Trend-Diagnose ADHS? 

Immer mehr Nutzer auf TikTok sprechen über ihre ADHS-Symptome, ohne eine offizielle Diagnose erhalten zu haben.

Die Schnelllebigkeit von Social-Media, kurzen Videos und Doomscrolling sorgt zunehmend für eine geringe Aufmerksamkeitsspanne von Kindern und Jugendlichen. Selbst Erwachsene beobachten dieses Phänomen bei sich selbst und sorgen sich nun um ihre Fähigkeit, Filme am Stück zu beenden oder ein Buch zu lesen.

Da ADHS – Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – unter anderem mit Phänomenen wie diesen verknüpft ist, diagnostizieren sich viele Menschen selbst mit der Störung, obwohl auch viele andere Faktoren zu einer geringen Aufmerksamkeit führen können.

kinder

Die Ironie des Diagnose-Trends besteht darin, dass zwar immer mehr Menschen das Gefühl haben, Teil des ADHS-Spektrums zu sein, und doch immer noch viele der realen Symptome unerkannt bleiben. Insbesondere Frauen und Mädchen leiden oft unter unerkanntem ADHS, da sich die Ausprägung im Alltag stark von denen von Männern und Jungs unterscheidet.

Während Jungs häufig hyperaktive Tendenzen zeigen und sich im Unterricht schwer konzentrieren, sind Mädchen häufig verträumt oder geistig abwesend. Die AOK spricht davon, dass Mädchen oft Bewältigungsstrategien entwickeln, die ihnen einen Umgang mit ihren Symptomen ermöglichen. Gleichzeitig treten ADHS-Symptome bei Frauen regelmäßig mit Angststörungen und depressiven Verstimmungen auf, weshalb hier oft andere Diagnosen gestellt werden.

Auch wenn ADHS aktuell häufig ohne professionelle Unterstützung diagnostiziert wird, sollten Symptome bei Kindern ernst genommen und überprüft werden. Es handelt sich nicht nur um eine potenzielle Beeinträchtigung in der Schule, sondern auch im Alltag der Kinder. Folgen davon sind unter anderem starke Versagensängste und Unsicherheiten, die das fortlaufende Leben der betroffenen Person prägen können.

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de
 

Wie viele Weihnachtsgeschenke brauchen Kinder wirklich?

Sinnvolle Geschenkemengen und was hinter der Geschenkeflut steckt

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Familien eine schöne, aber auch stressige Zeit. Wunschzettel werden lang, Ideen entstehen beim Stöbern im Netz und irgendwann türmt sich unter dem Weihnachtsbaum eine beeindruckende Anzahl an Paketen. Aber wie viele Geschenke machen Kinder wirklich glücklich? Und wie kann Weihnachten gefeiert werden, ohne dass die reine Menge an Geschenken im Mittelpunkt steht?
Laut Statistiken finden Kinder in Deutschland durchschnittlich drei bis fünf Geschenke unter dem Weihnachtsbaum – inklusive Beiträge von Eltern, Großeltern und anderen Verwandten. Die dafür aufgewendeten Beträge liegen im Bereich von etwa 131 bis 148 Euro pro Kind.
Doch die tatsächliche Zufriedenheit der Kinder hängt nicht von der Anzahl der Geschenke ab. Viel wichtiger sind durchdachte, liebevolle Präsente und gemeinsame Erlebnisse, die Kindern das Gefühl geben: Ich werde gesehen, wertgeschätzt und verstanden.

Die Geschenkeflut hinterfragen: Qualität vor Quantität

Weihnachtsgeschenke sind ein Ausdruck von Zuneigung, sie sind aber ebenso Teil eines kulturellen Konsums. Dabei geht es nicht nur um materielle Dinge: Sie stehen symbolisch für Liebe, Gemeinschaft und Aufmerksamkeit.
Doch zu viele Geschenke haben eine Kehrseite. Studien zeigen, dass große Mengen von Spielsachen oft nicht langfristig genutzt werden. Ein erheblicher Teil bleibt sogar ungeöffnet oder wird kaum beachtet.
Zudem kann ein Überfluss an Geschenken dazu führen, dass Kinder den Wert einzelner Geschenke nicht wahrnehmen. Psycholog*innen warnen davor, dass zu viele Geschenke zu stärkeren Erwartungen und späterem Bedürfnisdenken beitragen können – ein Effekt, der sich auch später im Leben bemerkbar machen kann, z. B. im Konsumverhalten.
Das bedeutet nicht, dass Weihnachten ohne Geschenke stattfinden muss. Es bedeutet vielmehr, achtsam zu überlegen: Was möchten wir wirklich schenken und warum?

Altersgerechte Orientierung: Wie viele Geschenke machen Sinn?

Es gibt keine starre Regel, die für alle Familien gilt. Doch Expert*innen empfehlen, sich an der Entwicklungsphase des Kindes zu orientieren. Eine häufig genutzte, praxisnahe Faustregel – auch in internationalen Ratgebern – sieht so aus:

• Babys und Kleinkinder (0–2 Jahre): 1–2 sinnvolle Geschenke, z. B. sensorische Spielsachen oder Bücher
• Kleinkinder (3–4 Jahre): 3–4 altersgerechte, vielfältige Geschenke
• Kinder im Grundschulalter (5–10 Jahre): 4–6 gut ausgewählte Präsente
• Ältere Kinder & Jugendliche: 2–4 Geschenke, oft mit Fokus auf gemeinsame Erlebnisse oder nützliche Dinge
Diese Orientierung hilft dabei, den Fokus weg von bloßer Masse und hin zu Qualität, Bedeutung und echtem Nutzen zu lenken.

Bewusste Geschenke gestalten – Ideen jenseits von Überfluss
🎁 Wertvoll statt viel

Es lohnt sich, Geschenke so auszuwählen, dass sie Interessen, Fähigkeiten und Neugier der Kinder ansprechen und nicht nur kurzfristige Freude erzeugen. Beispiele:
• Eine spannende Buchreihe statt vieler kleiner Gimmicks
• Kreativsets, die länger beschäftigten und Fähigkeiten fördern
• Gemeinsame Gutscheine für Erlebnisse (z. B. Zoo, Theater, Ausflug)
• Spielsachen, die soziales Spielen unterstützen oder Bewegung fördern

Solche Geschenke vermitteln mehr als kurzfristige Freude: Sie schaffen Erinnerungen, Entwicklung und Verbundenheit.

🎄 Die „5-Geschenke-Regel“

Ein einfaches, bewährtes Modell ist die sogenannte 5-Geschenke-Regel:
1. Etwas, das sich das Kind wünscht (Want)
2. Etwas, das es braucht (Need)
3. Etwas zum Tragen (Wear)
4. Etwas zum Lesen (Read)
5. Etwas zum Erleben (Do)
Diese Struktur hilft Eltern, bewusst und abwechslungsreich auszuwählen und ein Gleichgewicht zwischen materiellen und emotionalen Aspekten zu schaffen.

