    · Wochenaufgaben, die dauerhaft bei ihnen bleiben

    Eltern sollten unterstützen, aber nicht kontrollieren, denn das stärkt die Autonomie.

  5. Gefühle ernst nehmen, statt „wegtrösten“

    Viele Erwachsene neigen dazu, unangenehme Gefühle des Kindes schnell beruhigen zu wollen. Sätze wie: „Ist doch nicht so schlimm.“ fallen schnell. Doch starke Kinder entstehen nicht dadurch, dass sie keine schwierigen Gefühle erleben, sondern dadurch, dass sie lernen, sie zu regulieren.

    Dazu gehört:
    · Gefühle benennen: „Du wirkst enttäuscht, weil …“
    · Verständnis zeigen
    · gemeinsam Strategien entwickeln, wie z. B.: „Was hilft dir in solchen Momenten?“

    So entsteht emotionale Kompetenz – ein zentraler Pfeiler von Selbstwert und Resilienz.

  6. Klare Grenzen geben Halt und Orientierung

    Selbstwert entsteht auch durch Struktur. Klare, liebevolle Grenzen vermitteln Sicherheit und das Gefühl: „Jemand passt auf mich auf.“

    Grenzen sollten:
    · verständlich erklärt
    · vorhersehbar
    · konsequent, aber nicht hart
    · respektvoll kommuniziert werden

    Kinder, die liebevoll geführt werden, fühlen sich nicht eingeschränkt, sondern geschützt.

  7. Vorbild sein: Kinder lernen Selbstwert nicht durch Worte, sondern durch Beobachtung

    Kinder orientieren sich an dem, was Eltern vorleben. Wer gut mit sich selbst umgeht, vermittelt seinem Kind automatisch:
    · Selbstannahme
    · gesunde Grenzen
    · konstruktive Konfliktlösung
    · Leistungsdruck in Balance
    · den Umgang mit Fehlern

    Das bedeutet nicht, perfekt zu sein. Es bedeutet, bewusst zu sein: Wie spreche ich über mich? Wie gehe ich mit Stress um? Wie behandelt man mich und wie erlaube ich es?

Kleine Momente – große Wirkung

Selbstwert entsteht nicht an außergewöhnlichen Tagen, sondern in der Summe der kleinen Interaktionen:
· das gemeinsame Lachen
· ein sanftes „Ich bin für dich da“
· die Ermutigung nach einem Rückschlag
· das Gefühl, gesehen zu werden
· die Erfahrung, etwas selbst geschafft zu haben
Diese Momente bleiben. Sie prägen. Sie machen Kinder tatsächlich stark.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
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