Warum weniger manchmal mehr ist

Die Psychologie hinter dem Schenken zeigt: Kinder sind glücklich mit wenigen, durchdachten Geschenken. Sie freuen sich länger über Dinge, die sie interessieren, und nicht nur über eine große Anzahl von Paketen.
Und auch für Eltern kann diese Fokussierung entlastend sein: Statt sich im Kaufrausch zu verlieren, wird Weihnachten zu einer Zeit der Intention, der Nähe und der Bewusstheit.

Gespräche statt Erwartungsdruck

Ein weiterer Aspekt, den viele Eltern kaum berücksichtigen, ist der Erwartungsdruck. Wenn Kinder zu viele Wünsche äußern oder ständig Listen verlängert werden, steigt die Erwartung, dass Weihnachten vor allem ein Konsumerlebnis sein muss.
Eltern können dem aktiv begegnen, indem sie im Vorfeld mit ihren Kindern darüber sprechen:
· Wie viele Geschenke sind fair?
· Was ist uns als Familie wirklich wichtig?
· Welche Erfahrungen möchten wir an Weihnachten teilen?

Solche Gespräche schaffen Klarheit und helfen, dass Kinder den Fokus weniger auf Masse und mehr auf Bedeutung, Gemeinschaft und Achtsamkeit richten.

Nachhaltigkeitsaspekte und Konsumkritik

In Zeiten wachsender Konsumgesellschaft wird auch die ökologische Perspektive wichtiger. Zu viele Geschenke bedeuten nicht nur Überforderung für Kinder, sondern auch Ressourcenverbrauch, Platzprobleme und langfristige Belastung für Familien.
Ein bewusster Umgang mit Geschenken hin zu weniger, dafür nachhaltigen, wiederverwendbaren oder sogar selbstgemachten Präsenten kann ein wertvoller Teil der Erziehung in Richtung Verantwortungsgefühl und Achtsamkeit sein.

Weihnachten sollte vor allem eines sein: ein Fest der Nähe, der Freude und der Erfahrung, gemeinsam wertvolle Zeit zu verbringen. Kinder erinnern sich nicht an die Berge von Päckchen, sondern sie erinnern sich an die Stimmung, das Zusammensein und die Liebe, die an diesem Tag spürbar wird.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

Quellen: https://www.bz-berlin.de/ratgeber/weihnachtsgeschenke-kinder-menge

https://www.thesun.co.uk/news/32290036/parents-kids-toys-christmas/?

https://www.netmums.com/child/when-kids-have-more-they-value-them-less-the-exact-amount-of-presents-kids-should-get-at-christmas-by-age?

https://www.littleotterhealth.com/blog/how-many-gifts-for-kids?

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Autorin: Daniela Schönwald

Kinder stärken statt formen: Wie Eltern Potenziale entdecken und Selbstwert fördern

Jedes Kind trägt ein einzigartiges Potenzial in sich: Fähigkeiten, Interessen, eine eigene Art, die Welt zu sehen. Diese Potenziale zu erkennen und zu fördern kann den Unterschied machen zwischen einem Kind, das weiterfragt und ausprobiert, und einem Kind, das sich zurückzieht oder vorsichtig wird. Studien zeigen: Eine positive, vertrauensvolle Eltern-Kind-Beziehung fördert langfristig das Selbstwertgefühl und soziale Kompetenzen. Wenn Eltern sich auf die Entwicklung dieser Potenziale einlassen, unterstützen sie nicht nur Talente, sondern auch Resilienz und Selbstbewusstsein. Aber wie erkennen Eltern die Talente und Potenziale bei den Kindern?

Offen beobachten statt Erwartungen projizieren

Viele Eltern haben eine Vorstellung davon, was „gut“ ist, wie z. B. gutes Benehmen und gute Noten. Doch echte Stärken zeigen sich oft ganz anders: Begeisterung bei Kreativem, Ausdauer beim Bauklötze-Turm, Geduld beim Zuhören, Hilfsbereitschaft im Alltag, Freude an Bewegung oder Musizieren. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen, ohne sofort zu bewerten. Wann wirkt Ihr Kind lebendig, neugierig und motiviert? Solche Beobachtungen sind erste Hinweise auf echte Stärken. Fachleute nennen das einen „ressourcenorientierten Ansatz“, anstatt auf Defizite zu schauen.

Ausprobieren & offen bleiben

Stärken entwickeln sich oft durch Erfahrung. Indem Eltern ihren Kindern unterschiedliche Möglichkeiten geben. Durch Musik, Sport, Kreativität oder soziales Engagement kann sich zeigen, wo das Kind wirklich aufblüht. Manchmal sind Talente nicht sofort sichtbar, sondern wachsen durch Förderung und Raum zum Entdecken. Dieses spielerische Erkunden erlaubt Kindern, sich selbst besser kennenzulernen und etwas herauszufinden.

Bewusst wahrnehmen & benennen

Wenn Eltern die kleinen Erfolge und Schritte ihres Kindes wahrnehmen und benennen, wie etwa: „Ich hab gesehen, wie konzentriert du beim Malen warst“ oder „Du hast so ruhig deinem kleinen Bruder zugehört“, dann entsteht Wertschätzung. Kinder lernen: Ich bin wichtig, so wie ich bin und nicht nur, wenn ich Leistung bringe. Dieses ehrliche Feedback fördert Selbstwert und Vertrauen.

Wie Eltern Stärken gezielt fördern: 7 alltagstaugliche Strategien

  1. Raum für Vielfalt schaffen
    Bieten Sie Ihrem Kind regelmäßig unterschiedliche Erfahrungen auf Gebieten wie Kunst, Musik, Bewegung, Natur, Gemeinschaft, Experimente an. Vielleicht liegt das Verstehen nicht allein in Schulwissen, sondern in Kreativität, Handwerk oder Empathie.
  2. Interesse zeigen & Fragen stellen
    Zeigen Sie echtes Interesse: „Was hat dir daran gefallen?“, „Was möchtest du als Nächstes ausprobieren?“. Solche Fragen signalisieren: Du bist wichtig, deine Gedanken zählen.
  3. Erfolge feiern — ohne Leistungsdruck
    Ein „Gut gemacht!“ für das Zuhören, das Teilen von Süßigkeiten und das ehrliche Bemühen stärkt. Eltern sollten aber nicht nur Leistung loben, sondern Haltung und Einsatz. Das vermittelt dem Kind, dass es immer wertvoll ist und nicht nur dann, wenn es Wettkämpfe gewinnt oder gute Noten nach Hause bringt.
  4. Verantwortung & Selbstwirksamkeit ermöglichen
    Kinder brauchen kleine, altersgerechte Aufgaben und Verantwortung. Das stärkt das Gefühl: Ich kann etwas bewegen. Ob im Haushalt, bei Freund*innen oder in kleinen Projekten – Selbstwirksamkeit fördert gleichzeitig Selbstvertrauen.
  5. Fehler als Lernchance sehen
    Fehler sind keine Makel, sondern wichtige Erfahrungen. Wenn Eltern kindlichen Fehlern mit Ruhe und Verständnis begegnen, lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst anzunehmen. Druck und Perfektionszwang sind eher ein Hindernis.
  6. Werte durch das Vorleben vermitteln
    Was Eltern tun, wirkt lauter als Worte. Wer respektvoll, empathisch und verantwortungsbewusst mit anderen Menschen, Tieren oder der Natur umgeht, zeigt dem Kind, was wirklich zählt. Das formt Charakter, Selbstwert und Haltung.
  7. Fehler und Rückschläge begleiten, anstatt sie zu vermeiden
    Kein Leben ist konfliktfrei und gerade durch Rückschläge wachsen Stärke und Bewusstsein. Eltern, die auch in Unsicherheit Halt vermitteln, zeigen Kindern: Ich unterstütze dich — egal, was kommt. Das stärkt Bindung und Selbstbewusstsein nachhaltig.

Quellen: https://cps.ca/en/documents/position/positive-parenting?tm_source=chatgpt.com

https://greatergood.berkeley.edu/article/item/how_to_be_a_strength_based_parent?tm_source=chatgpt.com

Die Sicher-Stark-Initiative zählt seit fast drei Jahrzehnten zu den wichtigsten Anlaufstellen in Deutschland, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen arbeitet bundesweit daran, Kinder sicherer zu machen – im analogen Alltag ebenso wie in der digitalen Welt. Durch praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare vermittelt die Initiative Wissen, Kompetenz und Selbstvertrauen und unterstützt Familien dabei, Sicherheit früh und nachhaltig aufzubauen. Ein zentraler Ansatz der Sicher-Stark-Arbeit ist dabei, nicht nur äußerliche Gefahren abzuwenden, sondern die innere Stärke der Kinder zu fördern. Selbstwert, Selbstwirksamkeit und emotionale Klarheit sind Schlüsselfaktoren dafür, dass Kinder sich behaupten, Grenzen setzen und Hilfe holen können. Kinder, die ihre eigenen Fähigkeiten kennen, ihre Gefühle wahrnehmen und Verantwortung übernehmen dürfen, sind weniger manipulierbar, weniger verletzlich und treten insgesamt sicherer auf.
In Kombination mit gezielten Präventions- und Sicherheitskursen entsteht so ein ganzheitliches Schutzkonzept: Sicherheit + Selbstbewusstsein + Handlungskompetenz.

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Autorin: Daniela Schönwald

7 alltagstaugliche Strategien, mit denen Eltern den Selbstwert ihrer Kinder stärken

Ein gesundes Selbstwertgefühl gehört zu den wichtigsten Schutzfaktoren für Kinder. Es hilft ihnen, Herausforderungen zu meistern, Rückschläge zu verkraften, Konflikte zu lösen und sich in der Welt sicher zu fühlen. Selbstbewusste Kinder können klarer kommunizieren, sich besser abgrenzen und sind weniger anfällig für Mobbing oder riskantes Verhalten. Doch wie entsteht Selbstwert eigentlich und was können Eltern konkret tun, um ihn zu fördern?
Viele glauben, Selbstbewusstsein wachse vor allem durch Lob, gute Leistungen oder Erfolge. Tatsächlich entsteht ein stabiler Selbstwert aber im Alltag: durch Verlässlichkeit, echtes Interesse, Zugehörigkeit, emotionale Sicherheit und das Gefühl, wirksam zu sein. Hier sind sieben Strategien, die Eltern sofort anwenden können – ohne Druck, ohne Perfektionismus und ohne zusätzliche To-dos.

  1. Beziehung vor Erziehung: Emotionale Bindung als Basis

    Bevor Kinder lernen, sich selbst zu vertrauen, müssen sie jemandem vertrauen können. Daher ist eine sichere Bindung der wichtigste Motor für einen gesunden Selbstwert. Was bedeutet das im Alltag?
    · Blickkontakt, wenn das Kind etwas erzählt
    · Berührungen wie eine Hand auf der Schulter
    · echtes Zuhören statt „nebenbei reagieren“
    · Interesse an Gefühlen und nicht nur an Ergebnissen
    Kinder brauchen das Gefühl, wichtig zu sein, auch ohne dafür Leistung erbringen zu müssen.
    Tipp: Jeden Tag 10 Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit wirken stärker als jede große Unternehmung.

  2. Realistisches Lob statt Dauer-Bejubelung

    Überhöhtes oder inflationäres Lob wie: „Du bist der Beste!“ oder „Das hast du perfekt gemacht!“ kann Kinder sogar unter Druck setzen. Es vermittelt: „Ich muss perfekt sein, um gut genug zu sein.“

    Stärkendes Lob hingegen ist:
    · konkret z. B.: „Du bist lange an der Aufgabe drangeblieben, obwohl es schwierig war.“
    · verhaltensbezogen statt personenbezogen
    · ehrlich und nicht überzogen

    Der Glauben daran, Probleme aus eigener Kraft lösen zu können, stärkt das Selbstbewusstsein.

  3. Kinder dürfen Fehler machen und daraus lernen

    Fehler sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Lernschritte. Kinder, die Fehler machen dürfen, entwickeln Mut, Kreativität und innere Stärke. Eltern können das fördern, indem sie:
    · Misslungenes nicht dramatisieren
    · sich selbst beim Fehler-machen zeigen
    · lösungsorientiert begleiten
    · Erfolge nicht mit Perfektion verknüpfen

    Eine einfache Frage stärkt enorm:„Was hast du heute Neues ausprobiert?“ Das signalisiert: Der Mut zählt und nicht nur das Ergebnis.

  4. Verantwortung übertragen – aber altersgerecht

    Kinder brauchen Gelegenheiten, Verantwortung zu übernehmen. Dadurch wachsen Selbstvertrauen und Kompetenz. Wichtig ist, dass Aufgaben nicht überfordern, sondern Erfolgserlebnisse ermöglichen.

    Geeignete Beispiele:
    · Tisch decken
    · kleine Entscheidungen treffen, wie z. B.: „Was ziehe ich heute an?“
    · Geld für eine kleine Besorgung verwalten
    · Wochenaufgaben, die dauerhaft bei ihnen bleiben

    Eltern sollten unterstützen, aber nicht kontrollieren, denn das stärkt die Autonomie.

  5. Gefühle ernst nehmen, statt „wegtrösten“

    Viele Erwachsene neigen dazu, unangenehme Gefühle des Kindes schnell beruhigen zu wollen. Sätze wie: „Ist doch nicht so schlimm.“ fallen schnell. Doch starke Kinder entstehen nicht dadurch, dass sie keine schwierigen Gefühle erleben, sondern dadurch, dass sie lernen, sie zu regulieren.

    Dazu gehört:
    · Gefühle benennen: „Du wirkst enttäuscht, weil …“
    · Verständnis zeigen
    · gemeinsam Strategien entwickeln, wie z. B.: „Was hilft dir in solchen Momenten?“

    So entsteht emotionale Kompetenz – ein zentraler Pfeiler von Selbstwert und Resilienz.

  6. Klare Grenzen geben Halt und Orientierung

    Selbstwert entsteht auch durch Struktur. Klare, liebevolle Grenzen vermitteln Sicherheit und das Gefühl: „Jemand passt auf mich auf.“

    Grenzen sollten:
    · verständlich erklärt
    · vorhersehbar
    · konsequent, aber nicht hart
    · respektvoll kommuniziert werden

    Kinder, die liebevoll geführt werden, fühlen sich nicht eingeschränkt, sondern geschützt.

  7. Vorbild sein: Kinder lernen Selbstwert nicht durch Worte, sondern durch Beobachtung

    Kinder orientieren sich an dem, was Eltern vorleben. Wer gut mit sich selbst umgeht, vermittelt seinem Kind automatisch:
    · Selbstannahme
    · gesunde Grenzen
    · konstruktive Konfliktlösung
    · Leistungsdruck in Balance
    · den Umgang mit Fehlern

    Das bedeutet nicht, perfekt zu sein. Es bedeutet, bewusst zu sein: Wie spreche ich über mich? Wie gehe ich mit Stress um? Wie behandelt man mich und wie erlaube ich es?

Kleine Momente – große Wirkung

Selbstwert entsteht nicht an außergewöhnlichen Tagen, sondern in der Summe der kleinen Interaktionen:
· das gemeinsame Lachen
· ein sanftes „Ich bin für dich da“
· die Ermutigung nach einem Rückschlag
· das Gefühl, gesehen zu werden
· die Erfahrung, etwas selbst geschafft zu haben
Diese Momente bleiben. Sie prägen. Sie machen Kinder tatsächlich stark.

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Sicher streamen: Wie Eltern ihre Kinder auf YouTube und Co schützen können

Sicher streamen: Wie Eltern ihre Kinder auf YouTube und Co schützen können
Kinder wachsen in einer digitalen Welt auf, in der YouTube-Stars oft bekannter sind als klassische Fernsehfiguren. Schon Grundschulkinder schauen regelmäßig Videos, singen Songs nach oder entdecken über Streams ihre Interessen. Das ist Teil einer modernen Kindheit, aber auch eine Herausforderung. Denn das Internet ist kein geschützter Raum. Selbst auf kinderfreundlichen Plattformen wie YouTube Kids können ungeeignete Inhalte durchrutschen. Algorithmen empfehlen automatisch ähnliche Videos und führen so manchmal schleichend zu Themen, die Kinder überfordern oder verstören können. Eltern müssen deshalb mehr denn je digitale Kompetenz beweisen: aufmerksam, aber nicht überwachend; begleitend, aber nicht bevormundend.

Die größten Risiken beim Streaming

  • Ungeeignete Inhalte: Gewalt, Angstthemen oder sexualisierte Darstellungen sind trotz Filter oft nur wenige Klicks entfernt.
  • Empfehlungsalgorithmen: Sie können Kinder in Endlosschleifen führen – immer extremer, immer lauter.
  • Influencer-Marketing: Kinder erkennen Werbung nicht immer als solche und lassen sich leicht beeinflussen.
  • Datenschutz: Persönliche Informationen, Kommentare oder Likes können Rückschlüsse auf Kinder zulassen.
  • Übermäßige Nutzung: Langer Bildschirmkonsum wirkt sich auf Schlaf, Konzentration und Stimmung aus.

Kinderpornografie

Sicher streamen mit System – die drei Säulen digitaler Begleitung

  1. Begleiten statt kontrollieren
    Kinder brauchen keine ständige Überwachung, sondern ehrliches Interesse. Eltern, die regelmäßig mitschauen oder sich Videos erklären lassen, erfahren, was ihr Kind bewegt. Fragen wie: „Was findest du daran spannend?“ oder „Würdest du das selbst auch so machen?“ regen Gespräche an und helfen, Inhalte zu reflektieren. So entsteht Vertrauen und Kinder wissen, dass sie sich bei unangenehmen Erlebnissen an ihre Eltern wenden können.
  2. Klare Strukturen schaffen
    Feste Regeln geben Orientierung und reduzieren Konflikte. Wichtige Punkte:
    · Zeitbegrenzung: Wann und wie lange darf geschaut werden?
    · Ort: Kein Streaming im Bett oder beim Essen.
    · Inhalte: Welche Kanäle sind erlaubt? Welche tabu?
    Technische Hilfen wie der eingeschränkte Modus bei YouTube oder YouTube Kids mit deaktivierter Suchfunktion sind nützlich, ersetzen aber keine persönliche Begleitung. Hilfreich ist auch eine Medienvereinbarung, die gemeinsam erstellt und sichtbar im Haushalt aufgehängt wird.
  3. Reflektieren und miteinander sprechen
    Kinder sollten lernen, Online-Inhalte zu hinterfragen. Ein Gespräch über Authentizität („Ist das echt?“), Motivation („Warum zeigt jemand das?“) und Wirkung („Wie fühlst du dich danach?“) fördert Medienkompetenz. Wenn ein Video Angst, Druck oder Scham auslöst, ist das kein Grund zum Tadel, sondern eine Gelegenheit zum Lernen.

Praktische Tipps für Eltern

✅ Einstellungen prüfen: Kindersicherung aktivieren, Werbung begrenzen, Datenschutzoptionen anpassen.
✅ Eigene Playlists: geprüfte Inhalte selbst auswählen.
✅ Regelmäßige Gespräche: Austausch statt Kontrolle.
✅ Offline-Zeiten: bewusste Pausen schaffen – etwa abends oder am Wochenende.
✅ Vorbild sein: Der eigene Umgang mit Medien prägt mehr als jede Regel.
✅ Webinare für Kinder und Eltern besuchen

Don‘ts beim Streaming

  • YouTube als Babysitter nutzen.
  • Schimpfen, wenn Kinder Unangemessenes sehen.
  • Regeln unklar oder inkonsequent anwenden.
  • Vertrauen durch ständige Kontrolle untergraben.

Streaming gehört heute zum Aufwachsen einfach dazu. Umso mehr sind Eltern sowie Lehrkräfte gefordert, ihren Kindern zu zeigen, wie sie digitale Medien sicher, selbstbestimmt und kritisch nutzen können. Eltern, die sich aktiv für sicheren Medienumgang interessieren, legen den Grundstein für digitale Selbstständigkeit. Wer zuhört, erklärt und Strukturen schafft, sorgt dafür, dass YouTube und Co nicht zur Gefahr werden, sondern zu einem Raum des Lernens, Lachens und gemeinsamen Entdeckens.

Autorin: Daniela Schönwald

Die Sicher-Stark-Initiative zählt bundesweit zu den wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um den Schutz und die Stärkung von Kindern geht. Seit fast 30 Jahren engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Pädagog:innen, Psycholog:innen, IT-Expert:innen und ehemaligen Polizeibeamt:innen für die Sicherheit von Kindern. In ganz Deutschland bietet die Initiative praxisnahe Schulungen, Elterntrainings und Webinare an – mit dem Ziel, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen ein sicheres, selbstbestimmtes Leben in analogen wie digitalen Lebenswelten zu ermöglichen.
Mehr Infomationen: https://www.sicher-stark-team.de/

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Kleine Momente mit großer Wirkung: Warum unscheinbare Alltagssituationen Kinder nachhaltig prägen

Autorin: Daniela Schönwald

Im Familienalltag passiert viel zwischen Tür und Angel: Frühstück unter Zeitdruck, ein schneller Abschied an der Haustür, ein kurzes Gespräch vor dem Schlafengehen. Oft glauben Eltern, dass vor allem große Ereignisse zählen, wie der besondere Ausflug, der Urlaub, das perfekte Geschenk. Doch aus entwicklungspsychologischer Sicht ist es häufig genau andersherum: Es sind die kleinen, alltäglichen Momente, die sich bei Kindern tief einprägen. Das liegt daran, dass Kinder ihre Welt vor allem über Beziehung, Wiederholung und emotionale Resonanz verstehen. Nicht das spektakuläre Highlight schafft Bindung und Vertrauen, sondern die vielen, leisen Berührungen im Alltag, die signalisieren: „Ich sehe dich. Ich bin da.“
Im Folgenden werden fünf unscheinbare Alltagssituationen beschrieben, die in der Erziehung oft unterschätzt werden, die aber einen enormen Einfluss darauf haben, wie sicher, geliebt und kompetent Kinder sich fühlen.

  1. Wenn Eltern wirklich zuhören
    Ungeteilte Aufmerksamkeit ist für Kinder ein Geschenk, das weit über den Moment hinaus wirkt. Es geht nicht um stundenlange Gespräche, sondern darum, für kurze Augenblicke wirklich präsent zu sein. Einfach mal das Handy aus der Hand legen, auf Augenhöhe gehen und zuhören. Kinder spüren sofort, ob sie „nebenbei“ oder wirklich wahrgenommen werden. Ein paar Minuten echte Aufmerksamkeit können mehr bedeuten als eine Stunde gemeinsames Spielen ohne innere Präsenz. Diese Momente vermitteln: „Deine Gefühle und Gedanken sind wichtig.“ Genau dadurch entsteht Bindung und damit die Grundlage für Resilienz.
  2. Kleine Rituale, die Sicherheit schenken
    Rituale strukturieren den Alltag und geben Orientierung. Dabei müssen sie nicht aufwendig sein: ein bestimmtes Guten-Morgen-Verhalten, ein kurzes Einschlafritual, ein gemeinsames Getränk nach der Schule – solche Routinen schaffen Halt.

    Für Kinder ist nicht der Inhalt entscheidend, sondern die Verlässlichkeit. Rituale vermitteln: „Hier gehöre ich hin. Hier weiß ich, was mich erwartet.“ In Zeiten, in denen vieles unvorhersehbar scheint, werden solche Gewohnheiten zu emotionalen Ankerpunkten. Sie sind oft das, woran Kinder sich später erinnern, weil sie Stabilität und Zugehörigkeit symbolisieren.

  3. Worte, die Mut machen
    Kinder saugen Wertschätzung regelrecht auf. Ein ehrliches „Ich bin stolz auf dich“ oder ein anerkennender Satz wie „Ich sehe, wie sehr du dich bemüht hast“ kann im Inneren eines Kindes viel auslösen. Wichtig ist, dass die Rückmeldung echt und konkret ist. Nicht nur Leistungen, sondern besonders persönliche Eigenschaften wie Geduld, Mut, Hilfsbereitschaft oder Durchhaltevermögen.verdienen Anerkennung. Solch wertschätzende Worte werden oft über Jahre behalten. Sie können zu inneren Leitplanken werden und Kindern helfen, Herausforderungen zu meistern.
  4. Werte vorleben statt predigen
    Kinder orientieren sich weniger an dem, was Erwachsene sagen, als an dem, was sie tun. Die kleinen Gesten, wie jemandem die Tür aufhalten, freundlich bleiben, wenn man gestresst ist, und anderen helfen – diese alltäglichen Beobachtungen bei den Eltern prägen die Wertvorstellungen eines Kindes nachhaltiger als moralische Vorträge. Wenn Kinder erleben, dass Freundlichkeit und Respekt gelebt werden, übernehmen sie diese Haltung fast automatisch. Und sie erinnern sich daran: „So hat Mama/Papa das auch gemacht.“
  5. Trost schenken
    Not, Traurigkeit oder Überforderung gehören zum kindlichen Alltag. Entscheidend ist, wie Erwachsene in diesen Momenten reagieren. Ein Kind, das echten Trost durch eine ruhige Stimme, eine Umarmung, ein „Ich bin da“ bekommt, speichert diesen Moment ab wie einen sicheren Hafen. Solche Situationen zeigen Kindern: „Du musst nicht funktionieren, um geliebt zu werden.“ Das stärkt die emotionale Entwicklung und schafft Vertrauen. Manchmal sind es gerade die schwierigen Augenblicke, die zu den stärksten Erinnerungen werden, weil das Kind gespürt hat, dass es nicht allein gelassen wird.

Warum gerade diese kleinen Situationen so prägend sind

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen: Das Gehirn speichert besonders dann dauerhaft ab, wenn Emotion, Beziehung und Wiederholung zusammentreffen. Alltagsmomente erfüllen genau diese Kriterien: still, unaufgeregt, aber enorm wirkungsvoll.
Kinder lernen dadurch:

  • Wie gehe ich mit Gefühlen um?
  • Bin ich wertvoll?
  • Kann ich mich auf meine Bezugspersonen verlassen?
  • Wie funktioniert Miteinander?

Es sind diese Grundhaltungen, die später über Selbstbewusstsein, soziale Kompetenz und Stressbewältigung entscheiden. Viele davon werden in den bundesweiten Sicher-Stark-Kursen vermittelt.

Praktische Ideen, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen

  • Tägliche 5-Minuten-Präsenzzeit – kein Handy, kein Ablenkungsgerät, nur Aufmerksamkeit.
  • Ein Mikro-Ritual einführen, wie z. B. jeden Abend drei Dinge nennen, die schön waren.
  • Wertschätzung sichtbar machen – kleine Notizen oder kurze Sprachnachrichten für das Kind.
  •  Freundlichkeit üben – gemeinsam jemanden überraschen oder unterstützen.
  • Bewusster Trost – ruhig bleiben, da sein, ohne zu belehren oder zu relativieren.

Diese Impulse kosten keine zusätzliche Zeit – sie entstehen ganz selbstverständlich im Alltag: beim Kochen, Wäscheaufhängen oder Schuheanziehen. Kinder behalten vor allem die Momente im Kopf, in denen sie sich gesehen, geborgen und zugehörig fühlten. Eltern müssen dafür nicht perfekt, sondern präsent und erreichbar sein. Nicht die großen Erlebnisse, sondern die kleinen, echten Augenblicke lassen die innere Stärke von Kindern wachsen, die sie durchs Leben trägt, und darauf legt das Sicher-Stark-Team Wert.

Das Sicher-Stark-Team zeigt seit vielen Jahren, wie wichtig emotionale Stabilität für die Sicherheit von Kindern ist. Kinder, die gehört, gesehen und ernst genommen werden, entwickeln ein starkes Selbstwertgefühl – und damit auch die Fähigkeit, sich abzugrenzen, Hilfe zu holen und für sich einzustehen. Prävention beginnt daher nicht erst bei den Sicher-Stark- Kursen, sondern im täglichen Miteinander: in einem Satz, einer Berührung, einem Blickkontakt.

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

 

Sicherheit beginnt zu Hause – wie Wohnzimmerkurse von der Sicher-Stark-Initiative Kinder stark machen

Wenn Kinder selbstständig werden, begegnen sie täglich neuen Herausforderungen: auf dem Schulweg, im Internet, auf dem Spielplatz oder im Umgang mit Gleichaltrigen. Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder mutig, achtsam und selbstbewusst durchs Lebe n gehen und wissen, wie sie sich in schwierigen Situationen verhalten können.
Doch wie kann man diese Fähigkeiten fördern, ohne Angst zu machen? Eine besonders alltagsnahe Form der Prävention bieten die Wohnzimmerkurse des Sicher-Stark-Teams: kleine, persönliche Trainings direkt in der vertrauten Umgebung der Kinder.

Lernen, wo man sich wohlfühlt

Kinder lernen am besten dort, wo sie sich sicher fühlen. In einem Wohnzimmer, Garten oder Partykeller entstehen vertraute Lernräume, in denen keine Schulatmosphäre herrscht und kein Leistungsdruck spürbar ist.
In diesen kleinen Gruppen, bei denen drei bis zwanzig Kinder im ähnlichen Alter mitmachen können, werden Themen wie Selbstbehauptung, Grenzachtung und sicheres Verhalten im Alltag spielerisch vermittelt. Durch Rollenspiele, Gespräche und praktische Übungen erfahren Kinder, wie sie:

  • ihre Stimme wirkungsvoll einsetzen,
  • „Nein“ sagen und Grenzen wahren,
  • Hilfe holen, wenn sie sich unsicher fühlen,
  • Konflikte ruhig, aber bestimmt lösen.

Diese Form der Prävention funktioniert deshalb so gut, weil sie das alltägliche Umfeld der Kinder einbezieht. Der Schulweg, der Spielplatz oder der Kontakt mit Fremden werden nicht abstrakt besprochen, sondern realistisch nachempfunden.

Eltern als Teil der Lösung

Ein entscheidender Vorteil der Wohnzimmerkurse ist, dass Eltern nicht nur Zuschauende, sondern aktive Begleitende sind. Sie sehen, wie ihr Kind auf bestimmte Situationen reagiert, und erhalten Anregungen, wie sie das Gelernte zu Hause weiter festigen können.
So entsteht ein gemeinsamer Lernprozess. Kinder spüren: „Meine Eltern stehen hinter mir“, und Eltern gewinnen Sicherheit im Umgang mit heiklen Themen – sei es beim Ansprechen von Fremden, beim Umgang mit Online-Risiken oder bei Konflikten unter Gleichaltrigen.
Diese enge Zusammenarbeit zwischen Eltern und Trainer*innen ist ein zentrales Element. Prävention gelingt am besten, wenn sie im Familienalltag weiterlebt – nicht als starre Regel, sondern als Haltung: aufmerksam, respektvoll und zugewandt.

Warum das Konzept so wirkungsvoll ist

Das Besondere an den Wohnzimmerkursen ist nicht nur der Ort, sondern die pädagogische Herangehensweise. Die Trainer*innen des Sicher-Stark-Teams arbeiten nach modernen, kindgerechten Methoden, die auf Selbstwirksamkeit und Ermutigung setzen. Kinder lernen, sich selbst zu vertrauen, Entscheidungen zu treffen und im Notfall Hilfe zu holen, anstatt Angst zu haben oder zu erstarren.
Studien zur Gewaltprävention und Resilienzförderung zeigen: Kinder, die gelernt haben, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren, entwickeln ein stärkeres Selbstbild und reagieren in Gefahrensituationen überlegter. Gerade der persönliche Rahmen trägt dazu bei, dass Inhalte emotional verankert werden. Ein Kind, das im Wohnzimmer laut „Stopp!“ sagt, wird das auch auf dem Schulhof tun können, weil es die Situation schon einmal erlebt hat.

Vorbereitung und Ablauf

Die Organisation eines Wohnzimmerkurses ist unkompliziert. Eltern laden befreundete Familien ein, bilden eine kleine Gruppe und vereinbaren einen Termin mit dem Sicher-Stark-Team. Während der Lerneinheiten wechseln sich aktive Übungen und Gespräche ab. Kinder probieren aus, was funktioniert, und dürfen Fehler machen. Trainer*innen achten darauf, dass jedes Kind Raum bekommt, sich zu äußern, und die Themen altersgerecht bleiben. Zudem erhalten Eltern konkrete Tipps, wie sie das Gelernte in den Alltag integrieren können – etwa durch kleine Rituale, Gespräche oder Wiederholungen beim Spielen.

Vom Wissen zum Können

Ein zentrales Ziel der Wohnzimmerkurse ist es, Wissen in Handlung umzuwandeln. Viele Kinder wissen zwar, dass sie bei Gefahr weglaufen oder um Hilfe rufen sollen, aber sie haben es nie praktisch geübt.
Erst durch das bewusste Erleben – das laute Rufen, das klare „Nein!“, das selbstständige Entscheiden – verankert sich das Verhalten nachhaltig.
Kinder nehmen aus den Kursen mit:

  • mehr Selbstbewusstsein und Körpergefühl,
  • Sicherheit im Umgang mit Fremden oder schwierigen Situationen,
  • und das Vertrauen, im Notfall richtig handeln zu können.

Eltern berichten anschließend oft, dass ihre Kinder selbstständiger geworden sind und im Alltag mutiger auftreten. Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess, der mit Beziehung beginnt. Wenn Kinder spüren, dass sie ernst genommen werden, entwickeln sie die innere Stärke, sich selbst und anderen zu helfen. Die Wohnzimmerkurse schaffen dafür einen Rahmen, der nah an der Lebensrealität liegt und zugleich professionelle Unterstützung bietet. Es ist keine „Schulung“, sondern ein gemeinsamer Schritt hin zu mehr Vertrauen, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit.

Das Sicher-Stark-Konzept ©

Das Sicher-Stark-Team ist seit über 25 Jahren im Bereich Gewaltprävention tätig. Es führt deutschlandweit Schulungen, Kurse und Webinare für Kinder, Eltern und Fachkräfte durch. Ziel ist es, Kinder frühzeitig zu stärken – emotional, sozial und in ihrem Sicherheitsbewusstsein – und gleichzeitig Erwachsene dafür zu sensibilisieren, wie sie Kinder wirksam unterstützen können.

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Schnuppertage in Magstadt: Ein starkes Wochenende für Kinder und Eltern

Am Samstag, dem 20. September 2025, verwandelte sich die Sporthalle Magstadt in einen Ort des Miteinanders, der Achtsamkeit und des Lernens. Im Rahmen zweier Schnuppertage konnten rund 40 Kinder und 80 Eltern erfahren, wie wichtig es ist, frühzeitig Selbstvertrauen aufzubauen und mit schwierigen Alltagssituationen sicher umzugehen.

Die Initiative ging vom Elternbeirat Magstadt aus, der die Sicher-Stark-Kurse©

gemeinsam mit dem Sicher-Stark-Team auf die Beine stellte. Geleitet wurden sie von Ralf Schmitz, Gewaltpräventionstrainer, der seit vielen Jahren bundesweit Kinder, Eltern und Fachkräfte im Bereich Gewaltprävention schult.

Lernen mit Kopf, Herz und Körper

In abwechslungsreichen Übungen und Spielsituationen lernten die Kinder, wie sie Gefahren besser einschätzen und sich klar und deutlich abgrenzen können. Dabei standen Mut, Körpersprache und Kommunikation im Mittelpunkt. Spielerische Methoden sorgten dafür, dass auch schwierige Themen altersgerecht und mit Freude vermittelt wurden.

Parallel dazu erhielten die Eltern wertvolle Impulse, wie sie ihre Kinder im Alltag stärken und in ihrer Selbstwahrnehmung fördern können – sei es im Umgang mit Fremden, im Straßenverkehr oder in digitalen Räumen. So entstand ein lebendiger Austausch zwischen Eltern und Kindern, der weit über den Kurstag hinauswirken dürfte.

Positive Resonanz und sichtbare Erfolge

Die Rückmeldungen nach den Schnuppertagen waren durchweg positiv. Viele Eltern zeigten sich beeindruckt, wie praxisnah und motivierend die Inhalte vermittelt wurden. Besonders erfreulich: Die Kinder gingen mit sichtbarer Begeisterung und gestärktem Selbstbewusstsein nach Hause.

Die Schnuppertage in Magstadt haben gezeigt, wie wertvoll es ist, Prävention erlebbar zu machen. Wenn Kinder lernen, ihre eigenen Grenzen zu erkennen, und Erwachsene wissen, wie sie sie dabei unterstützen können, entsteht ein starkes Fundament für mehr Sicherheit und Selbstvertrauen – im Alltag, in der Schule und darüber hinaus.

Das Sicher-Stark-Konzept©

Das Sicher-Stark-Team ist seit über 25 Jahren im Bereich Gewaltprävention tätig. Es führt deutschlandweit Schulungen, Sicher-Stark-Kurse und Webinare für Kinder, Eltern und Fachkräfte durch. Ziel ist es, Kinder frühzeitig zu stärken – emotional, sozial und in ihrem Sicherheitsbewusstsein – und gleichzeitig Erwachsene dafür zu sensibilisieren, wie sie Kinder wirksam unterstützen können.

Für Rückfragen:

BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Schulstress: Eine Generation unter Druck

Autorin: Daniela Schönwald

Wie Prävention hilft, Stress bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und zu bewältigen

Der Alltag in der Schule bedeutet für viele Kinder und Jugendliche mehr als nur Lernen: Permanenter Leistungsdruck, Hausaufgaben, Prüfungen, soziale Konflikte und das Gefühl, ständig mithalten zu müssen, kann zu enormer Belastung führen. Immer mehr junge Menschen in Deutschland berichten von Erschöpfung, Überforderung und Stress. Die Forschung zeigt: Das ist kein Einzelfall, sondern ein wachsendes gesellschaftliches Problem.

Alarmierende Datenlage: Stress nimmt zu

Der DAK-Präventionsradar 2024 belegt eindrücklich, wie stark psychosoziale Belastungen bei Schülerinnen und Schülern sind. Mehr als die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen berichten von Erschöpfung. Fast ein Drittel fühlt sich häufig einsam. Drei Viertel geben an, von Krisenängsten betroffen zu sein.
In der Studie heißt es konkret:

  • 31,5 % der Schülerinnen und Schüler fühlten sich im Schuljahr 2023/24 oft einsam.
  • Schlafprobleme traten bei über einem Drittel mindestens einmal pro Woche auf.
  • Etwa 46 % der Schülerinnen und Schüler litten unter zwei oder mehr Beschwerden pro Woche (z. B. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Bauchschmerzen).

Mehr Belastung während und nach der Pandemie

Die COPSY-Studie (Corona und Psyche) ist langfristig angelegt und untersucht, wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt hat.
Ein paar zentrale Befunde dabei sind:

  • Bereits in der ersten Befragungswelle (Mai–Juni 2020) zeigen sich erhöhte Belastungen bei vielen Teilnehmenden.
  • In späteren Wellen berichten Jugendliche, dass sie das Lernen und die Schule weiterhin als anstrengender empfinden als vor der Pandemie.
  • Anstieg psychischer Auffälligkeiten und Belastungen im Verlauf der Pandemie.
  • Soziale Medien und die Darstellung von Weltkrisen (z. B. Krieg, Klimawandel) tragen bei einem Teil der Teilnehmenden zusätzlich zur psychischen Belastung bei.

Einige Gruppen sind stärker belastet

Schulischer Stress betrifft Kinder und Jugendliche unterschiedlich stark. Besonders Kinder aus finanziell angespannten oder bildungsfernen Familien berichten deutlich häufiger von Stress, Einsamkeit und psychischen Problemen. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Mädchen leiden häufiger unter Müdigkeit, psychosomatischen Beschwerden und Ängsten. Hinzu kommen hohe Erwartungen und schulische Anforderungen, die den Druck weiter erhöhen. Angst vor Versetzungen oder negativer Bewertung belastet vor allem jene, die sich selbst stark unter Leistungsdruck setzen. Dabei verschärfen fehlende Möglichkeiten zum Ausgleich die Situation zusätzlich. Wenn Freundschaften, Sportangebote oder Freizeitaktivitäten eingeschränkt sind, wie auch während der Pandemie, fällt es schwerer, Stress abzubauen und neue Energie zu schöpfen. Insgesamt zeigt sich, dass schulischer Stress durch ein Zusammenspiel sozialer, persönlicher und situativer Faktoren entsteht. Kinder, die mehreren Belastungen ausgesetzt sind, tragen ein besonders hohes Risiko, unter Druck zu geraten.

Wie Eltern und Lehrkräfte unterstützen können

Der Eindruck, allein zu sein mit dem Druck, darf möglichst gar nicht entstehen. Prävention und Unterstützung sind zentral und wirksam:

  1. Offene Kommunikation
    Kinder und Jugendliche müssen wissen, dass Belastung und Stress ernst genommen werden. Ein vertrauliches Gespräch, in dem ohne Urteil zugehört wird, kann Entlastung bringen.
  2. Strukturierter Alltag mit Ruhepausen
    Gleichgewicht zwischen Schulzeit, Freizeit, Erholung und Schlaf ist essenziell. Regelmäßige Pausen und feste Rituale wirken stabilisierend.
  3. Bewegung und kreative Aktivitäten
    Sport, Musik, Kunst oder Handwerk bieten emotionalen Ausgleich, fördern das Wohlbefinden und lenken ab vom ständigen Druck.
  4. Förderung von Selbstwirksamkeit
    Kinder sollten erleben, dass sie Einfluss auf ihre Situation haben. Kleine Entscheidungen und das Erlernen von Problemlösestrategien stärken das Gefühl von Kontrolle.

Ein starkes Fundament für psychische Gesundheit

Schulstress lässt sich weder vollständig vermeiden noch darf er verharmlost werden. Doch der Umgang mit Druck, Anforderungen und Erwartungen ist lernbar. Wenn Kinder früh lernen, eigene Belastungsgrenzen zu spüren, mit ihnen zu kommunizieren und Selbstfürsorge aufzubauen, wächst ihre Stressresistenz und so ihre Resilienz.

Das Sicher-Stark-Konzept ©

Das Sicher-Stark-Team ist seit über 25 Jahren im Bereich Gewaltprävention tätig. Es führt deutschlandweit Schulungen, Kurse und Webinare für Kinder, Eltern und Fachkräfte durch. Ziel ist es, Kinder frühzeitig zu stärken – emotional, sozial und in ihrem Sicherheitsbewusstsein – und gleichzeitig Erwachsene dafür zu sensibilisieren, wie sie Kinder wirksam unterstützen können.

Für Rückfragen:

BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de

Quellen:
https://www.praeventionstag.de/nano.cms/news/details/9290?utm_source=chatgpt.com

https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Studien-und-Surveillance/Studien/Adipositas-Monitoring/Psychosoziales/HTML_Themenblatt_Stressbelastung.html?utm_source=chatgpt.com

https://www.uke.de/kliniken-institute/kliniken/kinder-und-jugendpsychiatrie-psychotherapie-und-psychosomatik/forschung/arbeitsgruppen/child-public-health/forschung/copsy-studie.html?utm_source=chatgpt.com

Sicherheit für Kinder unterwegs – 5 Tipps für Eltern

Wenn Kinder allein zur Schule gehen, Freunde besuchen oder zum Sport fahren, stellt sich für Eltern oft die Frage: Wie kann ich mein Kind auf mögliche Gefahren vorbereiten –, ohne es zu verunsichern? Die bundesweite Sicher-Stark- Non-Profit-Organisation (NPO) gibt konkrete Tipps, wie Eltern ihre Kinder stärken und ihnen Sicherheit für unterwegs vermitteln können.

Starke Kinder sind sicherer unterwegs

Kinder, die ihre eigenen Grenzen kennen und gelernt haben, auf ihr Bauchgefühl zu hören, können auch in schwierigen Situationen meistens besser reagieren. Die Initiative Sicher-Stark empfiehlt daher Eltern, mit ihren Kindern frühzeitig über typische Alltagssituationen zu sprechen, in denen sie allein unterwegs sind, wie etwa auf dem Schulweg, an der Bushaltestelle oder beim Spielen in der Nachbarschaft.
Wichtig dabei ist es, die Kinder nicht zu verängstigen, sondern ihnen altersgerecht und mit klaren Botschaften zu vermitteln, wie sie sich schützen und Hilfe holen können. Entscheidend ist dabei, Sicherheit und Handlungskompetenz durch Gespräche, Übungen und Vertrauen zu fördern.

Fünf Tipps für mehr Sicherheit

  1. Realistische Vorbereitung:
    Üben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind typische Wege und besprechen Sie, was in bestimmten Situationen zu tun ist – z. B. wenn es sich unwohl fühlt oder angesprochen wird.
  2. Grenzen ernst nehmen:
    Bestärken Sie Ihr Kind darin, „Nein“ zu sagen – auch gegenüber Erwachsenen. Das ist ein wichtiger Schritt, um sich abzugrenzen und Hilfe zu holen.
  3. Notfallstrategien besprechen:
    Erklären Sie Ihrem Kind altersgerecht, wie es in einer Notsituation Hilfe holen kann – etwa, indem es gezielt Erwachsene anspricht oder zu einem vertrauten Ort wie einer nahe gelegenen Bäckerei geht, wo es möglicherweise bekannt ist.
  4. Vertrauen fördern:
    Machen Sie deutlich, dass Ihr Kind sich Ihnen anvertrauen darf – ohne Angst vor Ärger. Kinder, die über alles sprechen dürfen, verarbeiten Erlebnisse besser.
  5. Gefühle ernst nehmen:
    Wenn ein Kind sagt: „Das war komisch“ oder „Ich hatte ein komisches Gefühl“, nehmen Sie das ernst. Bauchgefühl ist oft ein guter Frühwarnmechanismus.

Sicher-Stark-Team: Prävention seit über 25 Jahren

Die Sicher-Stark- Non-Profit-Organisation (NPO) ist seit über einem Vierteljahrhundert bundesweit aktiv im Bereich Gewaltprävention und Kinderschutz. Mit erfahrenen Trainer:innen aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Polizei und IT führt das Team Veranstaltungen, Schulungen und Webinare durch – sowohl für Kinder als auch für Eltern, Lehrkräfte und Fachkräfte.

Weitere Informationen und Angebote unter: https://www.sicher-stark-team.de/

Für Rückfragen:
BUNDESPRESSESTELLE SICHER-STARK
Hofpfad 11
D – 53879 Euskirchen
Service -Tel. 0180 – 5550133-2*
Service -Fax: 0180 – 5550133-0*
(* 0,14 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
Internet:www.sicher-stark-team.de
E-Mail: presse@sicher-stark.de